<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566</id><updated>2011-10-21T07:42:59.193+02:00</updated><title type='text'>Umkehr</title><subtitle type='html'>„Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“
(Mt 3,3)</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>45</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-1148083310265352962</id><published>2007-06-14T11:25:00.000+02:00</published><updated>2008-12-10T00:27:01.087+01:00</updated><title type='text'>Kurz notiert - 14. Juni 2007</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Kirche hat es heute bekanntlich nicht leicht ihre Häuser zu füllen. Nicht selten werden deshalb Kirchegbäude verkauft und für diese nach neuen Nutzungskonzepten gesucht. Nicht vorenthalten sei hier eine solche Umnutzung, auf die ich im Netz gestoßen bin. Eine gigantische Buchhandlung mit Säulen und mehr als 10 Meter hohen Regalen und Leitern ist hier aus der ehemaligen Dominikanerkirche Maastricht geworden. [&lt;a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/818421/#comments"&gt;via donalphons&lt;/a&gt;]&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/RnEJms4g_ZI/AAAAAAAAABY/CIxjg-rbQQA/s1600-h/100_4280.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/RnEJms4g_ZI/AAAAAAAAABY/CIxjg-rbQQA/s320/100_4280.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5075848815511141778" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In Maastricht offenbar keine Seltenheit, da sich auch das Staatsarchiv in einer ehemaligen Kirche befindet. Das "&lt;a href="http://www.chateauhotels.nl/index1.htm?/KFaciliteiten.htm"&gt;Kruiesherenhotel Maastricht&lt;/a&gt;", das sich in einem ehemaligen Kloster befindet ist ja schon weitgehend bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-1148083310265352962?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/1148083310265352962/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=1148083310265352962&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/1148083310265352962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/1148083310265352962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2007/06/kurz-notiert-14-juni-2007.html' title='Kurz notiert - 14. Juni 2007'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/RnEJms4g_ZI/AAAAAAAAABY/CIxjg-rbQQA/s72-c/100_4280.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-8425288410987942476</id><published>2007-05-29T16:32:00.000+02:00</published><updated>2008-12-10T00:27:01.195+01:00</updated><title type='text'>Himmlisches Wien</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/Rlw-ksFjueI/AAAAAAAAAAU/wZ7YJCAhk0w/s1600-h/DSC00165.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/Rlw-ksFjueI/AAAAAAAAAAU/wZ7YJCAhk0w/s200/DSC00165.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5069996080543021538" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Als dritter im Bunde, zusammen mit &lt;a href="http://lumendelumine.blogspot.com/"&gt;Petra &lt;/a&gt;und &lt;a href="http://paxvobis2.blogspot.com/"&gt;Georg&lt;/a&gt;, will auch ich es nicht unterlassen auf ein Blog-Projekt hinzuweisen, dass sich &lt;a href="http://huew-wien.blogspot.com/"&gt;Himmel über Wien&lt;/a&gt; nennt und in dem wir versuchen wollen aus unseren ganz eigenen Blickwinkeln auf das geistige und geistliche Leben in Wien zu schauen. Wir berichten dabei nicht in Form eines Nachrichtenservice sondern lassen unseren persönlichen Gedanken freien Lauf und geben eigene Erfahrungen wieder - nicht von offiziell kirchlicher Seite, sondern einmal von der "anderen Seite" wird berichtet. Gerade dies scheint mir interessant an dieser Idee, von der ich hoffe, dass sie ihren Platz in der katholischen Blogwelt findet und zur prächtigen Blüte heranwächst.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-8425288410987942476?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/8425288410987942476/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=8425288410987942476&amp;isPopup=true' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/8425288410987942476'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/8425288410987942476'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2007/05/himmlisches-wien.html' title='Himmlisches Wien'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/Rlw-ksFjueI/AAAAAAAAAAU/wZ7YJCAhk0w/s72-c/DSC00165.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-7622818141004382352</id><published>2007-05-28T20:15:00.000+02:00</published><updated>2007-05-28T22:38:29.497+02:00</updated><title type='text'>„In den Himmel will ich kommen!“ - Teil 2: Über das Sohn-sein zur Heiligkeit</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Im ersten Teil unsere Auseinandersetzung mit einem Beitrag von P. Karl Wallner OCist. zur Eschatologie ging es im wesentlichen um die Teilung der Zeiten bzw. deren Vereinigung in der Mitte, die Christus ist. Mit dem Sohn, durch Jesus ist das Gottesreich eine gegenwärtige Wirklichkeit für uns geworden, die wir in unserem Dasein, das die Möglichkeit einer Existenzform im Sein an sich darstellt, ermöglichen, deren Möglichkeit wir schließlich als Seinsform ergreifen sollen, in dem wir, sterbend und den Tod letztlich überwindent, „Sohn“ werden. Indem wir in dieser Welt „Sohn“ werden, überwinden wir letztlich unser Dasein, da es ein „Sein zum Tode“ ist. Indem wir „Sohn“ werden, uns dem göttlichen Vater hingeben, ihm also ganz vertrauen, beherrschen bzw. werden wir völlig frei von jedem Zweifel, von jeder Angst und darin frei vom Tod, denn das Sein zum Tode ist ja wesenhaft Angst (vgl. Kierkegaard: Die Krankheit zum Tode; Heidegger: Sein und Zeit). Ohne jetzt aber eine heideggersche Eschatologie weiterentwickeln zu wollen, schreiten wir mit den bisher daraus gewonnen Begriffen „Angst“, „Sohn“ und „Vertrauen“, freilich auch mit dem des „Todes“, weiter, zu einem nächsten Punkt in dem wir uns in das „Sohn-werden“ vertiefen wollen, das wir im ersten Teil als einzig möglichen Weg zur Heiligung, also als Weg in das Gottesreich, zu Gott, schlußfolgerten. Es sei nochmals darauf hingewiesen, nicht aus dem Blick zu verlieren, dass, wenn von Heiligung gesprochen wird etwas Disseitiges gemeint ist, dass also das „Im-Gottesreich-sein“ unauflöslich an das sein in dieser Welt gebunden ist - „Im-Gottesreich-sein“ heißt göttlich in der Welt sein. Etwas anderes heißt heilig sein ja nicht, als göttlich zu sein, was wir sind, wenn wir seine „Söhne“ werden. Was heißt es aber konkret Sohn zu werden? Und wie kann das möglich sein?&lt;/p&gt;    &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Nun, es heißt zuerst die Sohn-, die Kindschaft gegenüber Gott annehmen zu können, sich dieser bewußt zu werden. Das wir es eigentlich schon längst sind, schreibt uns Paulus, „denn alle, sie sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes. Denn ihr habt habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsset, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ (Röm 8,14) Kind-sein heißt ausgeliefert zu sein, abhängig von seinen Eltern, will man es negativ formulieren. Aber wir sind eben keine Sklaven, denn es bedeutet auch und vorallem Freiheit und liebendes Vertrauen in die Eltern, beides hängt eng zusammen. Freiheit deshalb, gerade weil ich vertraue – ich vertraue mit kindlicher Naivität darauf, das meine Eltern, das Gott mich immer hält, das er zu mir steht und mich niemals im Stich lässt, mich immer auf dem richtigen Weg führen will. Ich vertraue als Kind darauf, das meine Eltern, das mein Vater, mich nie in die Irre führt. Diese rechte sorglose Einfältigkeit, die alles als gut annimmt, was von den Eltern kommt, zeichnet das Kind-Sein wesentlich aus. Dies ein erster Punkt, auf den wir zurückkommen werden.&lt;/p&gt;    &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;Paulus schreibt aber weiter: „Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.“ (Röm 8,17) Hier haben wir einen zweiten Aspekt (der in Wahrheit natürlich derselbe ist und im Grunde nicht vom ersten zu trennen ist, wie wir sehen werden). Denn wie könnten wir die Frage, was es heißt Kind zu sein besser beantworten, als mit einem Blick auf Jesus, dem Sohn Gottes (wobei ich hier nicht den Titel „Sohn Gottes“ meine). Jesus Sohnschaft zeigt sich vorallem in seinen Sohnesgebärden, die alle Evangelien durchziehen und die in einer letzten großen Sohnesgebärde, nämlich im sich vertrauensvollen an Gott hingeben am Kreuz, als Opfer für die Welt, gipfeln. Das Jesus, der Gott ist, sich Gott in Liebe hingibt, und damit gewissermaßen sich selbst gibt, ist ein Geheimniss, dass der heilige Vater „trinitarisches Liebesgeheimnis nennt“. Dieses Geheimnis wollen wir hier nicht versuchen zu lüften, aber stellen daran fest, dass, wenn Jesus als Sohn den Willen Gottes tun, weil er nur gut sein kann, er auch zugleich seinen Willen tut. Dies ist ein Ausdruck tiefsten Vertrauens auf den Willen des Vaters. Unweigerlich erinnert das an Jesu Worte im Garten Getsemani: Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe. In der Stunde seiner tiefsten Betrübung vertraut Jesus auf Gott, willig in seinen Willen ein, sein Wille soll geschehen. Und wir erkennen daraus, das Sohn-sein auch Eines-Willens-mit-Gott-sein heißt. Und wenn wir im Vater-unser bitten, „Dein Wille geschehe“, dann bitten wir auch zugleich darum Sohn werden zu dürfen, Sohn sein zu können. Wollen wir resümieren, was nun dieser zweite Punkt sei, der das Kind-, das Sohn-sein auszeichnet, könnte man annehmen, es sei dieses „Einwillig-Sein“ mit dem Vater werden. Tatsächlich ist es aber derselbe Punkt wie der erste, denn beide lassen sich auf einem gemeinsamen Nenner bringen, der schon häufig fiel: Die kindliche Einfältigkeit, die alles als gut annimmt, was vom Vater kommt und dem bedingungslosen Einwilligen in den Willen des Vaters liegt letztlich nur das uneingeschränkte Vertrauen aus Liebe zu Grunde.&lt;br /&gt;Schlägt man in einem Synonymwörterbuch unter Vertrauen nach, stößt man auf das Wort Glaube und Hoffnung. Das ist wahr, denn könnte man denn ohne den Glauben an den Vater, ohne die Hoffnung, dass er uns hält ihm vertrauen oder andersherum gefragt, sind wir zu wenig heilig, zu wenig Kinder Gottes, vertrauen wir ihm zu wenig, weil wir zu wenig hoffen, weil zu wenig glauben? Ja, wir alle glauben zu wenig. Unser Glaube ist nicht einmal so groß wie ein Senfkorn. „Herr, stärke unseren Glauben!“ (vgl. Lk 17,5)&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Was kann es nun aber bedeuten, dieses Vertrauen, welche die Sohnschaft auszeichnet? Das Vertrauen gründet zunähst in Liebe und Gebet. Das Gebet deshalb, weil wir eben wissen, dass wir nichts letztlich nur aus uns können, denn es heißt ja „ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht“, nicht „ihr habt euch selbst zu Söhnen gemacht“. Nicht aus uns selbst können wir also vertrauen. Darum, dass wir Vertrauen können müssen wir beten, denn dass Vertrauen auf Gott-Vater ist stets eine Frage der Liebe zu ihm. Alles ist endlich eine Frage der Liebe zu Gott! Und wir müssen feststellen, wir alle lieben Gott zu wenig, denn „wahre und vollkommene Liebe erkennt man daran, ob man große Hoffnung und Zuversicht zu Gott hat, denn es gibt nichts, woran man besser erkennen kann, ob man ganze Liebe habe, als Vertrauen. Denn wenn einer den anderen innig und vollkommen liebt, so schafft das Vertrauen, denn alles, worauf man bei Gott zu vertrauen wagt, das findet man wahrhaft in ihm und tausendmal mehr. Und wie ein Mensch Gott nie zu sehr liebhaben kann, so könnte ihm auch nie ein Mensch zuviel vertrauen.“ (Reden der Unterweisung, 14) Das wir Gott also vertrauen können, müssen wir ihn lieben. Darum wollen wir bestädnig beten, das wir Gott “lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. [Denn] dies ist das höchste und größte Gebot.“ (vgl. Matthäus 22,37; Dtn 6,5). Und wenn wir darum beten, dann beten wir zugleich auch immer um den Geist Gottes, denn er ist es, der uns mit Liebe erfüllen kann. „Veni Sancte Spiritus...est tui amoris in eis ignem accende.“ - Komm, Heilige Geist...und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Und das Sohn-sein ist folglich so keine Frage des äußeren Handelns und Tuns, sondern, wie es die Formulierung schon nahe legt, eine des Seins. Jede Frage des Seins ist aber eine Frage des Seins zu Gott im Leben. Ihn lieben, natürlich – ihm vertrauen, zweifellos; das sind Formen dieses Seins, sie scheinen uns aber doch oft allzu metaphysisch und wenig praktisch. Nun, es heißt, um es mit Meister Eckehart zu sagen, sich zu lassen, sich von sich selbst ganz leer machen, damit Gott, damit sein Geist in uns fahren kann. „Soweit du ausgehst aus allen Dingen, so weit, nicht weniger und nicht mehr, geht Gott ein mit all dem Seinen“ (RdU, 4). „Die Leute brauchten nicht soviel nachdenken, was sie tun sollten, sie sollten vielmehr bedenken, was sie wären. Wären nun aber die Leute gut und ihre Weise, so könnten ihre Werke hell leuchten. Bist du gerecht, so sind auch deine Werke gerecht. Nicht gedenke man Heiligkeit zu gründen auf ein Tun, man soll Heiligkeit vielmehr gründen auf ein Sein, denn die Werke heiligen nicht uns, sondern wir sollen die Werke heiligen – es sei Essen, Schlafen, Wachen oder was immer es sei.“ Dieses heiligen der alltäglichen Werke ist ein Motiv der Heiligkeit, das nicht nur Meister Eckehart kennt, sondern, dass wir durchgehend bei den Heiligen finden, von Franziskus, über Therese von Liseux bis zu Josemaria Escriva. Das heiligen der Werke heißt aber nicht, dass der Mensch, in allem was er tut, beständig an Gott denkt, das wäre wohl unmöglich und zudem soll der Mensch sich nicht mit einem gedachten Gott zufrieden geben, der wieder vergeht, wenn er nicht an ihn denkt, sondern vielmehr soll man einen &lt;i&gt;wesenhaften&lt;/i&gt; Gott haben. Man soll Gott im Sein haben, so dass Gott einem in allen Dingen leuchtet und Gott allzeit gegenwärtig &lt;i&gt;spührt&lt;/i&gt;. Dieses „Gott im Sein haben“ haben wir oben Sohn-sein genannt. Das Sohn-sein kann man wohl einüben, aber letztlich, da es ja auf der Liebe gründet, nur ebetet werden, in dem wir eben den heiligen Geist Gottes erbeten, der uns zum wahrhaften Lieben erwachen läßt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;&lt;i&gt;Exkurs zu Pfingsten:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Dass der Heilige Geist aber schon in uns wohnt, ist ebenso wahr wie die Fleischwerdung Christi. Warum sind wir dann aber noch keine Heiligen, warum haben wir noch nicht „Gott im Sein“? Weil wir zum Heiligen Geist (der Liebe) wiederrum nur durch die Liebe gelangen. Der Trost des heiligen Geistes besteht nämlich darin, dass Er uns unablässig und immer von neuem die Kraft verleiht zu lieben. Lieben müssen wir aber selbst. Denn sein Werk besteht nicht darin, diesen oder jenen zu erleuchten, sondern darin, den Leib Christi zu beleben und aufzubauen. Daher sind die Bedingungen für die Gabe und das Wirken des Heiligen Geistes wesentlich gemeinschaftsbestimmt. Er wirkt in der gegenseitigen Liebe der Gläubigen als Geist der Liebe und der brüderlichen Eintracht. Der Heilige Geist wendet schließlich „nur“ den Vater dem Sohn und den Sohn dem Vater zu (so wie auch uns einander).&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Pfingsten hat geoffenbart, dass Gott nicht für dreiunddreißig Jahre, sondern für immer Fleisch geworden ist. Dass Er das, was Sein Leben ausmacht (das heißt, Seinen Geist der Liebe), für immer mit uns teilt. Pfingsten – das ist der Auftakt zur unwiderruflichen, immerwährenden Gegenwart Christi hier in der Welt. Pfingsten scheint so ein gewaltigeres Ereignis als Weihnachten, denn in der Fleischwerdung – da wird Gott zum Menschen, Gott wird ein Mensch, zu Pfingsten aber werden die Menschen aufgerufen, „Gott zu werden“. Gott hat sich nicht nur zu uns herabgeneigt, sondern Er will uns auch zu Sich heranziehen – er will uns zu „Söhnen Gottes“ machen. Die Offenbarung des Geistes ist viel großartiger, auffallender als die des Sohnes. Die Fleischwerdung des Sohnes geschah im Dunkeln, in der Nacht, in einem Stalle. Pfingsten aber platze wie eine Bombe in den helllichten Tag hinein, und Hunderte Menschen waren Zeugen dieser Verwandlung. Hier war nicht mehr Gott, der in Not und Leid zum Menschen wurde, sondern eine ganze Schar Männer, die im gleißenden Licht und voll Entzücken „Gott“ wurden. „Ihr werdet größere Dinge tun als Ich“: Jesus denkt an die Kirche, wenn Er dies weissagt. Das ureigenste Werk des Geistes ist die Kirche. „Wenn du die Gabe Gottes kenntest!“ Diese Gabe ist die Kirche. &lt;i&gt;Altissimi donum Dei&lt;/i&gt; – Beistand, den der Vater schenkt. Gott für den Menschen im Menschen. Mit dem Menschen verbunden. Was ist das Beste, das Gott besitzt? Sein Geist der Liebe. Er gesellt Ihn uns bei. Er lässt uns an Ihm teilhaben. Und durch den Zusammenschluss jener, die Ihn empfangen haben, entsteht und wächst die Kirche. Wenn Jesus uns sagt, dass Er uns Seinen Geist der Liebe senden wird, dann zieht Er sich nicht zurück, sondern verspricht uns den, der uns am engsten mit Ihm verbindet.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoBodyText"&gt;Und wenn wir durch den Heiligen Geist (der Liebe) „Gott im Sein“ schon grundgelegt haben, also „Söhne Gottes“ sind, sollen wir letztlich der Sohn selbst werden. Nämlich indem wir&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Söhne, Kinder sind die durch den Geist der Liebe nicht nur die Kraft zum Lieben erhalten haben, sondern die auch selbst ihren Vater lieben und vertrauen wollen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Fortsetzung folgt...&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoBodyText"&gt;In der Fortsetzung befasse ich mich dann wieder mit einem konkreten Punkt aus dem Artikel von Pater Karl Wallner OCist., anhand dessen ich versuchen will näher auf das Vertrauen und dessen Erscheinungsbild in Zusammenhang mit der Heiligkeit einzugehen.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-7622818141004382352?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/7622818141004382352/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=7622818141004382352&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/7622818141004382352'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/7622818141004382352'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2007/05/in-den-himmel-will-ich-kommen-teil-2.html' title='„In den Himmel will ich kommen!“ - Teil 2: Über das Sohn-sein zur Heiligkeit'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-7949375367319152559</id><published>2007-04-16T00:47:00.000+02:00</published><updated>2008-12-10T00:27:01.412+01:00</updated><title type='text'>"Ich bin ein ganz normaler Christenmensch."*</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein persönliches Petrusbekenntnis zum 80. Geburtstag und zum zweiten Jahrestag der Wahl des Heiligen Vaters.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/RiKs2dfwZuI/AAAAAAAAAAM/GroXAQHTRk8/s1600-h/0001.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/RiKs2dfwZuI/AAAAAAAAAAM/GroXAQHTRk8/s320/0001.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5053791783493854946" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wie ein Kind bin ich vor einiger Zeit von einem Traum erwacht, erschrocken und ängstlich. Verwirrt war ich in meiner Angst um unseren geliebten Heiligen Vater, von dem der Traum handelte. Noch im Wachzustand hielt die irrationale Angst an, ihn zu verlieren. Wie kann das sein, frage ich mich, wie kann es dazu kommen? Stark, wenn man so indiskret sagen darf,  muss die Liebe zu einem Menschen sein, wenn man ahnt, seinen Verlust nicht ertragen zu können und man nur hofft das dieser Tag möglichst lange auf sich warten läßt. Und wahrlich,  Benedikt XVI. ist mir sehr nahe, näher als Johannes Paul II., denn Joseph Ratzinger hat mir schon weit vor seiner Wahl zum Papst so viel gegeben. Ohne ihn, ohne seine klugen, herzlichen Worte wäre ich heute nicht da, wo ich bin, ohne ihn wäre wohl mein Glauben nie derart geweckt worden, ohne ihn stünde ich heute Abseits dieses Weges und des wahren, herrlichen Lebens. Die Liebe zum ihm macht sehend.&lt;br /&gt;Durch Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI. strahlt Gott hindurch, er macht sich durch ihn sichtbar, in ihm findet er sein Antlitz, so scheint es fast. Aber Joseph Ratzinger ist zugleich bescheiden, gerade das macht ihn so liebenswürdig, er ist Mensch, das macht ihn nahbar. Und vorallem, darin ist er authentisch, er ist echt. Was Machthaber und Politiken nicht vermögen, wo Sinnlücken entstehen und Orientierungspunkte verschwinden, ja wo uns der felsenhafte Boden unter den Füßen zu entschwinden droht, da kommt Petrus, da kommt Benedikt, der wahrhaft würdige Stellvertreter Christi auf Erden, der echte Petrus, auf den hin alle Beladenen und Niedergedrücken blicken, weil er Hoffnung hat und er uns trotz aller Stürme immer wieder diese hoffnungsvolle Botschaft verkündet, weil er auf den Höheren verweist, der uns alles geben will. Nicht sich drängt er in den Vordergrund, sondern Christus, den er aller Welt öffentlich bekennt "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." (Mt 16,16) Ganz in diesem Verkündigungsdienst steht Benedikt XVI., ganz gibt auch er sich dafür hin. Nichts will er von uns nehmen, kein Geld, keine Wahlstimme, sondern er will uns nur geben. Und doch, und das ist so verblüffend, ist er immer einer von uns.&lt;br /&gt;Möge er noch sehr lange einer von und unter uns sein und mit viel Kraft sein schwieriges Amt tragen können. Nur dankbar können wir dem Herrn sein und ihn loben, dass er uns einen ebenso herzlichen wie fähigen Mann geschenkt hat, demgegenüber es nicht schwerfällt Jesus Gebot zu erfüllen "Wie ich Euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben." (Joh 13,34). In Liebe beten wir für unseren Papst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Übrigen sei darauf hingewiesen: Kardinal Christoph Schönborn feiert anlässlich des 80. Geburtstags Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. am Montag, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;16. April&lt;/span&gt; um 18.00 Uhr im Stephansdom einen &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Festgottesdienst&lt;/span&gt;. Ein &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Te Deum&lt;/span&gt; feiert anlässlich des Jahrestags des Amtsantritts von Benedikt XVI. am Sonntag, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22. April &lt;/span&gt;um 16.30 Uhr Dompfarrer Toni Faber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;(*Aus dem Interview-Buch "Salz der Erde" von Peter Seewald)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-7949375367319152559?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/7949375367319152559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=7949375367319152559&amp;isPopup=true' title='50 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/7949375367319152559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/7949375367319152559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2007/04/ich-bin-ein-ganz-normaler.html' title='&quot;Ich bin ein ganz normaler Christenmensch.&quot;*'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_F_mzO-9m2w4/RiKs2dfwZuI/AAAAAAAAAAM/GroXAQHTRk8/s72-c/0001.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>50</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-8580511933617524847</id><published>2007-04-14T02:26:00.000+02:00</published><updated>2007-04-18T15:17:10.866+02:00</updated><title type='text'>„In den Himmel will ich kommen!“ - Teil I. Die letzte Zukunft ist schon Gegenwart.</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie in „Kurz notiert“ vom 31. Jänner angekündigt folgt nun, mit einiger Verspätung, eine Ausseinandersetzung mit einem Beitrag von Pater Karl Wallner OCist., Dekan der Theologischen Fakultät in Heiligenkreuz bei Wien, welcher am 27. Jänner 2007, mit dem Titel „In den Himmel will ich kommen!“ bei kath.net bzw. Vision2000 veröffentlicht wurde. Dies mag zwar nicht mehr aktuell erscheinen, ist es doch aber gerade in diesen Tagen wieder, da es im wesentlichen die Punkte Leben, Tod und Auferstehung angreift. Es handelt es sich hierbei um den ersten Teil einer kleinen Reihe, die ursprünglich als ein Beitrag gedacht war. Trotz der einigermaßen ausführlichen Auseinandersetzung, muss das Gesagte als sehr grobes Stückwerk betrachtet werden, dessen Ergänzung mich zwar reißen würde, im Rahmen dieser Behandlung aber wohl zu viel tiefgehende Theologie wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn muss gesagt sein, dass grundsätzlich nichts gänzlich falsch anmutet, von dem was P. Wallner OCist. schreibt, ich halte es aber für recht einseitig und muss widersprechen, da es mir nicht nur als flasche, populistische Kapitalismuskritik ohne echten Hintergrund, sondern auch unzeitgemäß erscheint. Ob P. Wallners Beitrag absichtlich recht provokativ formuliert ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Dort heißt es:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wer den Genuß des Heute in den Vordergrund stellt, will nur ja nicht an das Ende denken. Auch Christen sind heute stark gefährdet, sich allzu häuslich in der heutigen Welt des Wohlstands einzurichten.“&lt;br /&gt;Es ist wohl richtig, das wir Christen nicht von dieser Welt sind, aber sehr wohl sind wir doch in dieser Welt (Joh 17,11ff). Wir können doch also nicht, weil wir nicht von dieser (weltlichen) Welt sind, sondern unsere Heimat beim himmlischen Vater haben, eine weltfeindliche, dem Diesseits abgeneigte Position einnehmen. Freilich, das Leben ist auf den Himmel hin angeordnet, dieser ist aber kein Zukünftiger, dass Christentum ist also nicht, wie P. Wallner meint, eine „Hinordnung des Lebens auf die letzte Zukunft“, sondern, der Himmel ist ein Gegenwärtiger. Sich auf diesen gegenwärtigen Himmel hinzuordnen ist die Aufgabe des Christ-Sein in der Welt, diesen Himmel gar auf Erden zu holen. Nicht das Sichzurüsten für eine jenseitige Zukunft, das stete egoistische Sorgen um das eigene Seelenheil, sollen wir. Dies heißt aber eben gerade nicht, sich nicht häuslich in der Welt einzurichten, diese Welt nicht zu genießen, sie zu nehmen, sondern sich stattdessen wohlmöglich in Askese auf die Ewigkeit bei Gott vorzubereiten. Nein, ganz im Gegenteil ist die Welt, wie sie ist, durchaus zu nehmen, dürfen wir uns in ihr auch „beheimatet fühlen“. Die Frage ist vielmehr, wie wir diesen Dingen der Welt begegnen. Ich glaube es ist beides möglich, es sich auf dieser Welt „gemütlich einzurichten“ und zugleich die himmlische Heimat nicht aus den Augen verlieren, denn beides liegt viel näher beieinander als es scheint, wenn wir es richtig anstellen, beides nämlich, Gott und Welt in Einheit ist erst das Gottesreich. Und die Auferstehung vom Tod in das Gottesreich hinein ist ja heute, ist jetzt schon möglich und fordert nicht zwingend den physischen Tod, der uns letztlich dann nur krönend zur Gottesschau erhebt. Wir sollen ja schon auf Erden heilig sein, nicht erst im Himmel. Der Tod, den Christus erlitten hatten ist eben vorallem ein Tod des alten, sündigen Menschen. Mit ihm stirbt auch unser alter Mensch, und wir erstehen als neuer, als christlicher, bestenfalls als Christus selbst wieder auf. Dieser Weg zur Heiligung, wie wir also das Gottesreich hereinholen können, ist, obwohl schon seit jeher von unterschiedlichsten Heiligen begangen und beschrieben, letztlich nur der, dass der Mensch vollkommen „Sohn“ werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betrachten wir noch einmal die Grundthesen von. P. Karl Wallner: Demnach denkt derjenige zu wenig an den Tod, dem es zu gut geht. Dies solle aber die Sehnsucht des Christen sein, die Sehnsucht nach der herrlichen Zukunft bei Gott, letztlich die nach dem Tod. „Der christliche Glaube fordert von uns eine Orientierung hin auf den Tod. Nein, falsch.“, korrigiert P. Wallner. plötzlich „Eine Orientierung hin auf das, was uns durch den Tod hindurch erwartet: das ewige Leben.“ Diese Korrektur ist richtig, aber zugleich verfällt er wieder in das alte Muster. „Wenn es keinen ‚neuen Himmel und keine neue Erde’ gibt, dann müssen wir uns halt billig auf der alten Erde einrichten. Das Christentum ist eine eschatologische Religion, und wenn wir das Letzte aus den Augen verlieren, verdienen wir nicht mehr, den Namen dessen zu tragen, der gesagt hat: ‚Suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben.’ (Mk 6,33; Lk 12,31)“ Grundsätzlich lautet diese These also, das Leben an sich ist sinnlos, wenn es nicht das jenseitige Leben gibt, das für P. Wallner ein Zukünftiges ist, wie an anderer Stelle formuliert. Hier liegt der grundsätzliche Denkfehler, den das Reich Gottes ist nicht ausschließlich zukünftig und wenn die Evangelisten sagen „Suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben.“, dann heißt es, suchet es jetzt, in dieser Welt! Aus dieser Perspektive heraus kann ein Leben, das nicht in die Zukunft gerichtet ist, sondern in der Gegenwart verhaftet bleibt gar nicht sinnlos erscheinen, denn das in der Gegenwart leben ist immer ein mit und in Gott leben, denn „Gott ist ein Gott der Gegenwart.“ (Eckehart). Und alle in die Zukunft gerichteten Hoffnungen, die wir mit Begriffen wie "Himmel" oder "Reich Gottes" beschreiben, sind letztlich Hoffnungen auf den gegenwärtigen, lebendigen Gott, auf den "Ich-bin-da". Im "Himmel" zu leben heißt also nichts anderes, als in der Existenz Gottes zu leben. Und das wiederum heißt, dass wir "nur" an ihn als unseren Vater glauben müssen, ihn "lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft." (Dt. 6,5) Wir alle  glauben viel zu wenig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nochmals muss also gesagt werden: Wenn P. Wallner sagt „Das Christentum ist eine ‚eschatologische’ Religion, [...] Christentum ist Hinordnung des Lebens auf die letzte Zukunft, die Gott uns bereiten will“, dann übersieht er scheinbar, das in der Diskussion um das eschatologische Problem „Eschatologisch“ kein Zeitbegriff sein kann, sondern ein Exitenzbegriff ist. Das „Letzte“, das eschaton heißt, meint dann eben nicht eine letzte Zukunft, sondern eine gegenwärtig mögliche Wirklichkeit, welche „die Letzte“, also Vollkommenste ist. Diese lebendige Wirklichkeit sichtbar zu machen, die Welt, uns selbst also jetzt auf diese Wirklichkeit, auf Gott hinzuordnen, also dass, was wir mit dem Wort "Umkehr" beschreiben, ist unsere Aufgabe und in diesem Maßstab muss Christentum auch als praktizierte Weltveränderung verstanden werden, um den eschatologischen Begriff der "neuen Welt" aufzugreifen. Ob dies gelingen kann ist eine ganz andere Frage, die wiederum am Maßstab der Hoffnung gemessen werden muss, an der Hoffnung auf Gott und sein schon angebrochenes Reich, in der Hoffnung auf Jesus, der uns Gott zeigen kann, weil er es schließlich selbst ist. Man darf aber eine solche praktische Eschatologie nicht falsch verstehen oder gar politisch interpretieren, denn das „Reich Gottes“ ist kein politischer Begriff und die Herbeiführung bzw. Sichtbarmachung dieses Reiches ist kein politischer Prozeß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Verdeutlichung: Möglicherweise besteht noch immer Unklarheit über das Verhältnis von Gegenwart und Zukunft, da doch ganz offenbar die eschatologische Perspektive eine zukünftige ist, da sie doch klar ersichtlich auf eine Gegenwart blickt, aus einem Zustand der noch nicht ist, aber, so unsere Hoffnung, sein wird, und damit doch deutlich ein zukünftiger ist. In Wahrheit dürfen wir in der Eschatologie aber nicht von „Gegenwart“ und „Zukunft“ sprechen, die offensichtlich in einer unüberbrückbaren diastasis stehen, sondern müssen, wenn überhaupt, von einer diastasis von „Mitte“, also unserem Ist-Zustand, dem „Schon“ und „Ende“, also dem eschaton, dem Letzten, dem „Nochnicht“, sprechen. Diese Auseinandersetzung läßt sich aber klammern, wieder zusammenführen, eben gerade wenn wir von „Ende“ sprechen und annehmen, dass dieses Ende garnicht im eigentlichen Sinne in der Zukunft liegt, sondern bereits planmäßig feststeht und somit Teil dieser Welt ist. Denn dieses Eigentliche, das Ende bzw. dessen Prämisse, d.h. die endgültige Erlösung, von ihr können wir nämlich sagen, dass sie schon gekommen ist – in Jesus Christus, durch seinen Tod am Kreuz. (Insofern ist für das Kommen des Gottesreiches dann doch der physische Tod nötig.) „Die Antwort auf die Frage des Reiches ist also der Sohn. In ihm ist schließlich auch die unschließbare Diastase von Schon und Nochnicht geschlossen: In ihm sind Tod und Leben, Vernichtung und Sein zusammengehalten. Das Kreuz ist die Klammer, die die Diastase schließt.“ In dieser letzten, radikalsten „Sohnesgebärde“, nirgend anders, geht das „Reich Gottes“ auf, tritt es in die Welt. Christus hat uns also „in seiner Auferstehung“ „die Sehnsucht nach der herrlichen Zukunft bei Gott“ nicht erst eröffnet, wie P. Wallner meint, sondern in ihm selbst, durch seinen Tod am Kreuz, ist die Gegenwart Gottes in unserer Welt schon angebrochen.&lt;br /&gt;„Suchet zuerst das Reich Gottes“ muss also zugleich heißen, wie oben schon erwähnt, dass der Mensch vollkommen „Sohn“ werde, denn "suchet das Reich Gottes" heißt nichts anderes als suchet Gott, denn er ist da, also euer Vater.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fortsetzung folgt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;(zitierte Quellen: Meister Eckehart: Deutsche Predigten und Traktate., J. Ratzinger: Eschatologie., P. Wallner OCist.: &lt;a href="http://kath.net/detail.php?id=15822"&gt;"In den Himmel will ich kommen"&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-8580511933617524847?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/8580511933617524847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=8580511933617524847&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/8580511933617524847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/8580511933617524847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2007/04/die-letzte-zukunft-ist-schon-gegenwart.html' title='„In den Himmel will ich kommen!“ - Teil I. Die letzte Zukunft ist schon Gegenwart.'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-117628667000014869</id><published>2007-04-11T12:14:00.000+02:00</published><updated>2007-04-11T12:17:50.013+02:00</updated><title type='text'>CHRISTUS RESURREXIT!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/3573/2059/1600/453372/Auferstehung.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/3573/2059/320/699395/Auferstehung.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Frohe Ostern &lt;/span&gt;allen Lesern!&lt;br /&gt;Jetzt geht es hier nach langer Pause wieder weiter.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-117628667000014869?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/117628667000014869/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=117628667000014869&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/117628667000014869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/117628667000014869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2007/04/christus-resurrexit.html' title='CHRISTUS RESURREXIT!'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-117028234431281199</id><published>2007-01-31T23:23:00.000+01:00</published><updated>2007-01-31T23:28:46.226+01:00</updated><title type='text'>Kurz notiert - 31. Januar 2007</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nicht nur um in diesem Monat noch einen Beitrag zu verfassen, sei darauf hingewiesen, dass in meinem Zweitblog &lt;a style="color: rgb(0, 0, 0);" href="http://vadoadpatram.wordpress.com/"&gt;Vado ad Patram&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;, ü&lt;/span&gt;ber den auch ich inzwischen verfüge, ein neuer Beitrag erschienen ist, sondern auch um ein längeres Schweigen zu überbrücken - eine Kreativpause, wenn man so will. Folglich sei auch gleich angekündigt, dass man bemüht ist, die Beitragfrequenz in Zukunft zu erhöhen, womit in den nächsten Tagen, einsetzend mit einer kritischen Auseinandersetzung bezüglich eines Beitrags von Pater Karl Wallner OCist bei kath.net, der mich doch sehr zu einer Antwort reizte, begonnen werden soll.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-117028234431281199?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/117028234431281199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=117028234431281199&amp;isPopup=true' title='9 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/117028234431281199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/117028234431281199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2007/01/kurz-notiert-31-januar-2007.html' title='Kurz notiert - 31. Januar 2007'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>9</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-116558697412534709</id><published>2006-12-08T14:01:00.000+01:00</published><updated>2007-01-11T23:17:04.276+01:00</updated><title type='text'>Macht hoch die Tür, die Tor' macht weit...</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/3573/2059/1600/240593/Verk%3F%3Fndigung%20an%20Maria2-1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/3573/2059/320/511601/Verk%3F%3Fndigung%20an%20Maria2-1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Es ist wahr, tatächlich sitze ich hin und wieder, den Kopf tief geneigt und die Hand die verzweifelten Stirnfalten durchwalkend am offenen Fenster und denke nach, wie es auf meinem Profilbild zu sehen ist. Gerade in besinnlicher Adventzeit ist die Neigung dazu groß. Und so dachte ich über die Ambivalenz eben dieser Zeit nach. Der Advent - eine Zeit die scheinbar zugleich Buß- und Freudenzeit ist. Betrachten wir kurz also die ein Seite, die Freudenzeit. Nicht nur unter Christen, besonders aber meist unter diesen außerordentlich frommen scheint jener Aspekt völlig vergessen. Sicher war der Advent in der Alten Kirche auch eine Buß- und Fastenzeit, was aber vorallem auf die Auslegung des Weihnachtsfestes als endzeitliche Wiederkunft des Herrn zurückgeht. Zuerst ist der Advent aber eben &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;adventus&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;, also &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Ankunft&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt; Gottes unter den Menschen und damit zuerst Anlass für ausgiebige Freude. Wir sollten unseren Geist erheben und jubelnd dem kommenden Christus  entgegengehen! "Denn ich sage euch viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt, zu sehen was ihr seht und haben es nicht gesehen!" (Mt 13,17) Dies ist Anlaß genug, zu erröten wegen der Lauheit und der Härte unseres Herzens, wenn wir nicht in geistlicher Freude den Jahrestag der Geburt Christi erwarten, den wir, so Gott will in den nächsten Tage erleben dürfen. (&lt;/span&gt;&lt;a style="color: rgb(0, 0, 0);" href="http://paxvobis.blogspirit.com/archive/2005/12/11/ja-wir-mussen-uns-freuen-bruder.html"&gt;1&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;) Besonders ist uns sie Freude doch in den O-Antiphonen der letzten Adventwoche überliefert, die stets mit dem Ruf &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Veni&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Komm&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;! enden. Aber natürlich müssen wir uns auch mit der gewissenhaften Vorbereitung auf dieses Kommen auseinandersetzen, die ja nich nur im unbedachten Freudentaumel, ebensowenig wie im zerknirschten Fasten, bestehen kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;br /&gt;Gerade heute heißt es ja dazu auch im Evangelium "Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!" (Mt 3,3). Diese rufende Stimme ist Johannes der Täuder der uns zur Umkehr aufruft, damit wir den Herrn in rechter Weise empfangen. Was heißt denn nun aber Umkehr für uns, die wir doch schon die erlösende Taufe empfangen haben, was heißt es denn für alle jene, die sich stets für gute Christen halten und sich jeder Sünde zu verwehren suchen? Was es für den Sünder und Ungläubigen heißt scheint klar, hier ist es das Schuldbekenntnis, die Buße, ja das rein werden für Christus und letztendlich die Wende des Geistes auf Gott und seine umfassende Liebe hin. Was aber eben für die anderen? Es ist die Erkenntnis, das Öffnen der Augen, gegenüber diesem Ereignis und was es bedeutet. Es ist wie mit dem würdigen Empfang des eucharistischen Brotes. "Der Unwissende nimmt es mehr wie ein tierischer denn als ein geistiger Mensch, weil der Geist nicht davon empfindet und nie empfinden wird. Wenn einem geborenen Blinden ein Brot mit der Aufforderung gereicht würde: Iss dieses Brot und du wirst sehr schön, so würde der Blinde jenen Worten wenig gehör schenken, weil er die Schönheit nicht kennt. Um die Größe des ihm verheißenen Geschenkes einzusehen, müsste man ihm vorher die Augen öffnen." (Nikolaus Cusanus. Bedingungen des würdigen Empfanges des Abendmahls) Erst wenn er also viele Schönheiten gesehen hätte würde er freudig und begierig essen. Ebenso freudig und begirig wollen wir das Kommen des Herrn erwarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was bedeutet also dieses Kommen des Herrn nun? Man müsste uns nur ebenso vorher die Augen öffnen. Um die Bedeutung also zumindest teilweise zu verstehen "müssen wir auf die Person schauen, durch die das Kommen des Herrn Wirklichkeit worden ist: Maria.  Maria gehörte jenem Teil des Volkes Israel an, das zur Zeit Jesu sehnsüchtig auf  das Kommen des Erlösers wartete. Den im Evangelium wiedergegebenen Worten und  Gesten können wir entnehmen, wie sie sich in ihrem Leben wirklich in die Worte  der Propheten versenkte und das Kommen des Herrn mit ihrem ganzen Sein erwartete.  Dennoch konnte sie nicht ahnen, wie dieses Kommen vonstatten gehen sollte.  Vielleicht erwartete sie ein Kommen in Herrlichkeit. Um so überraschender war  für sie der Moment, als der Erzengel Gabriel in ihr Haus eintrat und ihr sagte,  daß der Herr, der Erlöser, in ihr und von ihr Fleisch annehmen und sein Kommen  durch sie verwirklichen wollte. Wir können uns die Befangenheit der Jungfrau gut  vorstellen. Mit einem großen Akt des Glaubens und des Gehorsams sagt Maria 'Ja': 'Ich bin die Magd des Herrn'. So wurde sie zur 'Wohnstatt' des Herrn, zum  wahren 'Tempel' in der Welt und zur 'Tür', durch die der Herr in die Welt  eingetreten ist.  &lt;/div&gt;&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); text-align: justify;"&gt;Wir haben gesagt, daß dieses Kommen einmalig ist: 'das' Kommen des Herrn.  Dennoch gibt es nicht nur das endgültige Kommen am Ende der Zeiten. In einem  gewissen Sinne möchte der Herr durch uns Menschen ständig auf die Erde kommen,  und er klopft an die Tür unseres Herzens: Bist du bereit, mir dein Fleisch,  deine Zeit, dein Leben zu geben? Das ist die Stimme des Herrn, der auch in  unsere Zeit eintreten möchte, er möchte durch uns ins Leben der Menschen  eintreten. Er sucht auch eine lebendige Wohnung, nämlich unser persönliches  Leben. Das ist das Kommen des Herrn, und das wollen wir in der Adventszeit aufs  neue lernen: Der Herr möge auch durch [und in] uns kommen." (&lt;a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2005/documents/hf_ben-xvi_hom_20051126_vespri-avvento_ge.html"&gt;2&lt;/a&gt;) Bereiten wir ihm den Weg.&lt;/p&gt;&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); text-align: justify;"&gt; "Macht hoch die Tür, die Tor' macht weit, Es kommt der Herr der Herrlichkeit!" &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-116558697412534709?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/116558697412534709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=116558697412534709&amp;isPopup=true' title='11 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116558697412534709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116558697412534709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/12/macht-hoch-die-tr-die-tor-macht-weit.html' title='Macht hoch die Tür, die Tor&apos; macht weit...'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>11</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-116535938196377328</id><published>2006-12-05T21:46:00.000+01:00</published><updated>2006-12-05T23:58:27.606+01:00</updated><title type='text'>"...seien sie versichert, daß ich gewis Religion habe" - Zum Ende des Mozartjahres</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/3573/2059/1600/998411/Mozart.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/3573/2059/200/627986/Mozart.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Um 0:55 am 5. Dezember 1791 stirbt vor 215 Jahren im Pfarrgebiet von St. Stephan Wolfgang Amadeus Mozart. Die "Aussegnung" erfolgte im Stephansdom, danach wurde die sterbliche Hülle des Komponisten auf den St. Marxer Friedhof überführt. Rund um Mozarts Todestag sind zahlreiche Aufführungen seines Requiems zu erleben. So endete die Aufführung im Stephansdom in der Todesminute Mozarts. In der Michaelerkirche, wo am 10. Dezember 1791 das Requiem erstmals erklang, war es heute zur Seelenmesse zu hören, die feierlich von jener aus dem Jahr 1525 stammenden Glocke eingeläutet wurden, die auch am 10. Dezember 1791 erklungen war. Die Glocke wurde vor kurzem restauriert und am 18. November neu geweiht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Beide "Veranstaltungen" wurden im Rahmen des Projekts „Mozart Sakral", das zum "Mozartjahres 2006" gehört dargebracht. Erstmals ist innerhalb eines Jahres Mozarts gesamtes kirchenmusikalisches Werk gespielt worden, welches in enger Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Wien zusammengestellt und organisiert wurde. Der Glaube nahm in Mozarts Leben stets einen wichtigen Stellenwert ein, obwohl er Freimaurer war. „&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Übrigens seien sie versichert, daß ich gewis Religion habe&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;", schrieb er am 13. Juni 1781 an seinen Vater Leopold. Von Mozarts Gattin Constanze weiß man aus einem erhaltenen Brief, dass sein Lieblingsinstrument die Orgel war. Mozarts Zeitgenossen schätzten ihn vorwiegend als Kirchenmusiker. Auch war „Kirchenmusiker" der Beruf, den Mozart am längsten als seinen angegeben hat. „Komponist" galt in der damaligen Zeit nämlich nicht als Beruf. Und es gibt auch keine musikalische Gattung, für die Mozart mehr komponiert hätte als für die Kirchenmusik.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Von der Motette „God is our refuge" über die großen Messen bis zum Requiem reicht die Spannbreite der Kirchenmusik Mozarts. Insgesamt hält die Mozart-Forschung bei 74 Musikwerken. Neben den Werken Mozarts berücksichtigte die Programmierung auch relevante Werke von Vorbildern und Zeitgenossen Mozarts im Bereich der Kirchenmusik. Neben Antonio Salieri und Joseph Haydn wurde auch an dem heute leider vergessenen Mozart-Vorbild Michael Haydn gedacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;"&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Da der Tod (genau zu nemmen) der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren, besten Freund des Menschen so bekannt gemacht, dass sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes! Und ich danke meinem Gott, dass er mir das Glück gegönnt, mir die Gelegenheit (sie verstehen mich) zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, dass ich vielleicht (so jung als ich bin) den andern Tag nicht mehr seyn werde - und es doch kein Mensch von allen, die mich kennen, sagn können, dass ich im Umgange mürrisch oder traurig wäre. - Und für diese Glückseligkeit danke ich alle Tage meinem Schöpfer und wünsche sie vom Herzen jedem meiner Mitmenschen.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-size:78%;" &gt;W.A. Mozart in einem Brief an seinen Vater, Wien, 4. April 1787&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-116535938196377328?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/116535938196377328/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=116535938196377328&amp;isPopup=true' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116535938196377328'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116535938196377328'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/12/seien-sie-versichert-da-ich-gewis.html' title='&quot;...seien sie versichert, daß ich gewis Religion habe&quot; - Zum Ende des Mozartjahres'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-116524388111914891</id><published>2006-12-04T15:43:00.000+01:00</published><updated>2007-04-17T10:18:53.614+02:00</updated><title type='text'>Von der Vernunft und der Erkenntnis durch Nichtwissen als Friedenstifter</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/3573/2059/1600/666364/Friedenstaube.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/3573/2059/200/701019/Friedenstaube.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Auch wenn nun allmählich im öffentlichen Bewusstsein anzukommen scheint, was ohnehin von vornherein klar war, Papst Benedikt XVI. aber erst wieder bestätigten musste, nämlich das seine Reise in die Türkei "keine politische sondern eine pastorale Reise" wart, wird die Diskussion um die sog. "Regensburger Rede" und um das Verhältnis von Glaube und Vernunft nicht zu den Akten gelegt. Gerade in den Medien sieht man sich außer Stande diese Reise nicht als unmittelbare Reaktion und Weiterführung dieser Auseinandersetzung wahrzunehmen. Es wird gerade so getan, als sei die Erörterung dieses Verhältnisses ein Neues, erst mit dem, inzwischen zerredeten "Clash of Civilizations" aufgetaucht. Aber dem ist nicht so. Nicht erst seit der Aufklärung, erst recht nicht seit Johannes Pauls II. Enzyklika "Fides et Ratio" und schon gar nicht erst seit der "Regensburger Rede" bilden Glaube und Vernunft eine thematische Einheit. Wenn nun "entdeckt" wird, dass das Christentum eine "Vernunftreligion" ist, wenn nun wiedergefunden wird, das schon für den Gelehrten Jospeh Ratzinger Glaube und Vernunft "von innen her" zusammen gehören, dann sei gesagt, das diese Einheit schon immer zum unmittelbaren Selbstverständnis des Christentums gehört, das sie der Theo-Logie mit Christus, dem LOGOS, zwingend innewohnend und Fundament dessen ist. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Und das diese Thematik von Glaube und Vernunft auch schon immer zutiefst mit dem Frieden zwischen den Religionen zu tun hat, zeigt uns Nicolaus Cusanus (1401-1464), an den an dieser Stelle erinnert sei. Der Kardinal, Jurist, Politiker, Astronom, Philosoph, Theologe - kurz der Universalgelehrte und Heilige des 15. Jahrhunderts schrieb 1453 unter dem Eindruck des Falls von Konstantinopel in seiner beachtlichen und höchst aktuellen Schrift "Über den Frieden oder die Übereinstimmung unter den Religionen" abschließend folgendes: "So wurde denn nun im &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Himmel der Vernunft&lt;/span&gt; die Eintracht der Religionen beschlossen." Cusanus entwarf hier einen fiktiven Dialog der Religionen, in dem Vertreter aus verschiedenen Nationen und Religionen disputieren und feststellen, das jedem Volk von Gott eigene Lehrer und Propheten gesandt wurden und das, vergleiche man alle Religionen "alle Verschiedenheit mehr im Ritus als in der Verehrung des einen Gottes gelegen sei". (Es sei erwähnt, das Nikolaus auch eine "Kritik des Alchoran" [d.i. Koran] schrieb). Durchaus kann man Cusanus hier Häresie vorwerfen, was man auch tat, verkennt dabei aber, dass er sich in der Tiefe seiner Gedanken an die besten Scholastiker des Mittelalters anreiht, sie gar in Hinsicht auf die neuere Philosophie noch übertrifft (und so den Weg für Kants Vernunftkritik bereitet).&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"&gt;Die Vernunft soll selbst ihr eigener Schüler sein. Die Vernunft wird als intellectuale Reflexionsstruktur der bloß empirischen Verstandeserkenntnis entgegengesetzt. Dieser Unterschied zwischen Verstand und Vernunft, zwischen empirischer Rationalität und reflektierter Spekulation findet sich eben schon bei Cusanus als Dialektik angelegt, nämlich dann, wenn die jeweils höhere Stufe des Geistes aus der jeweils niedrigeren Stufe hervorgeht. Cusanus formuliert hier eine "Kritik des reinen Verstandes", die eine "Kritik der reinen Sensualität" ist. Danach ist natürlich klar, dass sich der Wahrheitsanspruch  im Vollzug des geistigen Ab- und Aufstieges verändert, da via reflexionis auch die Fragestellungen nicht die gleichen bleiben. Das heißt auf der Ebene der "sensationes" liegen keine Unterschiede vor, alles erscheint gleich war, da sich hier die Frage nach der Wahrheit nicht stellt. Auf der Ebene des Verstandes gelangt man allerdings via negationes zu entweder wahren oder falschen Urteilen und so auch zu einem rationalen Wahrheitsbegriff (in Form logischer Richtigkeit). Die Frage nach dem Wahrheitsmodell stellt sich erst auf der Ebene der Vernunft. Auf dieser Stufe der Reflexion wird die rational konstruierte Unterscheidung aus wahr und falsch hinfällig. Die höchste Stufe ist dann die für den Geist unerreichbare visio dei, da sich hier die Wahrheitsfrage nicht stellt. Diese "präzise Wahrheit bleibt unerfaßbar". Es bleiben Verstand und Vernunft, das eine in der empirischen Wissenschaft, das andere in der Philosophie, von der visio dei zum Transzendenten angeregt. Die Vernunft gelangt schließlich zu einem Wahrheitsbegriff durch "falsche" wenn auch zweckmäßige Urteile. Das Denken stellt für Cusanus ein in sich widersprüchliches Geschehen dar. Indem es belehrt, führt es zur Unwissenheit, aber zur belehrten Unwissenheit der docta ignorantia - zur Wissenschaft des Nichtwissens. Es ergibt sich, "dass die präzise Wahrheit in der Finsternis unseres Nichtwissens in unfassbare Weise leuchtet und das ist die Wissenschaft des Nichtwissens [...], durch die wir allein dem größten, dreieinigen Gott von unendlicher Güte auf den Stufen dieser Wissenschaft uns nahen können, um ihn aus allen Kräften ewig dafür zu loben, dass er selbst sich uns als unbegreiflich zu erkennen gibt." In diesem Sinne ist es jedem vernunftbegabten Menschen die Gotteserkenntnis möglich, ohne konkret fassbar zu sein. Hier liegt die Übereinstimmung in den Religionen und hier liegt auch der Frieden, so erkannte bereits Nikoluas Cusanus vor über 500 Jahren. Bis heute hat er nichts an seiner Aktualität verloren.&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;(zitiert nach Nicolaus Cusanus: Philosophische und theologische Schriften, 2005)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-116524388111914891?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/116524388111914891/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=116524388111914891&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116524388111914891'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116524388111914891'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/12/von-der-vernunft-und-der-erkenntnis.html' title='Von der Vernunft und der Erkenntnis durch Nichtwissen als Friedenstifter'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-116440750761591627</id><published>2006-11-24T23:27:00.000+01:00</published><updated>2006-11-25T00:12:57.180+01:00</updated><title type='text'>Verdichtetes Leben</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Die Psalmen sind wie das Leben. Sie führen aus einem Tal der Tränen hin zum universalen Lobpreis Gottes. Und zugleich sind sie eine Schule des Betens. Wie immer sich unser Beten im Leben verändert, immer finden wir uns auf einer Stufen zwischen dem ersten und letzten Psalm wieder, beginnen wir klein nur mit einem Bitten, um Hilfe in Bedrängnis enden wir am Ende eines erfüllten Lebens im jauchzendem Lobpreis.&lt;/div&gt;&lt;div style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify; color: rgb(0, 0, 0);"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify; color: rgb(0, 0, 0);"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;"Schon oft habe ich gedacht: Wenn ich je ins Gefängnis kommen, wenn ich je Hunger, Schmerz, Folter oder Demütigung erleiden sollte, dann hoffe und bete ich, dass man mir die Psalmen läßt. Die Psalmen werden meinen Geist lebendig halten, die Psalmen werden mir Kraft geben, andere zu trösten, die Psalmen werden sich als die stärkste, ja revolutionäre Waffe gegen die Bedrücker und Peiniger erweisen. Wie glücklich sind jene, die keine Bücher mehr brauchen, sondern die Psalmen im Herzen tragen, wo immer sie gehen und stehen. Vielleicht sollte ich damit anfangen, die Psalmen auswendig zu lernen, damit sie mir niemand mehr wegnehmen kann." (erkannte Henri J.K. Nouwen, als er sich einige Monate in ein Trappistenkloster zurückzog).&lt;br /&gt;Psalmen beten ist ein großes Wunder.&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; color: rgb(0, 0, 0);"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Wer den Psalm zu &lt;span style="font-style: italic;"&gt;seinem &lt;/span&gt;Gebet macht, hofft auf das Wunder, das der 18. Psalm in einem Bild so wunderschön zusammenfasst: "Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen" (Ps 18,30). Der Gott der Psalmen gibt mir die Kraft Mauern, Ängste, Feindschaften zu überwinden, aber nicht mit Gewalt, mit den Kopf durch die Wand, nein, sondern mit dem Gott der Güte und Gerechtgikeit geschieht mir das Wunder, dass das Böse mich nicht mehr einengen und abschrecken kann. Mit meinem Gott packe ich an, wovor ich, auf mich allein gestellt, zurückweichen würde. Mit Gott gelingt das Wunder des Exodus.&lt;br /&gt;Wer in seinen Ängsten und Nöten nach den Psalmen greift, wird von seiner Einsamkeit, Lebensangst oder Selbstbezogenheit befreit. Nicht nur, weil man sich selbst zurück nimmt, in dem man Gebete rezitiert, die andere vor uns schon gebetet haben, sondern weil man sich so in seinen Dunklen Qualen und Gefahren dem menschenfreundlichen Gott entgegenstreckt.&lt;/p&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-116440750761591627?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/116440750761591627/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=116440750761591627&amp;isPopup=true' title='8 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116440750761591627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116440750761591627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/11/verdichtetes-leben.html' title='Verdichtetes Leben'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>8</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-116438271644013855</id><published>2006-11-24T16:32:00.000+01:00</published><updated>2006-11-24T23:54:55.326+01:00</updated><title type='text'>Wohin soll ich mich wenden?</title><content type='html'>&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Wie könnte ich noch ein Wort verlieren ob solcher Qualen der inneren Zerissenheit die mein Leben durchschreitet. Wie könnte ich noch ein Wort verlieren kraft solcher &lt;a href="http://confinii.blogspot.com/2006/11/unruhe.html"&gt;Worte&lt;/a&gt;, die ja sagen, was ich meine. Mir entgleitet der Boden unter den Füßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ziel ist bekannt, der grauen Unerträglichkeit und angestrengten Banalität des vorfindbaren Alltagslebens zu entrinnen, vielmehr der Aufstand gegen die Banalität eines unerträglich werdenden flachen, eindimensionalen Lebens. Doch der Weg ist uneins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ganze Dasein ist stets durchzuckt von „désir“, purer und maßloser Sehnsucht, durch Raum und Zeit nicht begrenzt, alle Bereich des Lebens durchdringend. Mit diesem einzigen Wort fast Lacan den ganzen Menschen. Nur staunend macht mich diese Deutlichkeit. GOTT ist es, der das geheimnisvolle Ziel unserer/meiner Lebenssehnsucht ist und je mehr ich mein Leben "bete", bete ich es hin zu Gott. "Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in Dir." (Augustinus.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß um die konkreten Wege zu Befriedung meiner Sehnsucht, doch mit ihnen gehen zugleich „manque“ einher: Mangel, Entbehrungen. Wohin soll ich mich also wenden?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gott, mein Gott bist du, ich suche dich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Es dürstet nach dir meine Seele.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Es schmachtet nach dir mein Leib,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;im Land der Dürre, des Ermattens, ohne Wasser.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Ps 63)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;"&gt;Dein Angesicht, IHWH, suche ich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;"&gt;Verbirg dein Angesicht nicht vor mir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;"&gt;Dein Angesicht zu schauen ist mein Glück.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-size:78%;" &gt;(Ps 27)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-116438271644013855?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/116438271644013855/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=116438271644013855&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116438271644013855'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116438271644013855'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/11/wohin-soll-ich-mich-wenden.html' title='Wohin soll ich mich wenden?'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-116396515283549732</id><published>2006-11-19T20:31:00.000+01:00</published><updated>2006-11-19T20:44:08.156+01:00</updated><title type='text'>Wie Gott die Menschen lieben - Hl. Elisabeth</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/elisabeth.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/elisabeth.0.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Aus dem gemeinsamen Hirtenbrief der Bischöfe Heinz Josef Algermissen (Bistum Fulda) und Joachim Wanke (Bistum Erfurt) zum &lt;a href="http://www.heilige-elisabeth-von-thueringen.de/"&gt;Elisabethjahr 2007&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;:&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;"Was an der Hl. Elisabeth bis heute fasziniert, ist die ungewöhnliche Perspektive, mit der sie auf die Menschen schaut. Sie durchbrach in ihrem Denken, Urteilen und Verhalten Standesschranken ihrer Zeit. Sie schaute gleichsam mit den Augen Gottes auf die ihr anvertrauten Menschen.&lt;br /&gt;Beim Sehen kommt es in der Tat auf die Perspektive an. Die Hl. Elisabeth war eine Frau mit einer ungewöhnlichen Perspektive. Sie war vom Evangelium angerührt, von der Botschaft Jesu vom Gottesreich, das in seiner Person schon jetzt unter uns angefangen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer dem Evangelium traut, sieht manche Dinge anders. Er fängt z.B. an, in den Armen nicht nur ein soziales Problem zu sehen, sondern den gegenwärtigen Christus, wie uns der Herr selbst aufklärt. Denken wir an das große Gleichnis vom Endgericht (Mt 25, 31-46), dessen Pointe darin besteht, dass man in den Kleinen und Geringen – bewusst oder unbewusst – Christus dient.&lt;br /&gt;Jesu Zuwendung zu den Kranken und Armen bezeugt nicht allein gesellschaftskritische Sensibilität. Sie ist ein direkter Ausfluss seiner Sicht Gottes. Vor Gott sind die Armen groß. Armut ist nicht zuerst ein sozialer Zustand, sondern eine Lebenshaltung. In denen, die bereit sind, alles von Gott zu empfangen, erkennt sich Jesus wieder. Solche Menschen sind Geist von seinem Geist, sie sind die „Anbeter im Geist und in der Wahrheit“, wie das Johannesevangelium sagt (vgl. Joh 4,23).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus hat uns Gott neu sehen gelehrt. Jesu Leben, sein Verkünden und sein Handeln bezeugen, wie sehr er sich dem Vater im Himmel verdankt weiß. Er will uns anstiften, die „kostbare Perle“, den „reichen Schatz“ (vgl. Mt 13, 44-46) zu entdecken, um dessentwillen es sich lohnt, alles hinzugeben. Das Reich Gottes, als dessen Verkünder er sich versteht, ist ja letztlich Gott selbst, seine gnädige Herrschaft, sein Erbarmen, das die Sünde und den Tod als Herrschaftsmächte abgelöst hat. Wer sich als Reich-Gottes-Anwärter weiß, gewinnt einen neuen Horizont, schaut auf die Welt aus einer neuen Perspektive. Er taucht gleichsam in Jesu Lebensart ein und fängt an, die vielen Dinge „loszulassen“, die das Herz besetzen und den Lebenshorizont eng machen. Er weigert sich, alles nur noch unter dem Aspekt käuflicher Ware wahrzunehmen. Er gewinnt eine neue Weite, die ungläubige Zeitgenossen immer wieder zum Staunen bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser überraschenden Weite besteht das Geheimnis der Heiligen. Es geht bei Elisabeth nicht vorrangig um Nächstenliebe als Nächstenliebe. Natürlich geht es auch darum. Wir können so sagen: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nächstenliebe ohne Nachfolge Jesu ist eine Tugend. Nächstenliebe um Jesu willen und in seiner Nachahmung ist – Gottesverehrung.&lt;/span&gt; Das Handeln des Glaubenden wird dann zu einer Antwort, die nicht allein den Bedürftigen als solchen im Blick hat, sondern in ihm Gott selbst, dem unsere Lebenshingabe gilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elisabeth ist nur zu verstehen, wenn man ihre Christusfrömmigkeit als Quellgrund ihrer Menschenfreundlichkeit zu würdigen weiß. Die Entschiedenheit, mit der Elisabeth den Weg der Christusnachfolge ernst nahm, ist eine deutliche Anfrage an das Christentum und die Gesellschaft heute. Elisabeth hat Christus in den Armen in einem umfassenden Sinn dienen wollen. Das Christentum verliert seine „salzende“ Kraft, wenn es Nächstenliebe nicht mehr so zu motivieren weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darum gilt von den Heiligen aller Generationen das Jesuswort: „Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht!“ (Lk 10, 23). Die Heiligen sehen in der Tat alle Wirklichkeit mit neuen Augen. Sie stellen alle Dinge in einen neuen, eben einen österlichen Horizont.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für uns Christen wird die Wirklichkeit nicht verzaubert. Die Realitäten behalten ihre Widerständigkeit. Wir werden als Christen nicht dem Leid und dem Schmerz enthoben. Uns werden auch keine heroischen Tugendkräfte verliehen, die uns zu Helden einer besonderen, herausragenden Moralität machen. Man könnte sagen: Wir Christen sind nicht besser (als andere), aber wir haben es besser!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was uns Christen geschenkt ist, ist diese „Beleuchtung“ aller Wirklichkeit, die vom Osterlicht her kommt. Vielleicht erklärt das die tiefe Freude der Hl. Elisabeth, die Zeitgenossen von ihr bezeugen. Sie hat diese Freude zu ihrem Lebensprogramm gemacht, wie ihr Wort offenbart: „Wir sollen die Menschen froh machen!“ Selbst in Leid und Trauer ist diese Freude nicht von ihr gewichen. Hier erfährt sich jemand in einer Liebe geborgen, die unerschütterlich ist, nicht aufzuheben durch irdische „Todeszeichen“. Den Tod vor Augen sagte sie: „Ich habe einen kleinen Vogel singen gehört. Da muss auch ich singen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Botschaft des anbrechenden Elisabeth-Gedenkjahres, die wir offenen Herzens hören und aufnehmen sollen, heißt: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wer selbstlos liebt, berührt Gott, wird mit ihm „eines Sinnes“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das bedeutet zum einen etwas sehr Tröstliches: Es gibt auch heute über die aktiven Kirchenmitglieder hinaus viele „Gottesfürchtige“. So manche Menschen in unseren Ländern Thüringen und Hessen, die mit Kirche nichts oder nichts mehr anfangen können, sind dennoch Gott nahe –  eben, weil sie in der Art der Hl. Elisabeth und ihres Verhaltens an manchen Stellen ihres persönlichen und beruflichen Lebens Menschen selbstlos dienen, und darin unbewusst Christus ähnlich werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum anderen: Unser eigener Gottesglaube braucht die Konkretion der „Fußwaschung“ am Mitmenschen. Jeder hat dazu allerlei Gelegenheiten. Besonders wichtig sind jene Dienste, die sich nicht weltlich auszahlen. Es muss in unserem Leben Handlungsweisen geben, die im Sinne der Welt „töricht“ sind, sich nur vom Osterlicht her erklären lassen. Ein Christ, der in diesem Sinne noch nichts Befremdliches getan hat, muss sich fragen lassen, ob er überhaupt auf dem Weg Jesu Christi geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gedenken an Elisabeth soll uns veranlassen, mit ihren Augen auf unsere Zeit und ihre Nöte zu schauen. In Kurzform: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die beste Form des Gedenkens an die Hl. Elisabeth ist das genaue Hinschauen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Unsere Zeit hat andere Nöte und Herausforderungen als jene des mittelalterlichen Feudalstaates, in dem Elisabeth zur Hocharistokratie gehörte. Was Elisabeth von ihren Standesgenossen unterschied, war ihre Bereitschaft, angesichts des Elends ihrer Zeit nicht wegzuschauen. Um genau dieses Anliegen wird es uns auch im Gedenkjahr 2007 gehen: Hinschauen, möglichst genau und konkret. Es gilt, die Nöte unserer Zeit beim Namen zu nennen. Dazu wollen wir uns sensibilisieren lassen, in den Pfarrgemeinden, in unseren katholischen Verbänden und Gemeinschaften, aber auch in der Öffentlichkeit und nicht zuletzt in der Beurteilung politischer Sachverhalte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Aus dem Hinschauen soll und muss ein Handeln werden.&lt;/span&gt; &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/elisabethfahne_220.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 131px; height: 317px;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/elisabethfahne_220.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das kann in vielen Fällen nur zeichenhaft und beispielhaft sein, aber es wird nicht ohne Wirkung bleiben. Unsere Gesellschaft braucht mehr als Gerechtigkeit, so notwendig diese auch ist. Auf dem Fundament der Gerechtigkeit braucht unser gesellschaftliches Haus auch Barmherzigkeit und Solidarität für jene, die allein nicht mit dem Leben zurechtkommen. Gerade im Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen gilt es, der gesellschaftlich anzutreffenden Kälte zu widerstehen und Räume zu bewahren und auszubauen, in denen der Mensch Zuwendung und Wärme empfangen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elisabeth hat bekanntlich nicht Wert gelegt auf weltlichen Beifall für ihr Verhalten. Sie hat sich angeschaut gewusst. Nicht nur allgemein von den Menschen, sondern konkret in den Bedürftigen ihrer Zeit hat sie sich von Gott selbst fragend und bittend angeschaut gewusst. Ob das nicht das Geheimnis der Heiligen überhaupt ist? Sie wussten sich je „angeschaut“ vom Himmel her. Wenn wir die Heiligen ehren, ehren wir nicht nur tugendhafte Menschen, sondern rühmen die dynamische Kraft Gottes, die Biographien verwandeln kann. Darum ist die Verehrung der Heiligen für uns katholische Christen ein Lobpreis der Gnade Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fulda und Erfurt, am 19. November 2006, dem Festtag der Hl. Elisabeth&lt;br /&gt;+ Heinz Josef Algermissen,                                     + Joachim Wanke"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-116396515283549732?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/116396515283549732/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=116396515283549732&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116396515283549732'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/116396515283549732'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/11/wie-gott-die-menschen-lieben-hl.html' title='Wie Gott die Menschen lieben - Hl. Elisabeth'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-115965935070122841</id><published>2006-10-01T01:19:00.001+02:00</published><updated>2006-10-01T02:42:34.013+02:00</updated><title type='text'>Ein Bild (vom Bild) vom Papst</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kaum aus dem Urlaub zurück machte ich mich sogleich auf den Weg nach Regensburg, obwohl ich von meinem Urlaub zweifelsohne einen Zweit-Urlaub nötig gehabt hätte. Das mein Regensburgsaufenthalt während des Papstbesuches aber kein "Zuckerschlecken" werden würde war selbstverständlich. Abgesehen davon, dass Regensburg immer eine Reise wert ist, war natürlich auch die "Botschaft des Papstes in und an&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;seiner Heimat" mein Hauptinteresse. Im nachhinein darf aber in Frage gestellt werden, ob dies wirklich das Hauptinteresse aller Anwesenden war, denn dieses schien eher darin zuliegen, ein Bild vom Papst zu bekommen.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Bild%20vom%20Bild.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/Bild%20vom%20Bild.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; In dieser Situation, in der man vom größten Spektakel der deutschen Mediengeschichte umzingelt war, wurde mir bewusst, wie ausnehmend wichtig es ist, einem solches Ereignis in der richtigen geistigen Verfassung zu begegnen - nämlich im Gebet. Die Gefahr in einen "Starrummel" zu geraten schien mir groß. Wie ein Strudel zog der Papst Massen an, die ihm seine Handykameras und DigiCams entgegenstreckten. Blitzschnell verstrich der (h)eilige Augenblick und wieder sah man nur ein Bild vom Papst, weil man doch die ganze Zeit auf sein Display starren musste, um den Papst auch ja im Bild zu haben. Es scheint, als sei nur echt, was man als Bild festgehalten hat - nur das Bild der Realität ist die Realität. Wie das Bild aussieht und welche Wirkung es hat entscheidet derjenige, der das Bild macht (wie wir gerade nach "Regensburg" feststellen durften). Ich habe es schließlich als äußerst bereichend erlebt sich gerade dann zum Gebet vor dem Allerheiligsten zurückzuziehen, wenn der Papst doch in Griffweite vorbeifuhr. Abstand gewinnen, klaren Kopf behalten. Nicht um jeden Preis muss ich dem Papst die Hand schütteln, eine gesunde Distanz zu diesem Menschen und zur Euphorie um ihn, hätte sicher jedem besser getan, auch dem Heiligen Vater selbst. So aber wurde er auf Schritt und Tritt, ja belästigt muss man fast sagen und alles schien für das Fernsehen von sensationslüsternen Interesse zu sein. "Die Stunden der Besinnung sind auf dem Bildschirm rar. Stattdessen wird meist besinnungslos zerredet, was sich von selbst erklärt. 'Jetzt schüttelt der Papst Hände', meinte Peter Mezger im BR immer wieder sagen zu müssen.", berichtet die SZ treffend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese war es im übrigen auch, die am Tag nach der, inzwischen berühmtgewordenen "Regensburger-Rede" den entsprechenden "Kaiser-Passus" nicht als besonders skandalträchtig erwähnenswert fand, sondern einen sehr viel intelligenteren Artikel veröffentlichte. Er stellt fest, dass das Gesagte "eine der besten und klarsten Zusammenfassungen dessen sein [dürfte], was der Gelehrte Joseph Ratzinger zum Verhältnis von Glaube und Vernunft gesagt hat - ein Thema, da ihn schon als Professor beschäftigte." Die zentrale Botschaft ist: "Gott ist Vernunft"! Und folglich geht es nicht ohne ihn, denn was setzten wir an den Anfang, "die schöpferische Vernunft oder das Unvernünftige, das vernunftlos sonderbarerweise einen geordneten Kosmos hervorbringt." Ähnliches konnte man von Joseph Ratzinger schon im Jahr 2000 hören, das er nun wiederholt und weiter ausgeführt hat, nämlich "dass die Welt in einem sehr komplizierten Evolutionsprozess entstanden ist, dass sie aber im tiefsten eben doch aus dem Logos entstanden ist. Sie trägt insofern Vernunft in sich." Dieser Logos ist, gemäß dem Beginn des Johannes-Evangeliums, Gott: "Am Anfang was das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." Genau diese Essenz nahm Benedikt XVI. in seiner Regensburger Vorlesung auf und erläuterte bzw. konkretisierte sie, indem er betonte: "Nicht vernunftgemäß handeln ist dem Wesen Gottes zuwider.", eben weil Gott Vernunft ist. Folglich kann "der christliche Glaube erkannt werden, und die Erkenntnis wiederum hat eine Wurzel im Glauben." Daher seien Glaube und Vernunft niemals getrennt zu betrachten, eine Vernunft ohne Glauben wäre eine "Selbstbeschränkung der Vernunft". Wenn eine solche Selbstbeschränkung sich durchsetzte, wie es den Anschein hat, insbesondere auch in der Theologie, die sich zunehmend als reine Wissenschaft begreife, dann "bleibe vom Christentum nur ein armseliges Fragmentstück übrig [...] das die eigentlich menschlichen Fragen [...] ins Subjektive verlegt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier greift der Papst das Motiv der "Diktatur des Relativismus" aus der Predigt vor seiner Wahl wieder auf. Wird die Religion ins Subjektive, ins beliebig kombinierbare abgeschoben untergräbt sie nicht nur das Gemeinwesen, sondern auch das eigentliche Sein. Eine solche "Selbstkritik der Vernunft" bedeute aber nicht, das man nun "hinter die Aufklärung zurückgehen" muss, "aber nur, wenn 'Vernunft und Glaube auf neue Weise zueinander finden, können sich der Vernunft ihre ganze Weite wieder öffnen'. [...] Ein Text der tief in die Gedankenwelt Joseph Ratzingers hineinführt, einschließlich der Frage, die seine Thesen offen lassen: Welcher Art ist der Glaube, der aufs Neue mit der Vernunft zusammenleben soll - ein festgefügter oder einer, der Dialog - und Diskussionsprozesse kennt?"&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;  &lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ein&lt;/span&gt; Bild (vom Bild) vom Papst!&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/%28h%29eilig.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/%28h%29eilig.0.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-115965935070122841?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/115965935070122841/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=115965935070122841&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115965935070122841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115965935070122841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/10/ein-bild-vom-bild-vom-papst_01.html' title='Ein Bild (vom Bild) vom Papst'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-115462745245442217</id><published>2006-08-03T19:47:00.000+02:00</published><updated>2006-10-01T01:17:50.543+02:00</updated><title type='text'>Immortalitas IV – Die Wiederkehr der Religion oder Antworten auf eine „Kultur der Hinrichtung“</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;p class="MsoBodyText2" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Die destruktive Antwort:&lt;br /&gt;Die verbreitete angestrengte und angstbesetzte Art, maßlose Sehnsucht in mäßiger Zeit zu stillen, scheint immer mehr Menschen zu vielfältigen Formen der Flucht zu bewegen. Escapismus ist der wissenschaftlich Fachausdruck dafür. Das Ziel ist dabei immer das Gleiche: der grauen Unerträglichkeit und angestrengten Banalität des vorfindbaren Alltagslebens zu entrinnen. &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Schon vor Jahrzehnten schrieb der Psychotherapeut Rudolf Affemann unter dem Titel „Krank an der Gesellschaft“ eine knappe Analyse, in der er die Fluchtmöglichkeiten aufzählte: &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt; text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;• Ein Fluchtweg führt in das gespielte Leben, in das Schauspiel, das einen einfängt, in Filmen, im Fernsehen, in Traumschiff oder Schwarzwaldklinik. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt; text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;• Möglich ist es aber auch, das Alltagsleben einfach abzublenden. Dazu helfen Alkohol, noch mehr die Flucht in das erlebnisdichte Paradies der Drogen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt; text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;• Andere werden psychosomatisch krank. Das ist eine der gesellschaftlich am meisten honorierten und auch akzeptierten Formen der Flucht &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt; text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;• Auch der Weg in manch eine Sekte fällt unter die Fluchten. Sekten so besehen sind Sonderwelten, alternativ zur bestehenden Welt, mit strengen Ordnungen und &lt;span style="font-size:100%;"&gt;Autoritäten, die es den Mitgliedern gestattet, die angesichts der enormen Unübersichtlichkeit des Lebens die lästig werdende Last der riskanten Freiheit los&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: normal; font-variant: normal; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;font-size:100%;" &gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;zu werden.&lt;/span&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt; text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;• Schließlich gehört auch der Selbstmord zu diesen Formen der Flucht aus der grauen Unerträglichkeit. Der Wiener Psychotherapeut Erwin Ringel beschreibt den Weg in den Selbstmord als ein immer enger Werden der erfahrenen Lebenswelt. Enge und Angst spielen ineinander. Der Selbstmord ist dann der letzte rettenden Sprung in eine neue Weite. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText2" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Sollten jene Recht haben, welche unserer modernen Kultur eine Art „präsuizidales Syndrom“ zueignen: Weil es eben eine pur diesseitige Welt ist, mit neunzig oder etwas mehr Lebensjahren – eine Zeitspanne und ein Lebensraum, indem allein Leben stattzufinden scheint? &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText2" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Die kreative Antwort:&lt;br /&gt;Es gibt neben der Flucht auch den Aufstand. Dieser hat inzwischen auch in der Forschung einen Namen bekommen und heißt „Respiritualisierung“ oder auch „Wiederkehr der Religion“. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText2" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Es ist ein Aufstand gegen die Banalität eines unerträglich werdenden flachen, eindimensionalen Lebens. Es ist der Aufstand gegen das ständige Kleingemachtwerden, die vielen alltäglichen abwertenden Hinrichtungen. Dazu kommt, dass Menschen aufbegehren gegen den subtilen Zugriff des Menschen auf den Menschen. Da schreiben High-tech-Mediziner vor, was ein gesunder Mensch ist und setzen die gesamte Technokratie ein, um die Schöpfung neu zu designen. Modernes Wirtschaften wiederum verfolgt das Wachsen der shareholder values, ohne Rücksicht auf die am Wirtschaften beteiligten Menschen. Die moderne Verwaltung wiederum vermag den Menschen über Microchips bis in seine genetischen Strukturen screenen und sein alltägliches Leben bis in die letzten Winkeln aushorchen und verfolgen. Was ist der Mensch? Klonbare Biomasse, ein genetisch zu verbessernder Zellhaufen? Weniger Wert als das Kapital? Ein verplanbarer Fall? Respiritualisierung kann der Protest gegen solche Erniedrigungen und Verwertungen des Menschen sein. &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Damit stehen wir schon vor einer Schlüsselfrage, in der die Forschung noch kaum ausreichende Erkenntnisse besitzt. Immerhin gibt es brauchbare Anhaltspunkte. Es ist die Frage, was sich da im Zuge der Respiritualisierung ereignet? Es geht um eine Phänomenologie dieser neuen Spiritualitäten, die im Kommen sind. Ich versuche einige Punkte herauszugreifen: &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Suche nach dem Ich: Moderne Menschen sind dabei, ihre Mitte, ihr Ich zu verlieren. Sie sind buchstäblich außer sich, geschleudert an die Peripherie des Lebensrades. Respiritualisierung dagegen ist die Suche nach dem eigenen Ich, nach der Mitte, nach der Berührung mit der eigenen Tiefe. Es ist der Exodus ins Ego, wie der Psychotherapeut Hans-Willi Weis, der die spirituelle Szene aus eigener Erfahrung kennt, diese Suche nach dem Ich bezeichnet hat. Das Ich zu entdecken, das meint zugleich die eigene Würde und Selbstvertrauen wiederzugewinnen, und das entgegen alle kulturell so gängigen Abwertungen und psychische Hinrichtungen. Der Weg führt die Suchenden in unterschiedliche Tiefen. Die einen landen selbstzufrieden bei sich selbst, andere hingegen graben weiter und finden in sich Urbilder, lernen sich als Gottes Gedanken verstehen und erleben darin eine Würde, die ihnen niemand mehr nehmen kann. Noch mehr: Sie gewinnen dadurch eine Unangreifbarkeit gegen alle versuchten Zugriffe von Menschen auf den Menschen. Sie erleben sich nämlich einig rückbezogen auf Gott (was eine der etymologischen Bedeutungen von Religion ist) und weigern sich daher, sich irgend etwas auf der Welt zu unterwerfen. Es muss hier in Erinnerung gerufen werden, dass dies der Grund ist, warum die Religion immer schon die letzten Feinde totalitärer Systeme waren. Denn religiöse Menschen verweigern den totalen Zugriff weltlicher Mächte (in der Politik, in der Wirtschaft, im Konsum). Gerade das vermeintlich Unpolitischste, nämlich die Religion, erweist sich an dieser Stelle als politisch hochbrisant. „Totalitär“ sind auch andere Systeme: der Konsum, die Kultur des Habenmüssens, die Kultur der Hinrichtung. &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Suche nach Verwebung und Vernetzung: Moderne Kulturen vereinzeln den Menschen. Die positive Seite ist die Wertschätzung von Individualität und Freiheit. Die Schattenseite dagegen Vereinsamung, Vereinzelung und psychische Obdachlosigkeit. Im Zuge der Respiritualisierung suchen Menschen nach neuen Verwebungen und Vernetzungen. Solche finden sich in ganz unterschiedlicher Weise. Manche erleben sich als eins mit dem Kosmos, andere greifen auf alte mystische Traditionen zurück und erleben sich als ein Teil des Göttlichen, des Ganzen, des Ursprungs und des Anfangs. Erlebbar werden solche kosmische und mystische Verwebungen durch den Eintritt in unterstützende Gemeinschaften, in denen nicht nur die Würde, sondern eine tiefe Zusammengehörigkeit aller eine zentrale Erfahrung sind. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);" align="justify"&gt;Suche nach einer Ethik umfassender Liebe: In vielen Feldern modernen Lebens, in Beziehungen, in Büros, in der Freizeit herrscht oftmals ein Lebensstil, der nicht aufbaut. Er ist geboren aus Mangel an eigenem Selbstwert, der sich durch Überheblichkeit über andere und durch das Kleinmachen, ja Niedermachen der anderen überkompensiert. Was dabei auf der Strecke bleiben ist der Respekt vor dem anderen, ist Solidarität mit dem anderen, ist letztlich die Liebe. Die Kultur der „Hinrichtung“ hat wenig Vorrat an solidarischer Liebe untereinander. Die Menschen fühlen, wie sie selbst von solch einem zerstörerischen Lebensstil erfasst sind. Sie merken zugleich, wie sie selbst Opfer solcher abwertender Demütigungen werden. Gegenseitig wertschätzende, fördernde und daher aufbauende Synergien sind in Gemeinschaften und Arbeitsbeziehungen selten geworden. Dagegen begehren aber jene auf, die sich auf eine spirituelle Suche gemacht haben. Sie suchen nach einer neuen Ethik, einer Ethik umfassender Liebe, die aufrichtet und nicht hinrichtet. Umfassend meint: zu den anderen, zu sich, zur Schöpfung, zu Gott. Solche Liebe, so fühlen sie, ist lediglich die Handlungsseite ihres Seins. Weil sie von ihrer Herkunft sich dem liebenden Anfang, den sie Gott nennen, verdanken, tragen sie auch die Möglichkeit in sich, wie Gott Liebende zu sein oder zu werden. &lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;Es gibt heute viele Verantwortliche, die sich fragen, wie Menschen auf solch einer spirituellen Suche mit neuer Qualität Unterstützung gegeben werden kann. Diese Frage stellen &lt;/span&gt;sich heute keineswegs mehr die alten christlichen Kirchen allein. Die Bereitschaft, spirituell Suchende zu stützen, ist in vielen alten und neue religiösen Bewegungen und Gruppen anzutreffen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:lucida grande;"&gt;&lt;span style="font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);font-family:georgia;color:black;"  &gt;Dabei ist schon mitgesagt, dass nicht alles, was heute in spiritueller Unterstützung auf dem „religiösen Markt“ anzutreffen ist, wahr, gut und deshalb heilsam ist: Denn nur die Wahrheit wird uns frei machen (Gal 5,1). Die alte Lehre der Unterscheidung der Geister bekommt ein neues Gewicht. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass das Kind nicht mit dem Bad ausgeschüttet wird. Manche meinen ja, dass das, was sich da an neuer Spiritualität ankündigt, von Haus aus des Teufels und theologisch verwerflich ist. Dagegen ist es meine Position, dass jede spirituelle Suche als Moment eines ernsthaften Menschen Respekt verdient. Das Suchen ist vielleicht die stärkste Form des Wirkens Gottes in einem Menschen. Nur wer sich bewegt, kann sich auch auf Gott hin bewegen, genauer: kann sich von Gott selbst auf Gott als seinen Ursprung und seine Quelle hinbewegen lassen. Dann kann durchaus weiter gefragt werden, ob der jeweils ein- bzw. vorgeschlagene Weg der beste oder der richtige ist. Spiritualitätskritik wird zu einem Teil moderner Religionskritik, um die auch die heute stattfindende Respiritualisierung nicht herumkommt: Und das zu ihrem eigenen Wohl, wie ich betone. Denn nichts schadet spirituell Suchenden mehr, als wenn ihnen ein Weg gewiesen wird, der nicht ans Ziel ihrer Sehnsuc&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: georgia; color: rgb(0, 0, 0);font-family:georgia;" &gt;ht führt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Quelle: Prof. Dr. Paul M. Zulehner: Megatrend Religion - Kehrt die Religion wieder?)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-115462745245442217?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/115462745245442217/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=115462745245442217&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115462745245442217'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115462745245442217'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/08/immortalitas-iv-die-wiederkehr-der.html' title='Immortalitas IV – Die Wiederkehr der Religion oder Antworten auf eine „Kultur der Hinrichtung“'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-115461320942429888</id><published>2006-08-03T15:50:00.000+02:00</published><updated>2006-08-03T19:51:34.783+02:00</updated><title type='text'>Immortalitas III – Die Wiederkehr der Religion oder die Sehnsucht nach dem Glück</title><content type='html'>&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Sehnsucht ist jenes zentrale Wort, mit dem moderne Anthropologie das Rätsel des Menschen zu verstehen sucht. Der französische Philosoph Jacques Lacan fasst den Menschen mit dem einzigen Wort „désir“, pure und maßlose Sehnsucht, durch Raum und Zeit nicht zu begrenzen, alle Bereich des Lebens durchdringend: Liebe, Arbeit und Amüsement. Allerdings fügt er gleichsam korrigierend bei: Der Mensch ist immer auch zugleich „manque“: Mangel, Entbehrung. Eben darunter leiden wir denn auch: Dass die Rechnungen immer offen bleiben; dass wir stets nach mehr aus sind als stattfindet. Es ist das Leiden an der Endlichkeit, mit der sich auszusöhnen nach Erikson eine der höchsten Leistungen in der letzten Entwicklungsstufe des Menschen ist. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-size:14;color:black;"  &gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;&lt;span style=""&gt;Wie damit leben? &lt;/span&gt;Es gehört zur Lebenskunst in allen Kulturen, eben mit dieser maßlosen Sehnsucht des menschlichen Herzens leben zu lernen. Menschen haben das im Lauf der Zeit auf sehr unterschiedlichen Wegen versucht: religiös, atheistisch, pragmatisch. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;Der religiöse Weg: &lt;/span&gt;Die alten Kulturen betraten dazu den Weg der Religion. Diese erinnert den Menschen daran, wer er im Grund ist: aus einem göttlichen Ursprung geboren, von dessen Art (Apg. 17,28), also geprägt von maßloser Sehnsucht, aus dem Ursprung zu leben, wie dieser zu werden und in diesen heimzukehren. Aus dem Ursprung, dem Anfang aber lebt nur, wer wie der Ursprung selbst lautere Liebe wird: was ihn von Angst und Einsamkeit befreit. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;Der atheistische Weg: &lt;/span&gt;Unsere moderne Kultur aber hat sich von der Religion und ihren alten Erinnerungen getrennt. Es ist jetzt das Zeitalters Nietzsches, in dem Gott tot ist. Der Mensch ist jetzt, da er Gott für tot hält, sich selbst ausgeliefert. Der atheistische Philosoph Henri Lefebvre, gibt der maßlosen Sehnsucht einen gottfreien Sinn. Er verweist auf Momente, die in unserem Leben stattfinden, die wir Feste nennen sollen. Dazu zählt er die Liebe, gute Arbeit, Erkennen, das Spiel. In diesen Momenten erfüllt sich gleichsam die Sehnsucht. Denn sie ragen aus Raum und Zeit heraus. Wenn Du zum Augenblicke sagst „Verweile doch, du bist so schön“, oder wenn wir mit den Männern auf dem Berg der Verklärung Jesu sagen möchte: „Hier lass uns drei Hütten bauen...“, dann ereignen sich solche Momente. Allerdings meint Lefebvre, dass die Momente scheitern. Die Zeit der „Verklärung“ geht zuende, der Mensch findet sich ernüchtert in den engen Grenzen von Raum und Zeit wieder. Besteht der Sinn der maßlosen Sehnsucht also nur darin, dass es ins alltägliche Leben eingestreut solche Momente gibt – und das eher selten? Der Schriftsteller Ernest Hemmingway lässt in seinem Roman „Wem die Stunde schlägt“ die weise gewordene Alte dem Soldaten, der ihre Tochter liebt, sagen: „Nur dreimal im Leben wackelt die Erde...“ Für die Lebensführung rät Lefebvre, sich um einen versöhnten Alltag zu kümmern und einen zerstörten Alltag zu vermeiden. Der angstbesetzt-zerstörte Alltag lässt Feste nicht auf-, sondern umkommen. In einem versöhnten angstarmen Alltag hingegen können uns neuerlich Feste zufallen, an die wir uns erinnern und die wir herbeisehnen. Es ist die Sehnsucht nach den Momenten, den Festen, die uns lebendig erhält. Die österreichische Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach dichtet in diese Richtung, wenn sie schreibt: Nicht jene sind zu bedauern, deren Träume nicht in Erfüllung gehen, sondern jene, die keine mehr haben. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;    &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Der pragmatische Weg:&lt;b&gt; &lt;/b&gt;Die Mehrzahl der Zeitgenossen ist aber weder religiös noch atheistisch. Sie sind pragmatische Glückssucher: 85% der Zeitgenossen verfolgen das Ziel zu versuchen, das Beste aus dem Leben herauszuholen Die Kraft der Sehnsucht ist in ihnen (noch) nicht zerstört. Da aber die pragmatischen Zeitgenossen religiös analphabetisch sind, steht ihnen die religiöse Lebenskunst nicht zur Verfügung. Der Verlust der Religion hat auch dazu geführt, dass Sie nur noch mir der irdischen Lebenszeit rechnen. Ihr Leben ist ihnen gleichsam „die letzte Gelegenheit“ (Marianne Gronemeyer). Da aber nötigt sie das Kunststück zu vollbringen, die maßlose Sehnsucht in mäßiger Zeit zur Erfüllung zu bringen, den Himmel auf Erden zu erzwingen. Sie versuchen deshalb, in Liebe, Arbeit und Amüsement optimal leidfreies Glück zu erlangen. Das führt aber dazu, immer rascher und hastiger zu leben. Solches Leben wird angestrengt, anfordernd und überfordernd. Die Angst taucht auf, „zu kurz zu kommen“, was uns wiederum voneinander entsolidarisiert. Vereinsamung ist der Preis. Und aus der tiefsitzenden Angst um uns selbst fangen die Zeitgenossen an, den anderen als Lebenskonkurrenten zu sehen. Daraus ergibt sich eine Kultur der Abwertung des anderen, die dauernd verurteilt, richtet und hinrichtet statt zu ermutigen, aufzubauen und zu unterstützen (Henri Nouwen). &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Quelle: Prof. Dr. Paul M. Zulehner: Megatrend Religion - Kehrt die Religion wieder?)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-115461320942429888?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/115461320942429888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=115461320942429888&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115461320942429888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115461320942429888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/08/immortalitas-iii-die-wiederkehr-der.html' title='Immortalitas III – Die Wiederkehr der Religion oder die Sehnsucht nach dem Glück'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-115461298903639310</id><published>2006-08-03T15:49:00.000+02:00</published><updated>2006-08-03T15:49:49.050+02:00</updated><title type='text'>Immortalitas II – Die Angst vor dem Tod</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zwei Dinge sind Gewiss, stellt Frederic Beigbeder in seinem Roman „Der romantische Egoist“ fest: Der Tod der Erde und der eigene. Er stellt sich die Frage, wessen Tod zuerst kommen sollte. Der Tod der Erde ist vorzuziehen, denn dies käme am Ende aufs Gleiche raus. Zum einen besteht nicht mir die Gefahr etwas, d.h. die Zukunft zu verpassen. Mit dem Tod der Erde stirbt man zudem mit allen anderen Menschen zugleich. Man entgeht der Einsamkeit, dem einsamen Tod. Dies seien die zwei Gründe, weshalb alle Feldherrn und Kriegstreiber der Geschichte geradezu auf die Apokalypse, auf den Tod der Erde hinarbeiteten: Die Angst vor einem einsamen Tod und die Angst die Zukunft zu verpassen. Das ist egoistisch, gibt Beigbeder bzw. sein Alter Ego, Oscar Dufresne zu, aber wer sei heute denn kein Egoist, suche denn nicht einen guten Tod. Das dieser das unausweichliche Ende sei, ist ohnehin klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist eine sehr zynische Weltsicht, entspricht sie aber doch am ehesten jener unserer aufgeklärten Zeitgenossen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-115461298903639310?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/115461298903639310/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=115461298903639310&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115461298903639310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115461298903639310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/08/immortalitas-ii-die-angst-vor-dem-tod.html' title='Immortalitas II – Die Angst vor dem Tod'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-115438595325369533</id><published>2006-08-01T00:43:00.000+02:00</published><updated>2006-08-03T15:50:23.366+02:00</updated><title type='text'>Immortalitas I – Der unsterbliche Ruhm      (Zur Einführung)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nichts hat der Mensch, seit er vor tausenden Jahren Bewusstsein erlangte und dafür zugleich mit dem Wissen um seine Sterblichkeit gestraft wurde, ebenso verbissen, verzweifelt und erfolglos bekämpft wie die unaufhaltsame Vergänglichkeit. Alter und Tod gelten als die ewige Demütigung, die unverzeihliche Kränkung des Menschengeschlechts. Von den längst vergessenen Schamanen der Steinzeithöhlen, über die chinesischen Kaiser bis zu den Alchemisten des Mittelalters – durch die Jahrtausende hofften die Menschen, ein Elixier zu finden, das Unsterblichkeit verleiht, einen Jungbrunnen der dauernden Jugend. Wie die Versuche ausgingen, ist bekannt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;"Lebe schnell, stirb rasch und hinterlasse eine schöne Leiche", soll James Dean gesagt haben. Bereits mit seinem ersten Film "Jenseits von Eden" wurde er als Star gefeiert, für den Oscar nominiert und galt als neues Idol. Damit  ist er das Bild dafür, wie heute Unsterblichkeit verstanden und angestrebt wird. Anerkennung und Berühmtheit, "Spuren hinterlassen" heißt es - dies sind die zeitgeistigen Wege zum ewigen Leben, die auch einen frühen Tod in Kauf nehmen. Die Menschen werden noch lange fasziniert bleiben vom Leben und Sterben des James Dean, der sich schon berühmt fühlte, als er noch im Schnellimbissen die Tische säubern musste. Und wie kann man auch nicht fasziniert sein von einem, der in so jungen Jahren diese Sätze in einem Brief an den Pfarrer seiner Heimatstadt schreibt: "Ich meine, es gibt nur eine wahre Form von Größe für einen Mann. Für mich liegt der einzige Erfolg, die einzige Größe in der Unsterblichkeit." James Dean hat für diesen Erfolg sehr jung sein Leben geben müssen. Aber er war vermutlich völlig einverstanden mit diesem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist das aber der Weg "Herr, zu wem sollen wir gehen, Du hast doch Worte ewigen Lebens?" (vgl. Johannes 6,68) Unsterblichkeit hat etwas mit der Kehre der Bewegung zu tun. Mit Umkehr und Reue. Denn die Endlichkeit scheint selbst schon eine Art Sünde, da sie etwas Nichtgöttliches ist. Erst durch die Umkehr löst sich die "Sünde" des Endlichen auf, und in diesem Sinne wird "Gott alles in allem". Dieser Weg bedeutet Erlösung und Erlösung bedeutet Befreiung von der Endlichkeit, die als solche die eigentliche Last unseres Seins ist. (vgl. "Der Geist der Liturgie")&lt;br /&gt;Nicht Ruhm oder das hinterlassen von Spuren bringt uns das ewige Leben, die Unsterblichkeit, sondern die Umkehr, denn "der Stachel des Todes ist die Sünde". Aber "Der Tod ist verschlungen vom Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Tod, wo ist dein Sieg?" (1Kor 15, 53-54) Durch Liebe hat Christus den Tod besiegt. Wer sein Wort hört und dem glaubt, der ihn gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. (vgl. Joh 5,24)&lt;br /&gt;Wie trostreich!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-115438595325369533?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/115438595325369533/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=115438595325369533&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115438595325369533'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115438595325369533'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/08/immortalitas-i-der-unsterbliche-ruhm.html' title='Immortalitas I – Der unsterbliche Ruhm      (Zur Einführung)'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-115105481730159224</id><published>2006-06-23T11:14:00.000+02:00</published><updated>2006-06-23T11:27:24.173+02:00</updated><title type='text'>Priesterweihe 2006</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kardinal Dr. Christoph&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; Schönborn   weiht am 23. Juni, dem Hochfest des heiligsten Herzens Jesu fünf Diakone um 16 Uhr im Wiener St&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;ephansdom zu Priestern.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/r_neupriester06.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/r_neupriester06.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;span style=""&gt;Ich möchte&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;span style=""&gt;Menschen nicht dazu&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;span style=""&gt; weihen, dass sie ausschließlich als Sakramentenspender in den Gemeinden hin- und herpendeln und sich nur noch in der Sakristei aufhalten. Ich wünsche mir für die Kirche der Zukunft auch keine Laien, die in Sachen des Glaubens unmündig sind. Ich wünsche mir Gemeinden und Priester, die sich gemeinsam auf den Weg des Glaubens machen. (Bischof Franz Kamphaus)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="ft4"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;MMag. Seweryn Maksymilian Bojanowski&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=""&gt;geboren am 23. Oktober 1969 in Gdansk (Polen)&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mag. Oreste Da Rin Floretto&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=""&gt;geboren am 21. Oktober 1973 in Padua (Italien) &lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dipl.-Ing. Mag. Andreas Kaiser&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=""&gt;geboren am 20. November 1972 in Reichenau an der Rax &lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mag. Wolfgang Polder&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=""&gt;geboren am 15. Juli 1949 in Wien &lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mag. Jesus David Jaen Villalobos&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=""&gt;geboren am 15. Jänner 1975 in San Fernando (Spanien)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(aus: "Die Woche in St. Stephan")&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-115105481730159224?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/115105481730159224/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=115105481730159224&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115105481730159224'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/115105481730159224'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/06/priesterweihe-2006.html' title='Priesterweihe 2006'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114946367939215337</id><published>2006-06-04T23:01:00.000+02:00</published><updated>2006-06-05T01:33:13.946+02:00</updated><title type='text'>Hochfest zur Aussendung des heiligen Geistes - Pfingsten.</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Abschluß der Reihe "Man muss allzeit beten".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Es ist gut für euch, dass Ich hingehe&lt;/span&gt;" (Joh 16,7). Das waren Jesu Worte, ehe Er uns verließ.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: normal;font-size:100%;" &gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;So hat Er selbst die letzte Weise Seiner Begegnungen mit uns gezeigt und verdeutlicht, Seine letzte Zusammenkunft, das immerwährende Zusammensein, das Er jedem von uns für die Ewigkeit der Ewigkeiten bereitet hat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="font-weight: bold; text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="font-weight: bold; text-align: justify;"&gt;    &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;"Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage..."&lt;br /&gt;Glauben wir daran? Fühlen wir uns wirklich so "begünstigt"?&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/uhde01.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/uhde01.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wenn Ich&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;nicht hingehe, wird auch der Tröster nicht zu euch kommen. Wenn Ich aber hingehe...dann kommt Jener, der Geist der Wahrheit...Er wird euch in alle Wahrheit einführen&lt;/span&gt;" (Joh 16,7-13). Nehmen wir diese Worte als ein Versprechen? Oder nur als frommen Trost? Als schönes Märchen? Oder glauben wir, dass es wahr ist?&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;i&gt;Qui diceris Paraclitus – &lt;/i&gt;Komm, Tröster, der die Herzen lenkt. Dieser Tröster, dieser Geist der Wahrheit, dieser Gefährte, den man uns ankündigt - sind wir uns jemals Seiner Gegenwart bewusst geworden?&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er ist es, der uns rufen lässt: Abba, Vater!&lt;/span&gt;" (Röm 8,15). Aber wie oft sind wir wirklich davon überzeugt gewesen, dass wir einen Vater haben? Wie oft haben wir uns tatsächlich als Söhne gefühlt, als Söhne und Töchter Gottes? Ohne Ihn wäre die Religion nichts als ein Bündel von Pflichten ohne Möglichkeiten, ein hohles Gebet, wirkungslose Sakramente, eine langweilige Messe, gehalt- und sinnlos. Er ist es, der uns die Dinge Gottes kosten, den Geschmack an ihnen prüfen lässt. Aber finden wir Geschmack an ihnen?&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;    &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/photoimage.250.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/photoimage.250.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;"O Gott, der Du die Herzen der Gläubigen durch den Hauch des Heiligen Geistes erleuchtet hast, gib uns durch diesen selben Geist den dauernden Geschmack an den Dingen Gottes und die ständige Freude an der Gegenwart dieses Tröster-Geistes: durch Jesus Christus, unserm Herrn." (Gebet zum Heiligen Geist.)&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Nur die Kinder des Hauses haben den Wunsch, alles zu wissen, was im Hause vorgeht. Die Fremden kümmern sich nicht drum. Aber die Söhne und Töchter interessieren sich für alles, was beim Vater geschieht. Wenn wir nicht den Geist (der Kindschaft) Gottes haben, dann sind die Dinge Gottes ohne Interesse für uns. Sie „sagen“ uns nichts mehr. Wie viele Christen müssen nicht, wie die Leute, die der heilige Paulus zu bekehren unternahm, gestehen: „Wir haben nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt!“ Sie haben Ihn beim Namen genannt, gewiss, hunderte Male, und haben das „Amen, „So sei es“, dahintergesetzt. Aber haben sie jemals bedacht, dass sie von dem Urquell ihres Lebens selbst gesprochen haben? Dass Der, den sie eben nannten, genau derselbe ist, der ihnen die Lippen erschlossen hatte, damit sie Ihn überhaupt nennen konnten? Haben diese erkalteten Menschen, die in ebenso kalten Predigten eingeladen werden, „ihre Ostern zu halten“, jemals gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt – einen Geist der Liebe, des Austausches, der Anteilnahme, der Freude, der brüderlichen Verbundenheit –, in den sie eingehen, mit dem sie sich verbinden sollen; der sie für immer mit den andern, in einem Leib, bewahren will? Dass dies eben die Kirche ist? Dass man eben diesen Geist finden muss, um wirklich „Ostern gehalten zu haben“? Wenn der heilige Paulus diesem „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Leben des Geistes&lt;/span&gt;“ (Leben durch den Geist) das „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Leben des Fleisches&lt;/span&gt;“ entgegensetzt (Röm 8,9-14), dann erklärt er damit, dass es unmöglich ist, Christus anzugehören, ohne unser gewohntes Leben zu ändern. „Wenn einer Christi Geist nicht hat, so gehört er nicht zu Ihm.“&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/zwiastowanie157075luganocastag.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/zwiastowanie157075luganocastag.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Der Heilige Geist ist Ursprung und Urquell der Fleischwerdung Christi in jedem Christen, so wie Er Ursprung und Urquell der Fleischwerdung Christi im Leib der Jungfrau Maria gewesen ist. Dass der Heilige Geist in uns wohnt, ist ebenso wahr wie die Fleischwerdung Christi. Die geschichtliche Fleischwerdung Jesu setzt sich fort und vollendet sich in einer Geistwerdung der gesamten Menschheit.&lt;/p&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBodyText"&gt;&lt;span style=""&gt;Pfingsten hat geoffenbart, dass Gott nicht für dreiunddreißig Jahre, sondern für immer Fleisch geworden ist. Dass Er das, was Sein Leben ausmacht (das heißt, Seinen Geist der Liebe), für immer mit uns teilt. Pfingsten – das ist der Auftakt zur unwiderruflichen, immerwährenden Gegenwart Christi hier in der&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;Welt. Und wo ist Er? Im Menschentum eines jeden von uns. Dort setzt Er nun Sein Werk fort – das Werk der Fleischwerdung, der Erlösung. Fleischwerdung Gottes, Erlösung der Welt. Dass der Geist Jesu in unseren Herzen wohnt, ist wohl bedeutungsvoller als die geschichtliche Fleischwerdung. Pfingsten scheint ein g&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;ewaltigeres Ereignis als Weihnachten. Denn in der Fleischwerdung – da wir Gott zum Menschen, Gott wird ein Mensch. Zu Pfingsten aber werden die Menschen aufgerufen, „Gott zu werden“. Gott hat sich nicht nur zu uns herabgeneigt, sondern Er will uns auch zu Sich emporheben. Die Offenbarung des Gei&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;stes ist viel großartiger, auffallender als die des Sohnes. Die Fleischwerdung des Sohnes geschah im Dunkeln, in der Nacht, in einem Stalle.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Pfingsten aber platze wie eine Bombe in den helllichten Tag hinein, und Hunderte Menschen waren Zeugen dieser Verwandlung. Hier war nicht mehr Gott, der in Not und Leid zum Menschen wurde, sondern eine ganze Schar Männer, die im gleißenden Licht und voll Entzücken „Gott“ wurden. „Ihr werdet größere Dinge tun als Ich“: Jesus denkt an die Kirche, wenn Er dies weissagt. Das ureigenste Werk des Geistes ist die Kirche. „Wenn du die Gabe Gottes kenntest!“ Diese Gabe ist die Kirche. &lt;i&gt;Altissimi donu&lt;/i&gt;&lt;i&gt;m Dei&lt;/i&gt; – Beistand, den der Vater schenkt. Gott für den Menschen im Menschen. Mit dem Menschen verbunden. Was ist das Beste, das Gott besitzt? Sein Geist (der Liebe). Er gesellt Ihn uns bei. Er lässt uns an Ihm teilhaben. Und durch den Zusammenschluss jener, die Ihn empfangen haben, entsteht und wächst die Kirche. Wenn Jesus uns sagt, dass Er uns Seinen Geist der Liebe senden wird, dann zieht Er sich nicht zurück, sondern verspricht uns den, der uns am engsten mit Ihm verbindet.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Geist1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/Geist1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Wo werden wir Ihn finden? Wo müssen wir Ihn finden? Der Vater hatte sich im Alten Testament geoffenbart. Er wurde verraten, missverstanden. „Nachdem Er verschiedene Male zu unsern Vätern durch die Propheten gesprochen hatte“ Aber Jerusalem hat die Propheten getötet: „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie prügelten den einen, den andern töteten und den dritten steinigten sie. Zuletzt sandte Er Seinen Sohn zu ihnen&lt;/span&gt;“ (Mt 21,35-37). Der Sohn hat sich im Neuen Testament geoffenbart, und indem Er sich offenbarte, offenbarte Er den Vater („&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wer Mich sieht, sieht auch den Vate&lt;/span&gt;r“). Dann endlich wurde uns der Heilige Geist – in der Kirche – gesandt. Er offenbart uns den Vater und den Sohn und Seine eigene Macht der Liebe – den Geist der Kindschaft (Röm 8,15) – ,die uns diese Dreieinigkeit nicht nur enthüllt, sondern uns in sie hineinführt. „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vater, Du in Mir und Ich in ihnen&lt;/span&gt;“ sagte Jesus, nachdem Er den Heiligen Geist angekündigt hatte. Und tatsächlich, das ist das Werk des Heiligen Geistes: „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;dass sie eins seien, wie Du und Ich, Vater, eins sind&lt;/span&gt;“ (Joh 17,11).&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Und das ist nun die Aufgabe der Kirche, aller derjenigen, die wie Maria ihr „Fiat“ sprechen, dass das Wort in ihnen Fleisch werde. Aller derjenigen, in denen ein „neuer Mensch“ durch den Heiligen Geist empfangen wurde. Weil sie dazu bereit sind. Weil sie sich von diesem Geist des Mitteilens und&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;der Liebe packen lassen. Dem Geist der Kommunion.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Fra_AngelicoCommunion.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/Fra_AngelicoCommunion.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Der Heilige Geist ist der Lebensspender der Kirche, ihr Spiritus rector. Er ist es, der sie unablässig neu schafft, sie „von allen vier Winden“ her unermüdlich sammelt. Er ist es, der allen Hindernissen zum Trotz bewirkt, dass es Menschen gibt, die einander lieben: „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Betrübet den Heiligen Geist nicht, in dem ihr auf den Tag der Erlösung besiegelt seid...Seid vielmehr miteinander gütig und barmherzig und vergebt einander&lt;/span&gt;“ (Eph 4,30.32). „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Alle, die vom Geiste Gottes getrieben werden, sind Söhne Gottes&lt;/span&gt;“ (Röm 8,14). Wer sich von der Gemeinschaft der Brüder – von dem Geist der Gemeinschaft – fernhält, ist nicht mehr Sohn. Wo immer zwei oder drei in Seinem Namen beisammen sind, ist Er mitten unter ihnen. In Seinem Namen – das will sagen: in Seinem Geist. Es ist immer der gleiche Grundton: „Vater, dass sie eins seien, wie Wir eins sind – eins in Uns.“ Es gibt keine gültige Gemeinschaft als mit Ihnen. Und es gibt keine gültige Einigung mit Ihnen als in Mit-Gemeinschaft. Mit mehreren. Eng verbunden.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;„Und ihr sollt erkennen, dass Ich der Herr bin...wenn Ich euch Meinen Geist gebe, dass ihr lebt, und euch Ruhe gewähre in eurem Lande.“ (Liturgie vom Karsamstag) Diese Ruhe, das ist die Freude des Pfingstfestes – im Gegensatz zu der Verwirrung beim Turm von Babel –, die Freude aller Pfingsten, an denen Menschen mit einem Schlag zur wahrhaften Liebe, zum wahrhaften gegenseitigen Verstehen erwachen. Und welches Mittel verhilft uns dazu, den Nächsten zu verstehen? Die Liebe. „Jeder einzelne hörte sie in seiner Muttersprache reden.“ Es handelt sich da nicht um einen sprachwissenschaftlichen Kraftakt, sondern die Nächstenliebe ist es, die uns so wandelt, dass jeder sich verstanden, geliebt, glücklich, nahe bei uns fühlt. „Ihr wisst, welch Geistes ihr seid!“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/greco.st-martin.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/greco.st-martin.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Man muss darauf achten, dass man den Beinamen „Tröster“, den man dem heiligen Geist gibt, nicht zugunsten unseres Individualismus (d.h. unserer Sünde) verfälscht. Als Christus noch mit seinen Aposteln zusammen war, wurden die Apostel viel öfter durchgerüttelt als „getröstet“. Der Trost besteht in der gegenseitigen Liebe. Es handelt sich nicht darum, jedes mal, wenn wir „gekränkt“ über die „Undankbarkeit“ unserer Brüder sind, still in eine kleine, verschwiegene Kapelle zu flüchten und dort zum Herrn zu jammern, damit der Heilige Geist uns über unseren Mangel an Liebe tröstet. Wir gelangen zum Heiligen Geist (der Liebe) nur durch die Liebe. Der Trost des heiligen Geistes besteht darin, dass Er uns unablässig und immer von neuem die Kraft verleiht zu lieben. Sein Werk besteht nicht darin, diesen oder jenen zu erleuchten, sondern darin, den Leib Christi zu beleben und aufzubauen. Daher sind die Bedingungen für die Gabe und das Wirken des Heiligen Geistes wesentlich gemeinschaftsbestimmt. Er wirkt in der gegenseitigen Liebe der Gläubigen als Geist der Liebe und der brüderlichen Eintracht. Der Heilige Geist, der den Vater dem Sohn und den Sohn dem Vater zuwendet, muss auch uns einander zuwenden. Wie schwer fällt es uns, uns zur Anbetung eines fleischgewordenen Gottes bereit zu finden! Wenn man das Credo singt, beugt man sich bei den Worten „und ist Mensch geworden“. „Homo factus est“ – „Gott ist Mensch geworden.“ Er ist... dieser Nachbar geworden, der zu nah ist, als dass wir gut beten könnten. Aber was für einen Wert hat unser Gebet, wenn wir uns von Ihm abkehren, um Ihn dort zu suchen, wo Er nicht ist: in unserer einsamen Abgeschlossenheit, in unserer geistigen Innerlichkeit: „Jesus und ich in einer Flasche.“ Gut verkorkt! Man vergrä&lt;span style=""&gt;bt das Gesicht in die Hände, um behaglich seinen persönlichen kleinen heiligen Geist zu genießen. Glücklich diese taubstummen Blinden! Sie vernehmen nicht die unangenehmen Rufe dieses Fleisches, bei dem es doch nicht ganz sicher sein mag, dass das Wort darin gefesselt wurde. Trotzdem kniet man nieder, wenn man bei der Pfingstmesse sagt: „Veni Sancte Spiritus...est tui amoris in eis ignem accende.“ - Komm, Heilige Geist...und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.&lt;/span&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;Auch hier ist Fleischwerdung. Er hat sich in diesen Menschenteig eingesenkt, und so beglückt müssen wir darüber sein, dass wir unsere Freude nur auf den Knien liegend ausdrücken können. Wenn wir Gott im Menschen nicht anerkennen, dann ist mit uns nichts anzufangen. Wir sündigen durch diese Pseudo-Geistigkeit im präzisen Sinne des Wortes „wider den Geist“, der uns alle diese „Dinge“ lehren muss, deren beginn die Fleischwerdung ist. Nur wenn man den andern angehört, gehört ma&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt;n Christus an. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114946367939215337?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114946367939215337/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114946367939215337&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114946367939215337'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114946367939215337'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/06/hochfest-zur-aussendung-des-heiligen.html' title='Hochfest zur Aussendung des heiligen Geistes - Pfingsten.'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114928911693634958</id><published>2006-06-03T00:24:00.000+02:00</published><updated>2006-06-03T01:28:21.540+02:00</updated><title type='text'>"Man muss allzeit beten" - Teil III</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine Meditation mit Bildern auf Pfingsten hin&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/stille.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Christus will, dass wir unser Herz leer machen, aber nur um es mit Göttlichem zu füllen. Diese Reinigung ist und bleibt so lange unvollkommen, als sie nicht diese göttliche Fülle zur Folge hat, gerade so, wie sich das göttliche Leben in uns nicht entfalten kann, wenn wir uns nicht von den geschöpflichen Dingen freimachen. Das Sterben des Ich und das Leben in Gott sind unzertrennlich miteinander verbunden; das eine ohne das andere ist unmöglich.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Hören wir, was Christus denen verheißt, die Sein Wort befolgen! Es sind Verheißungen, die Er an jedem von uns erfüllen will, ja göttliche Ungeduld brennt in Ihm, sie zu verwirklichen. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wer Mich liebt, der wird von Meinem Vater geliebt, und auch Ich will ihn lieben und Mich ihm offenbaren. Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen&lt;/span&gt;" (Joh 14,21-23).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Blickdicht_Sonntag15.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/Blickdicht_Sonntag15.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass Ich in Meinem Vater bin und das ihr in Mir seid und Ich in euch&lt;/span&gt;" (14,20). "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich will den Vater bitten, dass Er euch einen anderen Beistand gebe, der in Ewigkeit bei euch bleibe: den Geist der Wahrheit. Er wird bei euch bleiben und in euch walten&lt;/span&gt;" (14,16-17). Dieses gegenseitige Innewohnen, diese Verschmelzung, dieses staunenerregende Einswerden mit den drei göttlichen Personen ist das erhabene Ziel, welches man den Seelen gleich zu Beginn des geistlichen Lebens vor Augen stellen soll. Das ist der ausdrückliche Wunsch und Wille unseres Herrn selbst. Es genügt nicht, die Seelen für ein himmlisches Ziel zu begeistern: man muss sie in das Reich Gottes selbst eintreten lassen und ihnen zeigen, dass dieses schon hienieden ihr Anteil und Besitz ist: "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das Reich Gottes ist in euch&lt;/span&gt;" (Lk 17,21).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/beten02.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/beten02.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;Außerhalb dieses Einswerdens mit Christus, unserem Herrn, und des trauten Umgangs mit dem Vater und dem Heiligen Geiste, der die Folge davon ist, gibt es weder ein wahrhaft tiefes geistliches Leben, noch eine übernatürliche Fruchtbarkeit.&lt;br /&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bleibt in Mir, dann bleibe Ich in euch. Wie die Rebe, wenn sie nicht am W&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;einstock bleibt, aus sich selbst keine Frucht bringen kann, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in M&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;ir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in Mir bleibt und in wem Ich bleibe, der bringt viele Frucht, denn ohne Mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in Mir&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; bleibt, wird wie eine Rebe weggeworfen und verdorrt, man rafft sie auf und wirft sie ins Feuer, wo sie verbrennt. Wenn ihr in Mir bleibt, und wenn Meine Worte in euch bleiben, so möget ihr bitten, um was ihr wollt; Es wird euch zuteil&lt;/span&gt;" (Joh 15,4-7).&lt;br /&gt;Das stille Gebet der Christus geeinten Seelen, die aus Seiner Lebensfülle leben, ist von souveräner Macht und Bedeutung. Eine solche Seele ergeht sich nicht mehr wie früher nur in Bitten und Danksagungen. Ihr Gebet ist ein ununterbrochener, vollklingender Zusammenklang mit dem Gebete Christi, das einzig Gottes Wille ist. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/meran-fluegel1g.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/meran-fluegel1g.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr werdet Mich um nichts mehr fragen, denn der Vater wird euch alles geben, um was immer ihr Ihn in Meinem Namen bittet&lt;/span&gt;" (Joh 16,23).&lt;br /&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich sage euch nicht&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;, dass Ich den Vater für euch bitten werd&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;e, denn der Vater liebt euch, weil ihr Mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass Ich von Gott ausgegangen bin&lt;/span&gt;" (Joh 16,27).&lt;br /&gt;Die Seele, welche sich dem göttlichen Worte ganz erschlossen, die Es in sich aufgenommen hat wie die allerseligste Jungfrau, wird gleich dieser ein Sitz der Weisheit. Sie ist vom göttlichen Lichte erleuchtet. Ganz ausdrücklich verheißt unser Herr selbst einer solchen Seele, in welcher Er mit dem Vater und dem Heiligen Geist wohnen will, diese der Welt unbekannte Gabe. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Der Beistand aber, der Heilige Geist, Den der Vater in Meinem Namen senden wird, Der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was Ich euch gesagt habe&lt;/span&gt;" (Joh 14,26). "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Nicht mehr Knecht nenne Ich euch, den&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;n der Knecht weiß nicht was sein Herr tut. - Freunde habe Ich euch genannt; denn alles was Ich von Meinem Vater gehört, das habe Ich euch geoffenbart&lt;/span&gt;" (Joh 15,15). "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wenn der Geist der Wahrheit kommt, wird Er euch in alle Wahrheit einführen&lt;/span&gt;" (Joh 16,13).&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/schoenborn.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/schoenborn.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Diese Erkenntnis ist das schon hier, in dieser raumzeitlichen Welt, begonnene ewige Leben. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das aber ist das ewige Leben: Dich erkennen, den allein wahren Gott und den Du gesandt hast, Jesus Christus&lt;/span&gt;" (Joh 17,3).&lt;br /&gt;Dieses Erkennen ist keine bloß theoretische, abstrakte Wissenschaft, sondern die in Tat und Leben umgesetzte, verwirklichte Weisheit, voll Liebe, Güte, Barmherzigkeit und Milde. Kraftströme der göttlichen Liebe durchfluten die ihr treue Seele, um von ihr aus in zahllose andere Seelen weiterzuströmen und dann wieder zu ihrem Urquell zurückzukehren. Je mehr diese Liebe in der Gotteswirklichkeit an Hochherzigkeit und Innigkeit zunimmt, um so stärker wird die Seele von einer stets wachsenden, tiefen Erkenntnis überstrahlt, die ihrerseits wieder die Liebe mehrt. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bleibt in Meiner Liebe!&lt;/span&gt;" (Joh 15,9). Wenn Verstand, Wille und Einbildungskraft auf diese Weise geläutert und wieder zu ihrem göttlichen Ursprung zurückgeführt sind, wenn die Seele von dem göttlichen Leben erfasst und in dasselbe einbezogen ist, lernt sie auch die wahre Freude kennen. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das habe Ich euch gesagt, auf dass Meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde&lt;/span&gt;" (Joh 15,11). "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Euer Herz wird sich freuen und eure Freude wird niemand von euch nehmen&lt;/span&gt;" (Joh 16,22). &lt;span style=""&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Dies habe Ich euch gesagt, damit ihr in Mir den Frieden&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; habt. Frieden hinterlasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch&lt;/span&gt;" (Joh 16,33;14,27).&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/2005_38.24_abendmahl.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/2005_38.24_abendmahl.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;In der lichtklaren Einfachheit und Sicherheit eines bis in den letzten Tiefen vergöttlichten Lebens erfreut sich die Seele eines unnennbaren Friedens. Sie erlebt in sich die Erfüllung der letzten Worte des Hohepriesterlichen Gebetes: "Damit sie ein seien, wie Du, Vater, in Mir bist und ich in Dir bin, so sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaube, dass Du mich gesandt hast." "Ich habe die Herrlichkeit, die Du mir gegeben, ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind" (Joh 17,21-22).&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114928911693634958?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114928911693634958/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114928911693634958&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114928911693634958'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114928911693634958'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/06/man-muss-allzeit-beten-teil-iii.html' title='&quot;Man muss allzeit beten&quot; - Teil III'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114894638429553658</id><published>2006-05-30T01:19:00.000+02:00</published><updated>2006-05-30T01:48:18.000+02:00</updated><title type='text'>"Man muss allzeit beten" - Teil II</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine Meditation mit Bildern auf Pfingsten hin&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jesus Christus sagt: "das Reich Gottes ist in euch" (Lk 17,21). Nicht nur irgendwie, sondern zutiefst in unserem Wesen: "Wer Mich liebt wird Mein Wort halten, Mein Vater wird ihn lieben und Wir werde zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen" (Joh 14,23).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Leider dringen wir zu wenig in diese Wahrheit ein. Viele Seelen sind ehrlich bestrebt, ein immer makelloseres Leben zu führen. Aber nur wenige wählen den Glauben zu ihrem sichern Führer, schöpfen Kraft aus der Hoffnung, lassen sich von der Liebe ganz und gar durchglühen und haben so vollkommen teil an jenem Leben, das Jesus uns gebracht hat.&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/01.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/01.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Wir leben eingehüllt in göttlich Liebesbeweise. Nicht Gott hindert uns, von heute an innigst vereint mit Ihm zu leben. Wir müssen nur mit ganzem Willen dieses übernatürliche Leben in Gott Leben wollen. Die Richtlinien kennen wir, der Weg liegt vor uns offen. An uns ist es, ihn zu beschreiten; tun wir es nicht, so ist es unsere Schuld.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Doch gestehen wir es ein, "die Kinder der Welt sind in ihren Angelegenheiten klüger als die Kinder des Lichtes" (Lk 16,8). Wir tragen in uns einen kostbaren Schatz von unendlichem Wert - die heiligmachende Gnade. Aber wir würdigen ihn nicht und machen ihn deswegen unfruchtbar. Ob unser Heiland nicht darauf hinweist, wenn Er im Gleichnis von dem Talent erzählt, das der ungetreue Knecht in die Erde vergrub und liegen ließ? (Mt 25,18).&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11116.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/11116.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Jesus aber begnügt sich nicht damit, uns diesen Reichtum innigster Liebesgemeinschaft mit Ihm bloß anzubieten. Er drängt uns mit Ungestüm, ja Er nötigt uns fast, ihn anzunehmen. Er verfährt mit uns fast ähnlich wie mit jenem Armen und Krüppeln im Evangelium, die der Herr zum göttlichen Festmahl rufen lässt, und sie haben nicht mehr die Freiheit, diese Einladung auszuschlagen: "Compelle intrare", - "nötige sie hereinzukommen" (Lk 14,23).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Kommen wir der Einladung Seiner Güte nach und beten wir von jetzt an mit der Kirche zu Gott: "Herr, verleihe uns Wachstum im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe!". Wir begnügen uns nicht mehr damit, unser Tagewerk mit ein paar Gebetlein zu beginnen und zu schließen. Solche vereinzelten Übungen machen kein Leben aus. Leben bedeutet: eine anhaltende, dauernde Tätigkeit. Jesus selbst will unser Leben sein. "Ich bin das Leben" (Joh 11,25).&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/00.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/00.0.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;font&gt;Immer, ohne Unterlass sollen wir mit Gott vereint sein. Nicht um diesen oder jenen frommen Akt, oder um diese oder jene Andachtsübung oder Formel ist es Gott zu tun. Er will uns ganz. Er beansprucht alle unsere Zeit, alle unsere Kräfte, unsere ganze Seele. Dafür gibt Er uns die Möglichkeit, das ewige Leben schon hienieden zu beginnen. Folgen wie dem Aufruf unseres Meisters, um die wundersam reine, klare Luft ewiger Wahrheit und Liebe atmen zu können!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114894638429553658?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114894638429553658/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114894638429553658&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114894638429553658'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114894638429553658'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/05/man-muss-allzeit-beten-teil-ii.html' title='&quot;Man muss allzeit beten&quot; - Teil II'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114886332271064883</id><published>2006-05-29T01:53:00.000+02:00</published><updated>2006-05-29T18:56:27.000+02:00</updated><title type='text'>"Man muss allzeit beten" - Teil I</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine Meditation mit Bildern auf Pfingsten hin&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem wir während des Tages die wesentlichen Akte der Betrachtung möglichst oft wiederholen, wecken und entfalten wir in uns den Geist des Gebets. Das Wort des hl. Johannes wird zum strahlenden Stern und Leuchtfeuer in unserem Leben: "Gott ist die Liebe, wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm" (1 Joh 4,16). Als Folge davon erfahren und verwirklichen wir das andere Wort des gleichen Apostels: "Wer aus Gott geboren ist, sündigt nicht, weil Sein Lebenskeim in ihm lebendigt bleibt" (1 Joh 3,9).&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/66.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/66.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nichts ist leichter, als sich von Zeit zu Zeit - und wäre es auch nur für einige Sekunden - von den Beschäftigungen und Verrichtungen des täglichen Lebens loszumachen, um sich mit Gott zu vereinen. "Wie gut ist es für mich, Gott anzuhangen" (Ps 73). Jeden Augenblick kann ich mit Ihm reden, ja ich bedarf nicht einmal der Worte dazu. Ein kurzer Blick in mein Inneres, ein Gruß, ein Akt der Liebe, des Vertrauens, der Bitte um Licht und Kraft, je nach Umständen und Bedürfnis, genügt. "Ich erinnerte mich an Gott, und fröhlich ward mein Herz" (Ps 77). So schaffe ich mir allmählich eine innere Einsamkeit, in der ich beständig auf die Stimme meines Vielgeliebten hinhorche, der selbst mir diese traute Zwiesprache verheißt: "Ich werde ihn in die Einsamkeit führen und da zu seinem Herzen sprechen" (Hos 2,16).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/41.1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/41.1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich bemühe mich mit immer größerer Treue, dieser Stimme zu lauschen und alles freudvoll zu erfüllen, was er von mir will. "Ich lausche, was in mir der Herr spricht" (Ps 85,9). Wenn Schwierigkeiten sich mir entgegenstellen, nehme ich meine Zuflucht zu Ihm. In Ihm finde ich Licht und Kraft, mit Ihm teile ich meine Freude, mit einem Wort: Er nimmt den ersten Platz in meinem Denken und Handeln ein. Mein ganzes Leben, das bisher nur um mein eigens Ich kreiste, findet fortan seinen ganzen Sinn und Zweck einzig in Ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/r2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/r2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;All das tue ich ohne gewaltsame Anspannung des Geistes. Die häufige Wiederholung einzelner Tugendakte bewirkt die Ausbildung tugendhafter Gewohnheiten. Wenn ich also in die Atmosphäre des Lebens beständigen Glaubens, Vertrauens und Liebens gelangen will, muss ich nur solche Akte möglichst oft wiederholen. Ich bin dann sicher, dass Gott mich zu Seiner innigsten Lebensgemeinschaft ruft. "Meine Wonne ist es ja, bei den Menschenkindern zu sein" (Spr 8,31). Ich scheue weder Mühe noch Arbeit, um diese Lebens- und Liebesgemeinschaft so schnell wie nur möglich zu erwerben und dauernd darin zu verbleiben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114886332271064883?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114886332271064883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114886332271064883&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114886332271064883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114886332271064883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/05/man-muss-allzeit-beten-teil-i.html' title='&quot;Man muss allzeit beten&quot; - Teil I'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114624497667474772</id><published>2006-04-28T19:16:00.000+02:00</published><updated>2006-08-01T00:59:39.356+02:00</updated><title type='text'>Der Wille zur Macht - ein Wille zur absoluten (individuellen, kinderlosen) Freiheit?</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine Betrachtung zum Gedenktag der heiligen Gianna Beretta Molla&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;"Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit." (2Kor 3, 17)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Die heilige Gianna Beretta Molla ist ein einzigartiges Vorbild in unserer Zeit, in der unaufhörlich über christliche Werte, Feminismus und die Rolle der Frau, in einer Zeit, in der über das Für und Wider von Abtreibungen diskutiert wird und man sich fragt, wie erstrebenswert es heute wirklich noch ist eine Familie zu gründen, wie sehr Kinder und das aufopfern für diese dem eigenen Karrieredenken, dem eigenen Selbst vorzuziehen sind? Sicher: "Keine Frau", stellt Ulrich Greiner in einem ZEIT-Artikel mit Bezug auf ein Essay von Iris Radisch fest, "wird ihre Entscheidung für oder gegen ein Kind von der Lage der Rentenversicherung und vom Blick auf die Alterspyramide abhängig machen. Und ich kann gut verstehen, dass sich die Kollegin Radisch über die Bigotterie empört, mit der eine scheinerregte Öffentlichkeit das Problem des Kindermangels einfach auf die jungen Frauen ablädt, während es doch in Wahrheit alle angeht. Nun hat aber Iris Radisch die eigentlich Schuldigen ausgemacht, nämlich die Männer." Im weiteren verteidigt Ulrich Greiner "die" Männer und weist die Schuld von ihnen, geht aber nicht weiter auf das Problem des Kindermangels selber ein, das m.E. vielmehr darin liegt, dass das Kind nicht mehr jenen positiven Stellenwert in der Menschheit hat, wie es lange Zeit der Fall war. Während sie heute als Bedrohung der Individualisierung, die unter dem Deckmantel des trendigen Begriffs der Selbstfindung daherkommt, gesehen werden, erkannte man sie die ganze Menschheitsgeschichte hindurch, bis vor einhundert Jahren als Segen. Kinder, die neuen Menschen, werden heute als Gefährdung der eigenen Zukunft und des Lebensraums abgelehnt, womit die Individualisierung sich als zutiefst verwurzelter Egoismus, wenn nicht sogar Narßismus zu erkennen gibt. Der heutige Egoismus zeigt sich eben vor allem in einem exzessiven Ausleben einer Persönlichkeit, dass heißt das sichtbare Nachaussenkehren einer scheinbaren Individualität. Das aber die Individualität in Wahrheit eine Lüge und zugleich aber eine uralte Realität ist und damit die Individualisierung keine Revolution des Indivuums, sondern eher ein sich lächerlich machen ist wird nicht erkannt. Denn in Wahrheit drängt doch das "Individuum" in die Masse und jedes "anders-sein-wollen" muss daran scheitern, das ein völliges Anders-Sein niemals erreicht werden kann. Das gleichzeitige hineindrängen und abheben wollen von einer uniformierten Individualmasse führt schließlich eben zu jenem niemals endenden „Selbstfindungs- oder Selbsterkennungs-Trend“, der heute herrscht, da man doch nie sein ganz anderes Selbst finden kann. Ein nicht unwichtiger Grund, weshalb die Menschen scheinbar so wenig über sich selbst wissen ist, und das ist vielleicht ein Versäumnis der Aufklärung, die den Menschen stets nur sagte, sie seien „vernunftbegabte Individuen“, aber nicht was sie mit dieser Formel anzufangen haben, das ihnen die meisten bloß sagen wie sie sein sollen und nicht wie sie sind. Dies übernimmt heute nun die (Werbe-)Industrie, die viel weniger sagt, wie wir sein sollen, wie weithin angenommen wird, sondern eher, wie wir sind: Wir sind zu dick, wir sind zu alt, wir fahren ein zu schlechtes Auto, wir riechen zu schlecht etc., woraufhin uns vorgegaukelt wird, dass es uns mit bestimmten Produkten viel besser geht, woraus folgt, dass die Identität eigentlich durch Besitz beschrieben wird und den „individuellen Charakter“ ausdrückt. Die Frage nach dem Selbst ist also oft vielmehr eine Frage nach dem Besitz: „Was werde ich haben?“. Folge des gesamten Individualisierungsprozesses ist eine ständige Neuinszenierung des Einzelnen und seiner Persönlichkeit mit seinem Besitz, zum Zwecke der Abhebung von der Masse, ohne das er jemals zum Ende findet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Kann man dieses Verhalten aber sogleich pauschal ablehnen oder auch gar Verständnis dafür aufbringen? Das kann man durchaus, denn wenn man sich die globalisierte Welt vor Augen hält, die uneingeschränkten Konkurrenzkampf und damit Massenarbeitslosigkeit und Armut mit sich bringt, kann&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;es verstehbar werden, warum ein Individualisierungsprozess einsetzt, der die Möglichkeit propagiert, sich von der Masse abheben zu können, eben zu dem Zweck anders zu sein und damit den "Marktwert" zu erhöhen. Das damit auch ein zunehmender Provokationismus einhergehen muss ist fast zwingend. Dieses Phänomen ist aber nicht nur ein tatsächlich individuelles sondern überträgt sich auch auf ganzes Systeme, wie z.B. auf die Medien, wo verschieden Anstalten auch von "individuellen" Profilen sprechen, wenn es um Provokation geht um dies schließlich unter dem Kennwort "Marke" publik zu machen, wie z.B. das aktuelle Beispiel MTV zeigt, das treffenderweise über sich selber sagt: "Wir sind MTV. Wir polarisieren gerne, wir provozieren gerne, wir kratzen auch gerne mal an Tabus. Das sind Kernwerte unserer Marke." Ja, das ist modern und lässt sich in individualistisch-orientierten Gesellschaften auf zahlreiche Einzelpersonen sinngemäß übertragen. Da die freie Marktwirtschaft ebenso ein auf Individualismus basierte politisch-ökonomische Ideologie ist, die vom kapitalistischem Konkurrenzkampf beherrscht wird, geht es in jedem Versuch einer besonderen, aufmerksamkeitserregenden Individualität, und nur damit ist es möglich, ums schlichte überleben. Unter diesem Gesichtspunkt kann die Annahme verständlich werden, dass das Kinderbekommen als blockierend empfunden wird, besonders aber auf dem Hintergrund einer ständigen Propaganda gegen das Kind und für die Freiheit des (weiblichen) Individuums, für die Freiheit unabhängig leben zu dürfen, für die Freiheit, selbst entscheiden zu dürfen, für die Freiheit alles tun zu können, wann immer man es tun will. Hier zeigt sich ein weiter Punkt, nämlich eine ins unermäßlich gesteigerte Freiheitsideologie, der Versuch eine Freiheit zu erreichen, die gar nicht erreicht werden kann, der sich zu untersuchen lohnt. Diese, also der Versuch zur völligen, zur autonomen, ja zur freien Freiheit und der Wille immer alles tun zu können was man will, dieser pure Egoismus, der gewisserweise ein Wille zur Macht ist (der wiederum die Freiheit Anderer einschränken muss), gehen Hand in Hand. Doch der Mensch ist nicht "zur Freiheit verdammt" (Satre). Man sieht, wir stoßen hier in tiefe Wunden einer modernen, aufklärerisch geprägten Gesellschaft, deren Untersuchung ich jetzt aber nicht ausführen möchte, da sie sich nahezu ins Unabsehbare erstrecken würde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Zurück also zum eigentlichen Ausgangspunkt: Der Akt der Fortpflanzung, das zeugen von Kindern also ist mit der zunehmenden Modernisierung tabuisiert worden, da er im Konflikt mit dem übersteigerten bzw. fehlgeleiteten Freiheitsanspruch, also mit dem eigenen Egoismus im Konflikt steht. (Ich will aber übrigens keineswegs sagen, dass Frauen, welche die ihnen gegebene Freiheit in Anspruch nehmen, keine Kinder zu bekommen, generell egoistisch handeln oder gar schlechtere Menschen sind.) Dementsprechend wurden Hilfsmittel erfunden, um den Endzweck der Fortpflanzung zu verhindern, da man auf den Akt selber nicht verzichten wollte. Eine Verschiebung der Werte hat stattgefunden; nicht das Kinder zeugen ist angesehen, wie noch früher, wo man auf die Vergrößerung und damit Sicherung des Bestehens der Familie stolz war, sondern der bloße Akt selbst wird erhöht oder vielmehr der Lustgewinn der daraus resultiert. Eine bisher unbekannte Trennung von Fortpflanzung und Sexualität, die im Grunde zutiefst zusammengehören, hat seither ihren Lauf genommen. Das Kind, der Mensch, soll zukünftig, ja gegenwärtig schon etwas geplantes sein, das unter der Kontrolle der Vernunft steht, womit das Kind ein bloßes Produkt wird und die Sexualität etwas Austauschbares, wie schließlich der Mann bzw. die Frau selbst.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Noch einmal kurz zur Freiheit: "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.&lt;/span&gt;" (5,13) heißt es im Brief an die Galater und nimmt wohl eindeutig Bezug auf unserer vorrangegangene Thematik. Die Freiheit scheint also dann eingeschränkt, wenn sie zum Bösen missbraucht wird. Sicher sind wir auch frei darin Böses tun zu können, aber dieses tun trennt uns wieder ein Stück von der Freiheit Gottes, der selbst vollkommen frei ist. Das ist einsichtig, denn Gott ist ganz frei in seinem tun und wer in Christus ist, ist auch in seiner Freiheit. Deshalb werden wir auch gemahnt: "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zur Freiheit hat Christus und befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auferlegen!&lt;/span&gt;" (5,1). Der Wille, der Hunger nach Freiheit ist dem Menschen eingesenkt, wie wir oben festgestellt haben. Die Freiheit ist aber nicht von der Wahrheit zu trennen. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wahrheit und Freiheit verbinden sich miteinander oder sie gehen gemeinsam elend zugrunde.&lt;/span&gt;" &lt;span style="" lang="FR"&gt;(Fides et Ratio, Nr. 90). &lt;/span&gt;Die Freiheit ist nicht einfach die Fähigkeit, gleichgültige oder austauschbare Entscheidungen zu treffen. Sie ist auf Fülle ausgerichtet, ein erfülltes Leben, das die Person mit dem Ausüben ihrer Freiheit, aber in "richtiger Weise" (Recta Ratio) erobern muss. Die Freiheit findet ihren Sinn und folglich ihre Wahrheit, indem sie sich selbst, in Übereinstimmung mit der Natur der menschlichen Person, auf ihr eigenes Ziel ausrichtet. Folglich ist die Freiheit untrennbar an die Wahrheit des nach dem Bilde Gottes geschaffenen Menschen gebunden und besteht vor allem in der Liebe zu Gott und dem Nächsten (vgl. Fides et Ratio).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Diese Liebe zu Gott und dem Nächsten hat die heilige Gianna Beretta Molla ganz gelebt. In dem sie sagte "Rettet das Kind!", gab sich ganz für den Nächsten, für ihr Kind hin. Und als sie sprach "Jesus, ich liebe dich!", brachte sie mit einfachsten Worten, aber vollkommen die Liebe zu ihrem Gott zum Ausdruck. Darin kann die heilige Gianna Beretta Molla uns ein Vorbild sein.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114624497667474772?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114624497667474772/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114624497667474772&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114624497667474772'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114624497667474772'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/der-wille-zur-macht-ein-wille-zur.html' title='Der Wille zur Macht - ein Wille zur absoluten (individuellen, kinderlosen) Freiheit?'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114622608283622351</id><published>2006-04-28T13:51:00.000+02:00</published><updated>2006-04-28T14:15:47.566+02:00</updated><title type='text'>Kurz notiert - 28. April 2006</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Gedanktag der heiligen Gianna Beretta Molla&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;  &lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial,Arial,Helvetica;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;"Es gibt keine         grössere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt." (Joh         15,13&lt;/span&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;span style="font-family:Arial,Arial,Helvetica;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 128);font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/beretta.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/beretta.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Voller Angst, daβ das kleine Geschöpf in ihrem Schoβ krank zur Welt kommen könnte, bestürmt sie Gott, daβ dies nicht geschehe. Einige Tage vor der Geburt, ganz im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung, ist sie bereit, ihr eigenes Leben zu geben, um das Leben ihres Kindes zu retten: «Wenn ihr entscheiden müβt zwischen mir und dem Kind, keine Aufregung: wählt - und dies verlange ich - das Kind. Rettet das Kind!». Am Morgen des 21. April 1962 bringt sie Gianna Emanuela zur Welt und am Morgen des 28. April, trotz aller Anstrengungen, das Leben beider zu retten, in unbeschreiblichen Schmerzen, immer wieder «&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Jesus, ich liebe dich; Jesus, ich liebe dich&lt;/span&gt;» aussprechend, stirbt sie, 39 Jahre alt.&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 16. Mai 2004 wurde Gianna Beretta Molla unter Anwesenheit ihrer Tochter &lt;font&gt;Gianna Emanuela von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen und war somit die letzte Heilige in seinem Pontifikat.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;font&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;(Quelle: &lt;a href="http://www.vatican.va/news_services/liturgy/saints/index_saints_ge.html"&gt;http://www.vatican.va/news_services/liturgy/saints/index_saints_ge.html&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114622608283622351?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114622608283622351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114622608283622351&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114622608283622351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114622608283622351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/kurz-notiert-28-april-2006.html' title='Kurz notiert - 28. April 2006'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114599229696896302</id><published>2006-04-25T20:43:00.000+02:00</published><updated>2006-04-26T12:16:43.643+02:00</updated><title type='text'>Ein Bischof bloggt.</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das vor garnicht langer Zeit vorgestellte neue Internetportal der katholischen Kirche in Österreich &lt;a href="http://www.katholisch.at"&gt;www.katholisch.at&lt;/a&gt; hat nun auch das bloggen entdeckt und sogleich einen prominenten Vertreter dazu bewegen können in dieser Woche jeden Tag seine Eindrücke niederzuschreiben. Niemand geringers, als der am "Weißen Sonntag", den 23. April im Stephansdom zum Weihbischof geweihte &lt;a href="http://stephanscom.at/edw/diashow/bischofsweihe_franzscharl"&gt;Dr. Franz Scharl&lt;/a&gt; freut sich, dass wir ihm "in den nächsten Tagen Augen, Ohren und Herzen leihen", um ihn über das &lt;a href="http://www.katholisch.at/content/site/weblog/article/1880.html?SWS=183274fbcd040fafc3d9ddf9885d45c7"&gt;Weblog&lt;/a&gt; durch diese "erste Woche in diesem neuen besonderen Amt zu begleiten".&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich bin nicht wirklich aufgeregt, aber vom Einzug, von der Musik, von den gekommenen Menschen, tief bewegt. Beim Eröffnungslied musste ich mich fassen, ich war den Tränen nahe, denn es wurde eines meiner Lieblings-Osterlieder gesungen."&lt;/span&gt; schreibt der neuen Weihbischof rückblickend auf seine Weihe. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Besonders bewegend waren für mich natürlich die Prostratio bei der Allerheiligenlitanei und auch das Halten des Evangeliars über meinem Kopf. Ich kniee unter dem Wort Gottes, es ist auch mein Schutz. &lt;/span&gt;[...]&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Der zustimmende Applaus in der Kirche nach der Weihehandlung war für mich auch Stärkung und Ansporn.&lt;/span&gt;", erinnert er sich weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis in die späten Abendstunden feierten die&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/r_scharl_menschen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/r_scharl_menschen.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Menschen, vor allem die afrikanische Gemeinde mit traditionellen Ryhtmen noch auf dem Stephansplatz ihren neuen Bischof, der sich lange unter ihnen aufhielt und sich von jedem gratulieren ließ, der dies wollte. Unzählge Hände schüttelte er, unter anderem auch von ausländischen Touristen die sich kurz danach verwundert zu mir beugten und fragen: "Was ist hier los?". Kaum einer, der sich auf dem Stephansplatz aufhielt, bekam diese Frage am Sonntag wohl nicht zu hören, wie auch &lt;a href="http://www.stephanscom.at"&gt;www.stephanscom.at&lt;/a&gt; zu berichten weiß. Menschenmassen erlaubten Franz Scharl nur ein vorrankommen im Schneckentempo. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Für mich war es eine runde Feier.&lt;/span&gt;", weiß der neue Weihbischof von Wien.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114599229696896302?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114599229696896302/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114599229696896302&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114599229696896302'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114599229696896302'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/ein-bischof-bloggt.html' title='Ein Bischof bloggt.'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114583219968593414</id><published>2006-04-23T23:39:00.000+02:00</published><updated>2006-04-24T12:51:00.980+02:00</updated><title type='text'>Die Barmherzigkeit - Ostern dauert an!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/jesus_thomas.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/jesus_thomas.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich auch euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.&lt;/span&gt; (Joh 20, 19–23)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Osteroktav geht zu Ende, in der österlichen Zeit, den 50 Tage vom Sonntag der Auferstehung bis Pfingstsonntag stehen wir aber noch vollkommen. Ostern ist nicht vorbei, ist niemals ganz vorbei, ganz im Gegenteil sogar, feiern wir Ostern das ganz Jahr hindurch und besonders an jedem "Tag des Herrn", am "Herrentag", wie er in einigen romanischen Sprachen noch heißt (vgl. domenica, domingo, dimanche etc.) und den wir schlicht am Sonntag nennen. Nein, Ostern endet nicht, sowie auch &lt;a href="http://umkehr.blogspot.com/2006/01/epiphanias-die-erscheinung-des-herrn.html"&gt;Weihnachten&lt;/a&gt; niemals endet. Besonders sehen wir dies eben in den 50 Tagen ausgedrückt, sie als ein einziger Festtag gefeiert werden, als "der große Tag des Herrn" (Athanasius).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! &lt;/span&gt;(Joh 20, 24-28)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/r_scharl_kraetzl1.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/r_scharl_kraetzl1.0.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ja, heute endet das Osteroktav, aber nicht Ostern, wie auch Gottes Barmherzigkeit niemlas endet, vielmehr überrascht er uns immer wieder mit ihr, wie Franz Scharl, der heute wie die Apostel ausgesand wurde, bei seiner &lt;a href="http://stephanscom.at/edw/diashow/bischofsweihe_franzscharl"&gt;Bischofsweihe&lt;/a&gt; im Wiener Stephansdom in seiner Ansprache feststellte. Gott, Christus, der die Barmherzigkeit ist, durchschreitet immer wieder verschlossene Türen, unseres Herzens, unseres Verstandes und nimmt uns barmherzig, wie verlorene Söhne an und grüßt uns mit einem "Friede sei mit Euch!", ohne eine Vorwurf, sondern gießt seine Barmherzigkeit über alles aus, was vorzuwerfen wäre. Er selbst, Franz Scharl, wandte sich früher von Christus ab, konnte nicht mehr an ihn glauben und wurde doch wieder barmherzig aufgenommen und wurde nun schließlich bis zum Bischofamt in die Nachfolge der Apostel berufen. Gottes Barmherzigkeit überrascht immer wieder. Deshalb feierten wir heute auch den "&lt;a href="http://www.gottesbarmherzigkeit.de/"&gt;Sonntag der Barmherzigkeit&lt;/a&gt;". Gott verzeiht uns und Stürze dürfen uns "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;nicht betrüben – selbst schwere nicht –, wenn wir reuevoll und mit guten Vorsätzen im Sakrament der Buße bei Gott unsere Zuflucht suchen. Der Christ ist nicht krampfhaft darauf bedacht, von Gott einen tadellosen Leistungsnachweis zu erhalten. So sehr Jesus Christus, unser Herr, ergriffen ist von der Unschuld und Treue des Johannes – als Petrus nach seinem Fall reuevoll umkehrt, wendet Er sich ihm voll Liebe wieder zu. Jesus hat Verständnis für unsere Schwachheit und zieht uns wie über eine sanft ansteigende Ebene zu sich hin. Er erwartet nur, daß wir uns immer wieder bemühen, täglich ein wenig höher zu kommen. Er sucht uns auf, wie Er die beiden Jünger von Emmaus aufsuchte und sie begleitete, und wie Er den Thomas aufsuchte, ihm die offenen Wunden seiner Hände und seiner Seite zeigte und ihn aufforderte, sie mit seinen Fingern zu berühren. Gerade weil Jesus unsere Schwachheit kennt, wartet Er ständig darauf, daß wir zu Ihm zurückkehren.&lt;/span&gt;" (Josemaria Escrivá, Christus Begegnen, 75&lt;i&gt;) &lt;/i&gt;Gerade deshalb setzte er mit göttlicher Barmherzigkeit das Sakrament der Buße bei seiner Erscheinung im Abendmahlssaal ein, damit wir zu ihm umkehren und fortan "ohne Vorwurf und in der befreienden Barmherzigkeit des Friedens Christi" (SE Kardinal Schönborn bei der Bischofsweihe von Franz Scharl) allen Menschen begegnen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Ostern dauert an, denn Gott ist barmherzig. Ostern dauert an, weil "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Christus lebt&lt;/span&gt;. Das ist die Wahrheit, die unseren Glauben mit Inhalt erfüllt. Jesus, der am Kreuz starb, ist auferstanden, er hat über den Tod gesiegt, über die Macht der Finsternis, über den Schmerz und die Angst. Fürchtet euch nicht, diesen Gruß entbot der Engel den Frauen, die zum Grabe gingen. Fürchtet euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. [...] Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat, da laßt uns frohlocken und fröhlich sein. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die österliche Zeit ist eine Zeit der Freude, einer Freude, die sich nicht auf diesen Abschnitt des liturgischen Jahres beschränkt, sondern die in jedem Augenblick das Herz des Christen erfüllt. Denn Christus lebt, Christus ist nicht eine Gestalt, die vorübergegangen ist, die einmal lebte und dann verschwand und uns nur eine wunderbare Erinnerung und ein ergreifendes Beispiel hinterließ. Nein, Christus lebt. Jesus ist der Emmanuel: Gott mit uns. Seine Auferstehung bekundet uns, daß Gott die Seinen nicht im Stich läßt. [...]&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christus lebt fort in seiner Kirche, in ihren Sakramenten, in ihrer Liturgie, in ihrer Verkündigung, in all ihrem Tun. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Insbesondere bleibt Christus unter uns gegenwärtig in der Eucharistie, wo er sich Tag für Tag hingibt. Darum ist die heilige Messe Mitte und Wurzel des christlichen Lebens. In jeder Messe ist immer der ganze Christus anwesend, Haupt und Leib. " (&lt;/span&gt;&lt;font&gt;Josemaria Escrivá, &lt;a href="http://www.de.josemariaescriva.info/index.php?id_cat=614&amp;id_scat=590"&gt;Christus Begegnen&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;) &lt;/span&gt;&lt;font&gt;In seiner unendlichen Gnade schenkt er sich uns und nährt unsere Seelen in der Eucharistie, wie er sie in der Buße und Taufe reinigt. Die Taufe, wie sie auch heuer wieder einige umgekehrte Erwachsene in der Osternacht empfangen haben, ertränkt die Verweigerung, ertänkt alles Vorzuwerfende in der göttlichen Barmherzigkeit und Christus ruft dem Täufling ohne Vorwurf zu: "Der Friede sei mit Dir!". Die Paschamysterium, die Eucharistie, in der Christus zu uns kommt ist aber der Gipfel der göttlichen Barmherzigkeit. Die ganze Göttlichkeit zeigt sich in Christus schließlich denen, die zu ihm kommen und glauben, dass in ihm Gott zu uns kommt. Wer nicht glaubt, der sieht nichts. Wer liebt, begreift alles.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114583219968593414?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114583219968593414/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114583219968593414&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114583219968593414'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114583219968593414'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/die-barmherzigkeit-ostern-dauert.html' title='Die Barmherzigkeit - Ostern dauert an!'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114573816917272896</id><published>2006-04-22T22:25:00.000+02:00</published><updated>2006-04-22T22:36:23.883+02:00</updated><title type='text'>Kurz notiert</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Immer wieder ist mir schon aufgefallen, dass ich mir einige aktuelle Themen zurecht gelegt hatte, zu denen ich einen Beitrag schreiben wollte, es aber leider aus zeitlichen Gründen doch nicht zu einer Umsetzung kam. Und Petra freute sich unlängst in einem Kommentar auch, das ich nun wider öfter schreibe (Vielen Dank dafür), was aber mit dem Ende der Osterferien wohl leider auch nicht in dieser Dichte weitergeführt werden kann. Folglich bin ich zu dem Entschluß gekommen, es einmal mit der Form "Kurz notiert" zu probieren, in der ich vielleicht zukünftig wenigstens aktuelle Themen kurz benenne und einige Worte dazu verliere, was aber nicht heißt, das es nicht außerdem einen ausführlichen Beiträge geben könnte. Hier also ein erstes "Kurz notiert":&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bischofsweihe&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/bischofscharl.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/bischofscharl.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hin und wieder sieht man den sympathischen langen Mann durch Wien flitzen, immer mit einem Lächeln auf den Lippen, der nun am morgigen 23. April 2006, dem Weißen Sonntag oder auch "Sonntag der Barmherzigkeit" um 15.00 Uhr im Wiener Stephansdom von Christoph Kardinal Schönborn u.a. zum neuen Weihbischof von Wien geweiht wird: Franz Scharl. Ganz überraschend wurde der "einfache Pfarrer" und Dechant des Stadtdekanates 4 und 5 im Februar von Papst Benedikt XVI. zum Weihbischof ernannt, auf den man in Wien schon lange wartet. Bischof Scharl wird besonders in der Kategorialen Seelsorge und der Betreuung fremdsprachigen Gemeinden in Wien eingesetzt. Ohnehin hat Franz Scharl schon lange sein Interesse auf diesem Gebiet bekundet, da er nicht nur ein Volkskundestudium absolvierte sondern sich auch bisher besonders für die afrikanische Gemeinde engagierte. Seine besondere Beziehung zu dieser zeigt sich auch in der Weiheliturgie, die musikalisch neben der Wiener Dommusik auch von der englischsprachigen afrikanischen Gemeinde gestaltet wird. Zudem wurde Franz Scharl zum Titularbischof von Gerafi in Nordafrika ernannt.&lt;br /&gt;Sein Wahlspruch wird "Gott ist Geist" (Joh 4,24a) sein. Franz Scharl, der auch hie und da liebevoll "Yoga-Franzl" genannt wird, ist ein moderner Stadtseelsorger zur rechten Zeit, der eigentlich ein Quereinsteiger ist, wollte er doch in den 70er Jahren noch aus der Kirche austreten und Yogalehrer werden, schickte aber glücklicherweise den Brief an die falsche Stelle. "Erst" 1990 wurde er schließlich über einige Umwege zum Priester geweiht. Franz Scharl ist äußerlich ein zurückhaltender, aber persönlich ein sehr liebenswürdiger und engagierter Mensch. Herzlichen Glückwunsch, alles Gute und Gottes Segen ergeht an den neuen Weihbischof von Wien, Franz Scharl!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;800 Jahre Deutscher Orden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Hochmeister.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/200/Hochmeister.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der 1190 als Spitalbruderschaft gegründete und um 1199 zum geistlichen Ritterorden gewandelte Orden reiht sich nach den Johannitern und Templern als dritter in die Ritterorden der Kreuzzugszeit ein und war anfangs nur im heiligen Land tätig, weitete sich aber bald auf das übrige Europa aus (vorallem Mitteleuropa). Sein vollständiger Name lautet "Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem", nach dem damaligen deutschen Spital in Jerusalem. Seit 800 Jahren ist er nun auch in Wien tätig und erhielt eigens für sein 800-Jahr-Jubiläum eine Jubiläumsglocke für die Deutschordenskirche in der Singerstraße, gleich neben dem Stephansdom. Die kleine Kirche wird oft übersehen, da ihr Eingang ein wenig versteckt ist, ein Blick hinein lohnt sich aber allemahl - sofort überströmt einen ein Gefühl von Gemütlichkeit. Das gotische Gotteshaus wurde 1395 geweiht und unter den Schutz der heiligen Elisabeth von Thüringen gestellt, die sich, wie der Orden selbst, unermüdlich und selbstlos für die Armen und Kranken einsetzt(e). Um 1809 wurde das Haus schließlich sitzt des sogenannten Hochmeisters (derzeit Abt Dr. Bruno Platter), welcher der Generaloberer aller Brüder und Schwestern (die "Kongregation der Schwestern vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem" gehören seit 1855 offiziell zum Orden, existieren aber schon seit dem Mittelalter) des Deutschordens ist. Der Hochmeister erhält eine Abtsweihe und trägt bischöfliche Kleidung. Neben den Brüdern und Schwestern existiert noch ein dritter Zweig im Deutschorden, die sogenannten "familiares", welche Männer und Frauen weltlichen oder geistlichen Standes umfassen und die den Orden in seinen Werken und Anliegen unterstützen. Heute engagiert sich der Orden vorallem im sozial-karitativen und gesundheitlichen Bereichen, so betreibt er zum Beispiel u.a. Altenheime und Heime für Menschen mit Behinderung. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum fand heute um 12.00 Uhr ein Pontifikalamt im Stephansdom statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;George W. Bush kommt nach Wien&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Rahmen des EU-USA-Gipfels wird am 21. Juni der US-Präsident George W. Bush nach Wien kommen. Die enormen Sichheitsvorgaben des US-Sicherheitsdienste sind schon jetzt eine Herausforderung für die österreichischen Behörden und werden wohl weite Teile der Wiener Innenstadt lahmlagen, da Bush vorraussichtlich auf eigenen Wunsch in einem Hotel am Ring untergebracht wird. Bereits jetzt formieren sich breite Protestbewegungen gegen den Bush-Besuch. Es ist nicht auszuschließen, das Bush auch Interesse an einigen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. dem Stephansdom haben könnte.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114573816917272896?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114573816917272896/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114573816917272896&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114573816917272896'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114573816917272896'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/kurz-notiert.html' title='Kurz notiert'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114545404660693619</id><published>2006-04-19T15:14:00.000+02:00</published><updated>2006-04-19T16:06:20.746+02:00</updated><title type='text'>"Tu mir dies nicht an!" - Papst Benedikt 1 Jahr im Petrusamt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Bene.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/Bene.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Als langsam der Gang der Abstimmungen mich erkennen ließ, dass sozusagen das Fallbeil auf mich herabfallen würde, war mir ganz schwindelig zumute. Ich hatte geglaubt, mein Lebenswerk getan zu haben und nun auf einen ruhigen Ausklang meiner Tage hoffen zu dürfen. Ich habe mit tiefer Überzeugung zum Herrn gesagt: Tu mir dies nicht an!&lt;/span&gt;", erklärte Papst Benedikt XVI. wenige Tage nach seiner Wahl am 25. April 2005 gegenüber &lt;a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2005/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20050425_german-pilgrims_ge.html"&gt;deutschen Pilgern&lt;/a&gt;. Wahrlich, dieser ältere Herr, der bekanntlich als Präfekt der Glaubenskongregation schon mehrmals seinen Rücktritt eingereicht hatte, sollte nun diese schwere Last noch tragen müssen? Wollte er sich nicht viel lieber endlich zurückziehen können und Bücher schreiben? Aber "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;es war vermutlich nicht das erste Mal, dass der Herr Ratzinger nicht gehorchte.&lt;/span&gt;", stellt Peter Seewald in einem &lt;a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/front_content.php?lang=2&amp;idcatside=1749"&gt;Interview&lt;/a&gt; fest. Heute kann man es sich kaum noch vorstellen, das dieser Mann je etwas anderes getan hätte, so unglaublich gelöst und herzlich begegnet er den Menschenmassen, die ihm ohne Zweifel anfangs nicht geheuer waren. Seine demütige Zurückhaltung und scheinbar programmatische Liebe überzeugt auch die schärfsten Kritiker, die "&lt;a href="http://de.news.yahoo.com/19042006/286/vatikankritiker-kueng-lobt-benedikt-xvi.html"&gt;durchaus positive Aspekte&lt;/a&gt;" einräumen müssen. Aber ich will keine positiv-negativ-Jahresbillanz ziehen, wie es so viele jetzt tun, denn ich habe auch niemals daran gezweifelt, das dieser der richtige Papst zur richtigen Zeit ist.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor einem Jahr am Abend durch das Haus lief und schrie: "Weißer Rauch! Weißer Rauch!". Quällend lange Minuten ließen uns warten und ich hatte so sehr gehofft das es Kardinal Ratzinger sein würde. Und als es dann tatsächlich jener war... wie unberschreiblich ist dieser Moment, ich hatte es nicht wirklich zu glauben gewagt und glaubte es noch nicht: "Das kann nicht sein! Unglaublich!" waren meine ersten Worte. Unfassbare Freude durchstömte mich, wie ich sie noch nie vorher verspührte und machte mich sprachlos. Wie konnte diese Wahl wirklich möglich sein - ein deutscher Papst? Sofort liefen einige zu einem Mitbruder um ihn wie eine Reliquie zu berühren und ihm zu gratulieren, da er den Kardinal persönlich kannte. Noch heute erscheint es mir immer wieder als unglaublich, und wird es wohl auch noch weiterhin, bis ich ihn einmal mit meinen eignen Augen gesehen habe. In diesem Jahr ist meine Liebe zu unserem Papst Benedikt stättig gewachsen und es gibt kein Worte von ihm, die ich nicht verschlinge. So kraftvoll, klar, fast poetisch erscheinen sie immer wieder und sind von solch klarer Brillianz, das selbst Evangelikale Splittergruppen den Genius dieses Papstes anerkennen müssen und wie viele haben nicht schon ihr Bild gegenüber der katholischen Kirche zum Positiven hin gewandelt, aufgrund allein der Sprache unseres geliebten Papstes, wie ich erfahren durfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und doch hat er es schwer. Erst am vergangen Ostersonntag feierte Benedikt XVI. seinen 79. Geburtstag. Und mehr als zuvor ist er nun ein Packesel Gottes geworden, wie es der Korbiniansbär in seinem Wappen jeher symbolisiert. Die Geschichte vom Bären, den der heilige Korbinian zu seinem Lastträger machte erinnerte Joseph Kardinal Ratzinger in seinen Erinnerungen „Aus meinem Leben" an eine Meditation des Heiligen Augustinus über die Verse 22 und 23 des Psalms 73: "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich war töricht und verstand nichts, war wie ein Stück Vieh vor Dir. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.&lt;/span&gt;", heißt es darin. Augustinus schrieb über das Vieh der Bauern, vor allem die Zug- und Lasttiere, die diesen auch zur Verrichtung der Arbeit dienten. Als ein solches Zugtier empfand sich der Heilige. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Ja freilich, ein Zugtier bin ich geworden, ein Packesel, aber gerade so bin ich bei dir, Herr; gerade so diene ich dir, gerade so hast du mich in der Hand!&lt;/span&gt;" Das Leben eines Gelehrten wollte er ursprünglich führen und sah sich nun plötzlich vor einen Karren gespannt, um Gottes Werk durch jene Zeit zu ziehen, seine Last durch diese Welt zu tragen. Dies erschein ihm recht hart und ein bitteres Los zu sein, in seiner Meditation aber findet der Heilige Trost in dem Gedanken, dass das Zugtier dem Bauern besonders nahe ist, dass ihm dieses Stück Vieh besonders lieb und wert ist, welches ihm zur Arbeit dient. Und so ist dem Herren der Welt ein Augustinus, der sich vor dem Karren müht, lieber als jener, der ruhig und sauber in seiner Gelehrtenkammer verharrt. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Der bepackte Bär, der dem heiligen Korbinian das Pferd oder wohl eher den Maulesel ersetzte, sein Maulesel wurde – gegen seinen Willen, war er so und ist er nicht ein Bild dessen, was ich soll und was ich bin? 'Ein Packesel bin ich für Dich geworden, und gerade so bin ich ganz und immer bei Dir.' [...] Von Korbinian wird erzählt, dass er den Bären in Rom wieder in Freiheit entließ. [...] Inzwischen habe ich mein Gepäck nach Rom getragen und wandere seit langem damit in den Straßen der Ewigen Stadt. Wann ich entlassen werde, weiss ich nicht.&lt;/span&gt;", sagt der heutige Papst Benedikt XVI. damals in seinen "Erinnerungen" weiter und lesen wir heute wissend, das er wohl niemals mehr aus Rom zurückkehren wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/24cnd-pope-mass650.4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/24cnd-pope-mass650.4.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auch als Papst Benedikt XVI. sieht sich Joseph Ratzinger als Werkzeug Gottes, als sein Packesel, der seinen weiteren Weg im Vertrauen auf den Herrn geht. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich bin nicht allein. Ich brauche nicht allein zu tragen, was ich wahrhaftig allein nicht tragen könnte. Die Schar der Heiligen Gottes schützt und stützt und trägt mich.&lt;/span&gt;" Doch Papst Benedikt XVI. nimmt diese Last auf sich und nimmt damit den Willen Gottes an. Neben den Korbiniansbär auf dem Papstwappen ist auch das Pallium, das ihm zur Amteinführung um die Schultern gelegt wurde ein Bild "[...] &lt;span style="font-style: italic;"&gt;für das Joch Christi, das der Bischof dieser Stadt &lt;/span&gt;[Rom]&lt;span style="font-style: italic;"&gt;, der Knecht der Knechte Gottes auf seine Schultern nimmt. Das Joch Gottes – das ist der Wille Gottes, den wir annehmen. Und dieser Wille ist für uns nicht eine fremde Last, die uns drückt und die uns unfrei macht. Zu wissen, was Gott will, zu wissen, was der Weg des Lebens ist – das war die Freude Israels, die es als eine große Auszeichnung erkannte. Das ist auch unsere Freude: Der Wille Gottes entfremdet uns nicht, er reinigt uns – und das kann weh tun – , aber so bringt er uns zu uns selber, und so dienen wir nicht nur ihm, sondern dem Heil der ganzen Welt, der ganzen Geschichte.&lt;/span&gt;" Aber zugleich ist das Pallium auch ein Zeichen für das verlorene Schaf, dem der Herr in die Wüste nachgeht. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er steht selber auf, verlässt des Himmels Herrlichkeit, um das Schaf zu finden und geht ihm nach bis zum Kreuz. Er lädt es auf die Schulter, er trägt unser Menschsein, er trägt uns – er ist der wahre Hirt, der für das Schaf sein eigenes Leben gibt. Das Pallium sagt uns zuallererst, dass wir alle von Christus getragen werden. Aber er fordert uns zugleich auf, einander zu tragen.&lt;/span&gt;“ (&lt;a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2005/documents/hf_ben-xvi_hom_20050424_inizio-pontificato_ge.html"&gt;Predigt&lt;/a&gt; zur Heilige Messe zur Amtseinführung von Papst Benedikt XVI., Predigt des Heiligen Vaters Benedikt XVI., Petersplatz, Sonntag, 24. April 2005)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 29. Juni 1951 wurde er zum Priester geweiht. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Man soll nicht abergläubisch sein. Aber als in dem Augenblick, in dem der greise Erzbischof mir die Hände auflegte, ein Vöglein - vielleicht eine Lerche - vom Hochaltar in den Dom aufstieg und ein kleines Jubellied trällerte, war es mir doch wie ein Zuspruch von oben: Es ist gut so, du bist auf dem rechten Weg. [...] Dein Packesel bin ich geworden&lt;/span&gt;", schreibt Ratzinger am Ende seiner Lebenserinnerungen an Gott gewendet. "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und so, gerade so, bin ich bei Dir.&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114545404660693619?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114545404660693619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114545404660693619&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114545404660693619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114545404660693619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/tu-mir-dies-nicht-papst-benedikt-1.html' title='&quot;Tu mir dies nicht an!&quot; - Papst Benedikt 1 Jahr im Petrusamt'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114539499381800600</id><published>2006-04-18T23:04:00.000+02:00</published><updated>2006-08-01T01:40:21.703+02:00</updated><title type='text'>Das achte Weltwunder - 500 Jahre Petersdom</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich war leider noch nie in Rom und kann mich deshalb &lt;a href="http://paxvobis2.blogspot.com/"&gt;Georg&lt;/a&gt; nicht anschließen, wenn er schreibt: "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich glaube, es gibt kaum einen Katholiken, der nicht seine ganz persönlichen Erinnerungen an dieses "Phänomen San Pietro" in sich trägt&lt;/span&gt;". Der Petersdom in Rom, beziehungsweise im Vatikan ist aber dennoch wahrhaftig ein Wunderwerk und es ist kaum zu glauben, das er überhaupt existiert, wenn man auf seine teils chaotische  Entsehungsgeschichte zurückblickt. Heute vor 500 Jahren wurde der Grundstein für den Neubau der&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Grundrisse%20in%20der%20Baugeschichte.2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/400/Grundrisse%20in%20der%20Baugeschichte.1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; abgerissenen tausendjährige konstantinische Basilika gelegt und erst 120 Jahre später konnte an einem Palmsonntag das vollendete Werk, nach einer wechselvollen Baugeschichte geweiht werden. Mindestens sieben Baumeister waren, von Bramantes ersten Entwürfen über Michelangelo, Sagnallo, Raffael Maderno bis Bernini, an dem Bau beteiligt. Ohne einen Gesamtplan und ohne eine feste Finanzierung war die Entstehung stets unterschiedlichsten Interessen und Ideen ausgesetzt. Bramante plante zunächst eine gigantische Kuppel, kam bei der Umsetzung aber nicht viel weiter, als bis zu den 50 Meter hohen Stützpfeiler der Vierung genau über dem Petrusgrab und die verbindenden Bögen. Nach seinem Tod und in Folge der Re&lt;span style="font-size:100%;"&gt;formation ruhte die Baustelle zunächst jahrelang und der Peterdom war&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; im Grunde nicht mehr als nur ein kleines&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Schutzhaus über dem Petrusgrab. Mit seinen Säulen schuf Bramante aber unumgängliche Tatsachen, die den weiteren Bau beeinflußten und den vollständigen Abriß der alten Peterskirche verlangten. Von Sagnallos Entwurf entstand zunächst über 7 Jahre ein sehr kostenaufwendiges, etw&lt;/span&gt;a 4 Meter hohes begehbares Holzmodell eines Zentralbaus, dessen Gelder durchaus auch ein echtes Gotteshaus finanzieren hätten können. Seine Entwürfe wurden von&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Michelangelo jedoch weitestgehend wieder verworfen, der erstmals in der Geschichte des Baus nahezu freie Hand erhielt und sich nur vor dem Papst persönlich rechtfertigen musste. So brachte er auch fast seinen Zentralbau zum Abschluß, ohne allerdings jemals seine Kuppel vollendet zu sehen. Mir dieser, in leicht veränderter Form, krönten erst seine Schüler die Peterskirche. Maderno allerings, ein Nachfolger, begann 1613 wieder mit Abrißarbeiten, i&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;n dem er dem Zentralbau ein Langhaus hinzufügte und der Dom schließlich die Gestalt bekam, wie wir sie heute kennen. Seine Vollendung fand das Gesmatkunstwerk schließlich nocheimal&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; circa 30 Jahre später mit Berninis unnachahmlicher Pia&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;zza San Pietro. Der Petersdom mit seinem Platz ist tatsächlich ein achtes Weltwunder und kann zurecht als ein Zeichen der Moderne, gar als ein Wegbereiter dieser erkannt werden, denn an keinem Kunstwerk arbeiteten soviele bedeutende Künstler seiner Zeit mit, an keinem Bauwerk wurde soviel während seines Baus abgerissen und wieder neu gebaut. Gerade dieses Prinzip, immer wieder zerstören um Neues entstehen zu lassen, ist ein überaus modernes. Es ist wirklich ein Wunder, das diese Kirche steht.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;  &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Entgegen aber allen Äußerungen, der Petersdom sei die größte Kirche der Christenheit, muss festgestellt werden, das dem nicht so ist. Dies ist nämlich seit 1989, wenn man von den reinen Außenmaßen ausgeht, &lt;a href="http://africonseil.ifrance.com/BASILIQUENOTREDAMEDELAPAIX.htm"&gt;La Basilique Notre Dame de Paix&lt;/a&gt; in Yamoussoukro, der Hauptstadt der Elfenbeinküste in Afrika.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/basilicafar.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/basilicafar.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Befremdlich daran ist vorallem, das die Elfenbeinküste zun dem ärmsten Ländern der Welt gehört, die Basilika aber auf Anregung des umstrittenen, 33 Jahre herrschende Präsidenten &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Félix Houphouët-Boigny für 250 Millionen E&lt;span style=""&gt;uro&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;, angeblich aus seinem Privatver&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;mögen gebaut wurde. Notre Da&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;me de Paix soll eine Kopie des Petersdoms sein, ist aber nicht annährend so schön wie dieser, aber zeigt, welche Faszination von St. Peter ausgeht. A&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;m befremdlic&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;hsten ist sicher aber, das sich der Präsident wohl auf einem Fenster im Kreise &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;der Jünger Jesu als 13. Apostel abbilden ließ. Aber auch der Petersdom war&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt; immer Stein des Anstoßes, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;besonders seit der Zeit der Reformation, aber vielmehr stieß man sich wohl an dem, was er im&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;mer re&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;präsentierte, nämlich das Papst- bzw. Petrusamt. Dieses Amt an sich wurde immer wieder als, im wahrsten Sinne des Wortes, a&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;nstößig &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;empfunden. Doch ist in Wahrheit nicht Christus des Eckstein, den die Bauleute einst verworfen haben (Mk 12,1&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;0)? Christus selbst ist es, der aufrüttelt, anstößig ist und&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt; wie könnten wir davon ausgehen das sein&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt; Apostel, der Felsen, auf dem er seine Kirche errichten will, weniger Anstoß erregen würde? Das Amt, ja das Christ-Sein bringt es &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;bis heute mit sich Stein des Anstoßes zu sein und zu bleiben. Und wird es, besonders das Petrusamt, immer sein, aber ohne Angst, denn die Mächte der Unterwel&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;t werden die Kirche nicht überwältigen (Mt 16, 18). Und immer wieder werde ich aber gefragt, ob Petrus auch tatsächlich in Rom war, ob es neben d&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;en vielen archälogischen Hinweisen, die niemals vollkommene Sicherheit geben können, auch biblische Hinweise darauf gibt. U&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;nd durchaus ist das so, denn &lt;span style="color:black;"&gt;in seinem, an die Gemeinden Kleinasiens gerichteten 1&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;.Petrusbrief schreibt er abschließend: "Durch den Bruder Silvanus, den ich für t&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;reu halte, habe ich euch kurz geschrieben [...] Es grüßen euch die Mitauserwählten in Babylon&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; und mein Sohn Markus." (1Pt 5,12-13). Der zwingenste Hinweis darin ist ist die Erwähnung Babylons, womit Petrus nur Rom&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; meinen kann. Zum anderen ist Silvanus, den man in der Kurzform auch Sila nennt und den Petrus offenbar bei sich hat, ein Mann der G&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;emeinde von Jerusalem der zu der Sendung gen Antiochien mit Paulus gehörte (vgl. Apg 15,40) und den Paulus auch auf sein zweite Missi&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;onsreise als Begleiter mitnahm (vgl. Apg 15,40;16). Man &lt;em&gt;kann&lt;/em&gt; daraus also schließen, das er Pau&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;lus auch nach Rom begleitete, wohin Petrus vermutlich später folgte. Als "Sekretär" und Schreiber von Petrus verfasste er wahrschei&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;nlich für Petrus den Brief in Rom. Des weiteren wird vermutet, dass es sich bei dem genannten "Markus" um "Johannes&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;, der mit dem Zunamen Markus hieß" handelt, dem Neffe Barnabas, welchen Petrus schon aus Jerusalem kannte (vgl. Apg 12,12) und den er Sohn nennt (was auf&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; eine enge Bindung schließen läßt) und der später mit &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;Barnabas&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; und Paulus reiste (vgl. Apg 12,25) und schließlich&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; auch nach Rom kam, wo er Mitgef&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;angener des &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;Paulus (und Petrus) war (Kol 4,10; Phl&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;m 24).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;Er&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; soll auch Verfasser&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; des Markus-Evangeliums&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; sein, das wohl wese&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;ntlich Petrus als Quelle hat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;Schließlich erlitt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; Petrus&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/800px-Baldachin_petersdom.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/800px-Baldachin_petersdom.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt; zusammen mit Paulus um 65 den Märtyrertod im Circus des Nero und wurd&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;e unweit davon be&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;graben, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;so lehrt es die Kirche. Auf ihm wurde der Petersdom errichtet. Auf Petrus stü&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;tzt sich die ganze Kirche. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;&lt;br /&gt;Im übrigen verweist Seite des Vatikan zurzeit selber auf eine andere, auch bedeutende Kirche in Rom, nämlich auf &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.vatican.va/various/sm_maggiore/index_ge.html"&gt;die Patriarchalbasilika von Santa Maria Maggiore.&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114539499381800600?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114539499381800600/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114539499381800600&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114539499381800600'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114539499381800600'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/das-achte-weltwunder-500-jahre.html' title='Das achte Weltwunder - 500 Jahre Petersdom'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114531250626208744</id><published>2006-04-17T23:06:00.000+02:00</published><updated>2006-04-18T00:21:46.336+02:00</updated><title type='text'>Halleluja, der Herr ist wahrhaft auferstanden! Ein Mensch ist tot.</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt; &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Ja, das ist er und diese Nachricht verkünde ich nicht als Erster, und sie ist auch nicht zu spät verkündet, auch wenn die Kirche die Auferstehung in diesem Jahreskreis bereits seit der Osternacht feiert, in Wahrheit sogar schon seit fast 2000 Jahren. Und doch, fast immer pünktlich zur Feierstunde am Gründonnerstag, Karfreitag, am Karsamstag und am Ostersonntag etc. verkündet die katholische Internet- und Blogwelt die frohen Nachrichten durch aktuelle Beiträge. Und ich habe mich bemüht mitzuhalten, habe es aber nicht geschafft, wie man an meiner Verzögerung erkennen kann. Warum nicht? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt; &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt; &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Zu Folgendem hat mich das &lt;a href="http://www.kdgd.de/blog/71/auferstanden"&gt;Kompendium&lt;/a&gt; zwar nicht angeregt aber ermutigt, es hier niederzuschreiben, in dem es wieder einmal innovativ feststellte: "Nicht nur katholische Blogger gefallen sich in der Darstellung österlicher Bilder, Schriftzitaten (gern in Latein) oder anderer erhabener Kopierungen, die sie jeglichen Eigenbeitrags entschulden". Es zeigt sich darin, und dies soll kein Lobgesang auf diesen befreundeten Blog sein, das dort tatsächlich versucht wird etwas anderes zu machen als andere. Zurück also zu meinen Überlegungen: Die Kritik, die ohne Zweifel in diesem Kommentar durchscheint, ist auch mir zu Gedanke gekommen. Ich fand es relativ einfallslos nur Bilder und Texte in meinem Blog zu kopieren, habe es aber doch getan (zumindest für Gründonnerstag und Karfreitag). Es mag vielleicht wirklich an meiner mangelnden Kreativität liegen, vielmehr aber liegt der Grund dafür darin, das ich dieses wichtigste Geschehen im Jahr nicht völlig unkommentiert lassen wollte, zugleich aber mich nicht in der Lage sah, das Unfassbare in Worte zu kleiden, ich musste auf bereits gesagtes zurückgreifen. Am Karsamstag, Ostersonntag und heute erschlug mich das Drama um Christus aber derart, dass mir selbst diese Art der Kommentierung&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;zu schwächlich schien - also schwieg ich lieber. Was können wir denn nur mehr tun als staunen? Nur stumm und demütig staunen kann ich! Folglich kann es wirklich nur ein jämmerlich Versuch bleiben, der Freude bzw. Trauer Ausdruck zu verleihen, in dem man Bilder und Texte zitiert. Also will ich, auch wenn mein bescheidener Blog weit weniger professionell ist, als der der lieben "Kompendianten", ihrem Anspruch, der eigentlich auch meiner ist, gerecht werden und mich mehr um "Eigenbeiträge" (wie sie es nennen) bemühen und tatsächlich lieber schweigen, als es anderen einfach nachzutun.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt; &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;  &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Dementsprechend schweige ich gegenüber der Freude, denn sie ist nicht fassbar. Und zugleich bin ich tief erschüttert, über das &lt;a href="http://www.kdgd.de/blog/72/spielverderber-what-hurts-the-most"&gt;Einbrechen des Todes&lt;/a&gt; in die Osterfreuden, die ein Bruder aus dem Kompendium erfahren musste. "Ich weine um meinen Freund.", heißt es dort berührend und zu Herzen gehend. So sehr das es mich wieder sprachlos macht und jeder Versuch des Tröstens, besonders mit einer christlichen Argumentation, zu der ich mich gerade im Lichte der Auferstehung fast gedrängt fühle, irgendwie fehl am Platze und als billiger Trost erscheinen muss. Nur für ihn beten kann ich und für seine Freunde und Angehörigen und hoffen das Jesus ihn am Ende der Zeit in Seine ewige Osterfreude heimholen kann. Am eigenen Leib muss der Bruder des Kompendium nun die Trauer und den Schmerz erfahren, wie ihn sicher auch die Jünger Jesu erfahren mussten, als er gekreuzigt wurde, aber vielleicht kann auch er eines Tages auf diese Zeit zurückblicken, wie die Emmaus-Jünger im heutigen Evangelium und sagen, der Herr war mit uns und wir hatten es nicht gemerkt. Und wie unglaublich muss unter diesem Eindruck der Trauer die Möglichkeit einer Auferstehung erst erscheinen? Jetzt, wo in den Kirchen die heiligen Gräber stehen, leer und nur mit zurückgelassenen Grabtüchern, tragen Menschen Menschen zu Grabe. Jetzt, wo wir die Auferstehung des einen feiern sinken andere scheinbar für immer nieder. Man kann sich der dialektische Symbolik kaum entziehen, die sich hier klar zwischen dem gegenwärtigen, scheinbar unbezwingbarem Tod und der Auferstehungshoffnung in Jesu, die uns momentan gegenwärtiger ist als sonst, zeigt und doch ausgesprochen tröstend sein kann. Jede selbstanklagende Überlegung dahingehend, dass man ein "Spielverderber" sei, weil man am Ostermontag trauert, obwohl man sich freuen sollte, ist also unnötig, denn die Freude und Trauer fallen hier ineinander, sie werden zu Einem, werden sich gewissermaßen gleich. Aber vielleicht äußert sich diese vermeintliche Ambivalenz eben gerade in der Formulierung ein "Spielverderber" zu sein. Denn begriffen sich nicht vielleicht auch einige der Jünger Jesu ein wenig als "Spielverderber", als sie nach seinem Tod, als sie seinem Leichnam im Grab liegen sahen zu Zweifeln begannen, denn "Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde." (Lk 24,21)? War nicht auch die Jüngerschaft in sich zerrissen, noch hoffend, ohne zu wissen auf was einerseits und andererseits sich doch der Realität des Todes ausgesetzt? Sie wollten doch glauben, sich für ihn hingeben, haben versprochen seinen Geboten zu folgen und nun ist er Tod. Kam in ihnen nicht etwa der Gedanke auf, das Er es vielleicht doch nicht war und sahen sie sich nicht vielleicht auch als "Spielverderber", wenn sie nun ihre Versprechen nicht einlösten, sich in der Gefahr sahen, nicht mehr glauben zu können, angesichts des toten Gottes? Sie hatten ja keine Ahnung... Der oft wenig beachtete Karsamstag ist ein Zeichen dafür. Dieser Tag entspricht der Gemütsverfassung der Jünger, aber auch dem ganzen Wesen des menschlichen Lebens, "das noch auf Ostern wartet, noch nicht im vollen Licht steht", wie Papst Benedikt XVI. in seinen "Erinnerungen" anmerkt. Und zugleich ist der Karsamstag auch ein wachendes, betendes und auch trauriges zurückschauen auf den Karfreitag, das uns mit der Gewalt, der Brutalität der Welt, mit dem Tod, ja, scheinbar mit dem Bösen konfrontiert, das uns immer wieder zum Abfall vom Glauben versuchen will. Der Karsamstag steht, wie das ganze Leben, zwischen dem ewigem Ostern, der Auferstehung des Leibes und der Gewalt der Welt, dem Bösen, das uns verzweifeln lassen möchte. Er ist gar die Mitte des alltäglichen Lebens und Ausdruck für die innere Zerrissenheit zwischen einem vertrauensvollen Zugehen auf Ostern und einem verzweifelten Zurückfallen in die Trauer des Karfreitags, Ausdruck für die Ambivalenz in uns, zwischen Tod und (ewigen) Leben, die uns in Wahrheit immer umhertreibt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Weiter will ich diesen traurigen Fall aber nicht theologisch ausschlachten, der mir diese Gedanken brachte und verharre zerrissenen Herzens stumm und still in Freude und Trauer, wachend und betend. Der Herr erbarme sich seiner Seele und führe ihn zum neuen und ewigen Leben in der Liebe Christi. Amen.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114531250626208744?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114531250626208744/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114531250626208744&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114531250626208744'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114531250626208744'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/halleluja-der-herr-ist-wahrhaft_17.html' title='Halleluja, der Herr ist wahrhaft auferstanden! Ein Mensch ist tot.'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114500776636233363</id><published>2006-04-14T11:38:00.000+02:00</published><updated>2006-04-15T12:08:30.126+02:00</updated><title type='text'>"Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt."</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;i&gt;Jesus schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.&lt;br /&gt;(Mt. 27,50)&lt;/i&gt;    &lt;p&gt; &lt;/p&gt;     &lt;p&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;b&gt;BETRACHTUNG&lt;br /&gt;der zwölften Station des Kreuzwegs im Kolosseum 2006&lt;br /&gt;von &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-size:100%;" &gt;&lt;b&gt;   SE&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;   Msgr. Angelo Comastri &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p&gt;Der Mensch hat törichterweise gedacht: Gott ist tot!&lt;br /&gt;Wenn aber Gott stirbt, wer gibt uns dann noch das Leben?&lt;br /&gt;Wenn Gott stirbt, was ist dann das Leben?&lt;/p&gt;     &lt;p&gt;Das Leben ist Liebe!&lt;/p&gt;     &lt;p&gt;Das Kreuz ist also nicht der Tod Gottes,&lt;br /&gt;sondern der Moment, in dem die zerbrechliche Schale des Menschseins,&lt;br /&gt;das Gott angenommen hatte, zerspringt&lt;br /&gt;und die Flut der Liebe hervorströmt,&lt;br /&gt;welche die Menschheit erneuert.&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.vatican.va/news_services/liturgy/2006/via_crucis/ge/station_12.html#_ftn1" name="_ftnref1" title=""&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p&gt;Aus dem Kreuz entspringt das neue Leben des Saulus,&lt;br /&gt;aus dem Kreuz entspringt die Bekehrung des Augustinus,&lt;br /&gt;aus dem Kreuz entspringt die glückliche Armut des Franz von Assisi,&lt;br /&gt;aus dem Kreuz entspringt die strahlende Güte des Vinzenz von Paul;&lt;br /&gt;aus dem Kreuz entspringt der Heldenmut des Maximilian Kolbe,&lt;br /&gt;aus dem Kreuz entspringt die wunderbare Nächstenliebe der Mutter Theresa von  Kalkutta,&lt;br /&gt;aus dem Kreuz entspringt der Mut Johannes’ Pauls II.,&lt;br /&gt;aus dem Kreuz entspringt die Revolution der Liebe:&lt;br /&gt;Darum ist das Kreuz nicht der Tod Gottes,&lt;br /&gt;sondern es ist der Ursprung seiner Liebe in der Welt.&lt;/p&gt;     &lt;p style="font-weight: bold;"&gt;Gepriesen sei das Kreuz Christi!&lt;/p&gt; &lt;/div&gt;  &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Jesus_rubens01.3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/Jesus_rubens01.2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich bin der Mann, der Leid erlebt hat / durch die Rute seines Grimms.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er hat mich getrieben und gedrängt / in Finsternis, nicht ins Licht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Täglich von neuem kehrt er die Hand / nur gegen mich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er zehrte aus mein Fleisch und meine Haut, / zerbrach meine Glieder,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;umbaute und umschloss mich / mit Gift und Erschöpfung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Im Finstern ließ er mich wohnen / wie längst Verstorbene.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er hat mich ummauert, ich kann nicht entrinnen. Er hat mich in schwere Fesseln gelegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wenn ich auch schrie und flehte, / er blieb stumm bei meinem Gebet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mit Quadern hat er mir den Weg verriegelt, / meine Pfade irregeleitet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ein lauernder Bär war er mir, / ein Löwe im Versteck.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er hat mich vom Weg vertrieben, / mich zerfleischt und zerrissen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er spannte den Bogen und stellte mich hin / als Ziel für den Pfeil.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;In die Nieren ließ er mir dringen / die Geschosse seines Köchers.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ein Gelächter war ich all meinem Volk, / ihr Spottlied den ganzen Tag.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er speiste mich mit bitterer Kost / und tränkte mich mit Wermut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Meine Zähne ließ er auf Kiesel beißen, / er drückte mich in den Staub.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du hast mich aus dem Frieden hinausgestoßen; / ich habe vergessen, was Glück ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich sprach: Dahin ist mein Glanz / und mein Vertrauen auf den Herrn.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;An meine Not und Unrast denken / ist Wermut und Gift.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Immer denkt meine Seele daran / und ist betrübt in mir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das will ich mir zu Herzen nehmen, / darauf darf ich harren:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Huld des Herrn ist nicht erschöpft, / sein Erbarmen ist nicht zu Ende.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Neu ist es an jedem Morgen; / groß ist deine Treue.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mein Anteil ist der Herr, sagt meine Seele, / darum harre ich auf ihn.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gut ist der Herr zu dem, der auf ihn hofft, / zur Seele, die ihn sucht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gut ist es, schweigend zu harren / auf die Hilfe des Herrn.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gut ist es für den Mann, / ein Joch zu tragen in der Jugend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er sitze einsam und schweige, / wenn der Herr es ihm auflegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er beuge in den Staub seinen Mund; / vielleicht ist noch Hoffnung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er biete die Wange dem, der ihn schlägt, / und lasse sich sättigen mit Schmach.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Denn nicht für immer / verwirft der Herr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hat er betrübt, erbarmt er sich auch wieder / nach seiner großen Huld.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Denn nicht freudigen Herzens / plagt und betrübt er die Menschen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Dass man mit Füßen tritt / alle Gefangenen des Landes,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;dass man das Recht des Mannes beugt / vor dem Antlitz des Höchsten,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;dass man im Rechtsstreit den Menschen bedrückt, / sollte der Herr das nicht sehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wer hat gesprochen und es geschah? / Hat nicht der Herr es geboten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Geht nicht hervor aus des Höchsten Mund / das Gute wie auch das Böse?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie dürfte denn ein Lebender klagen, / ein Mann über die Folgen seiner Sünden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Prüfen wir unsre Wege, erforschen wir sie / und kehren wir um zum Herrn.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Erheben wir Herz und Hand / zu Gott im Himmel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wir haben gesündigt und getrotzt; / du aber hast nicht vergeben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt, / getötet und nicht geschont.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du hast dich in Wolken gehüllt, / kein Gebet kann sie durchstoßen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zu Unrat und Auswurf hast du uns gemacht / inmitten der Völker.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihren Mund rissen gegen uns auf / all unsre Feinde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Grauen und Grube wurde uns zuteil, / Verwüstung und Verderben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Tränenströme vergießt mein Auge / über den Zusammenbruch der Tochter, meines Volkes.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mein Auge ergießt sich und ruht nicht; / es hört nicht auf,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;bis der Herr vom Himmel her / sieht und schaut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mein Auge macht mich elend / vor lauter Weinen in meiner Stadt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie auf einen Vogel machten sie Jagd auf mich, / die ohne Grund meine Feinde sind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie stürzten in die Grube mein Leben / und warfen Steine auf mich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das Wasser ging mir über den Kopf; / ich sagte: Ich bin verloren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Da rief ich deinen Namen, Herr, / tief unten aus der Grube.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du hörst meine Stimme. / Verschließ nicht dein Ohr / vor meinem Seufzen, meinem Schreien!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du warst nahe am Tag, da ich dich rief; / du sagtest: Fürchte dich nicht!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du, Herr, hast meine Sache geführt, / hast mein Leben erlöst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du, Herr, hast meine Bedrückung gesehen, / hast mir Recht verschafft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du hast gesehen ihre ganze Rachgier, / all ihr Planen gegen mich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du hast ihr Schmähen gehört, o Herr, / all ihr Planen gegen mich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das Denken und Reden meiner Gegner / ist gegen mich den ganzen Tag.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Blick auf ihr Sitzen und Stehen! / Ein Spottlied bin ich für sie.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du wirst ihnen vergelten, Herr, / nach dem Tun ihrer Hände.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du wirst ihren Sinn verblenden. / Dein Fluch über sie!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Du wirst sie im Zorn verfolgen und vernichten / unter deinem Himmel, o Herr. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Klagelieder, Kapitel 3 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114500776636233363?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114500776636233363/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114500776636233363&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114500776636233363'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114500776636233363'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/seht-das-kreuz-dem-der-herr-gehangen.html' title='&quot;Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt.&quot;'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114492867968832601</id><published>2006-04-13T13:42:00.000+02:00</published><updated>2006-04-14T10:53:43.880+02:00</updated><title type='text'>Der Hohe Donnerstag - Kelch des Heils!</title><content type='html'>&lt;div align="right"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Van_Oostsanen_Trypt_M_Sup.2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/Van_Oostsanen_Trypt_M_Sup.2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Wiewohl mein Herz in Tränen schwimmt,&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Daß Jesus von mir Abschied nimmt,&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;So macht mich doch sein Testament erfreut:&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Sein Fleisch und Blut, o Kostbarkeit,&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Vermacht er mir in meine Hände.&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Wie er es auf der Welt mit denen Seinen&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Nicht böse können meinen,&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;So liebt er sie bis an das Ende. &lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;(aus: J.S. Bach: Matthäus-Passion)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"In der Eucharistie soll Anbetung Vereinigung werden. Mit der Eucharistiefeier stehen wir in der »Stunde« Jesu, von der das Johannes-Evangelium spricht. Durch die Eucharistie wird diese seine »Stunde« unsere Stunde, Gegenwart unter uns. Mit den Jüngern feierte er das Paschamahl Israels ... Jesus folgt den Riten Israels. Er spricht das Preis- und Segensgebet über das Brot. Aber nun geschieht Neues. Er dankt Gott nicht nur für die großen Taten der Vergangenheit, er dankt ihm für seine Erhöhung, die im Kreuz und in der Auferstehung geschieht. Dabei spricht er auch zu den Jüngern mit Worten, die die Summe von Gesetz und Propheten in sich tragen: »Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut.« Und so teilt er Brot und Kelch aus und trägt ihnen zugleich auf, das, was er jetzt sagt und tut, immer neu zu sagen und zu tun zu seinem Gedächtnis. Was geschieht da? Wie kann Jesus seinen Leib austeilen und sein Blut? Indem er Brot zu seinem Leib und Wein zu seinem Blut macht und austeilt, nimmt er seinen Tod vorweg, nimmt er ihn von innen her an und verwandelt ihn in eine Tat der Liebe. Was von außen her brutale Gewalt ist – die Kreuzigung –, wird von innen her ein Akt der Liebe, die sich selber schenkt, ganz und gar. Dies ist die eigentliche Wandlung, die im Abendmahlssaal geschah und die dazu bestimmt war, einen Prozess der Verwandlungen in Gang zu bringen, dessen letztes Ziel die Verwandlung der Welt dahin ist, dass Gott alles in allem sei (vgl. 1 Kor 15,28). Alle Menschen warten immer schon irgendwie in ihrem Herzen auf eine Veränderung und Verwandlung der Welt. Dies nun ist der zentrale Verwandlungsakt, der allein wirklich die Welt erneuern kann: Gewalt wird in Liebe umgewandelt und so Tod in Leben. Weil er den Tod in Liebe umformt, darum ist der Tod als solcher schon von innen her überwunden und Auferstehung schon in ihm da. Der Tod ist gleichsam von innen verwundet und kann nicht mehr das letzte Wort sein. Das ist sozusagen die Kernspaltung im Innersten des Seins – der Sieg der Liebe über den Hass, der Sieg der Liebe über den Tod. Nur von dieser innersten Explosion des Guten her, die das Böse überwindet, kann dann die Kette der Verwandlungen ausgehen, die allmählich die Welt umformt. Alle anderen Veränderungen bleiben oberflächlich und retten nicht. Darum sprechen wir von Erlösung: Das zuinnerst Notwendige ist geschehen, und wir können in diesen Vorgang hineintreten. Jesus kann seinen Leib austeilen, weil er wirklich sich selber gibt.   &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Diese erste grundlegende Verwandlung von Gewalt in Liebe, von Tod in Leben zieht dann die weiteren Verwandlungen nach sich. Brot und Wein werden sein Leib und sein Blut. Aber an dieser Stelle darf die Verwandlung nicht Halt machen, hier muss sie erst vollends beginnen. Leib und Blut Jesu Christi werden uns gegeben, damit wir verwandelt werden. Wir selber sollen Leib Christi werden, blutsverwandt mit ihm. Wir essen alle das eine Brot. Das aber heißt: Wir werden untereinander eins gemacht. Anbetung wird, so sagten wir, Vereinigung. Gott ist nicht mehr bloß uns gegenüber der ganz Andere. Er ist in uns selbst und wir in ihm. Seine Dynamik durchdringt uns und will von uns auf die anderen und auf die Welt im Ganzen übergreifen, dass seine Liebe wirklich das beherrschende Maß der Welt werde....&lt;/p&gt;   &lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Er hat uns aufgetragen, in »seine Stunde« einzutreten. In sie treten wir ein durch das Wort der heiligen Macht der Verwandlung, die durch das Preisgebet geschieht. ... Die »Stunde« Jesu ist die Stunde, in der die Liebe siegt. Das heißt: Gott hat gesiegt, denn er ist die Liebe. ... Die »Stunde« Jesu will unsere Stunde werden und wird es, wenn wir uns durch die Feier der heiligen Eucharistie in den Prozess der Verwandlungen hineinziehen lassen, um die es dem Herrn geht. Eucharistie muss Mitte unseres Lebens werden."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;(&lt;/span&gt;Predigt von Papst Benedikt XVI. beim Weltjugendtag 2005 in &lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Köln - 21.08.2005 Marienfeld-Heilige Messe)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;" lang="IT"&gt;© Libreria Editrice Vaticana 2005&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt; &lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114492867968832601?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114492867968832601/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114492867968832601&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114492867968832601'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114492867968832601'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/der-hohe-donnerstag-kelch-des-heils_13.html' title='Der Hohe Donnerstag - Kelch des Heils!'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114492821819220556</id><published>2006-04-13T13:32:00.000+02:00</published><updated>2006-04-14T11:07:23.823+02:00</updated><title type='text'>Der Hohe Donnerstag - "Liebt einander!"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/lodi01geschn.3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/lodi01geschn.3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Herr, DU willst MIR die Füße waschen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Jesus antwortete: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keine Gemeinschaft mit mir.&lt;br /&gt;Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser:&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Herr, DU willst MIR die Füße waschen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, du wirst es aber erkennen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Herr, DU willst MIR die Füße waschen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;(aus: Antiphon 2: Domine - Joh 13,6.7.8)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;„Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“ (Joh 13,1). &lt;/span&gt;Gott steigt herab und wird Sklave; er wäscht uns die Füße, damit wir an seinem Tisch teilnehmen können. Darin kommt das ganze Geheimnis Jesu Christi zum Ausdruck. Darin wird sichtbar, was Erlösung bedeutet. Das Bad, in dem er uns wäscht, ist seine Liebe, die bereit ist, dem Tod zu begegnen. Nur die Liebe hat diese reinigende Kraft, die uns unseren Schmutz nimmt und uns hinauf in die Höhe Gottes erhebt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;  &lt;p&gt;Das Bad, das uns reinigt, ist er selbst, der sich uns ganz schenkt – bis hinein in die Tiefe seines Leidens und seines Todes. Er hört nicht auf, diese Liebe zu sein, die uns wäscht. In den Sakramenten der Reinigung – in der Taufe und im Bußsakrament – kniet er ständig vor unseren Füßen und erweist uns den Sklavendienst, den Dienst der Reinigung; er macht uns gottfähig. Seine Liebe ist unerschöpflich, sie geht wirklich bis zum Letzten.&lt;i&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;&lt;o:p&gt;(&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;Predigt von Papst Benedikt XVI. in der Heiligen Messe am 13.04.2006 - Gründonnerstag).&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114492821819220556?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114492821819220556/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114492821819220556&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114492821819220556'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114492821819220556'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/04/der-hohe-donnerstag-liebt-einander.html' title='Der Hohe Donnerstag - &quot;Liebt einander!&quot;'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114225088070815570</id><published>2006-03-13T12:40:00.000+01:00</published><updated>2006-03-13T13:17:13.010+01:00</updated><title type='text'>"Mache Dich auf, werde Licht!"</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/pre-20060302_045.3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/pre-20060302_045.2.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"  alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  Es darf durchaus verwundern, dass ein Blog, der den Namen „Umkehr“ trägt, gerade in der Zeit, in welcher er vor Einträgen sprühen müsste, nämlich in der heurigen Buß- und Fastenzeit, schweigt. Ganz offensichtlich ist es doch, dass er gerade jetzt zur Buße und zur Umkehr aufrufen müsste, wenn dies doch sein Anliegen ist. Und ganz Recht, hiermit will ich es einmal innerhalb dieser Zeit tun, sonst aber nicht weiter auffallend, da dieser Blog keine Predigten halten will. Dies steht ihm nämlich zum einem gar nicht zu und zum anderen, weil&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;der Gläubige (und Ungläubige) in dieser Fastenzeit jeden Tag eine solche Predigt in den Kirchen vernehmen kann, denn jeden Tag ruft uns der Herr in dieser Zeit in seinem Evangelium zu „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium.“ (Mk 1,15), wie wir es wörtlich am Aschermittwoch, am Beginn dieser Fastenzeit hören durften. Und was kann ich mehr tun, als mich nur demütig hinter unserm Herrn einzureihen und ihm zu folgen, anstatt mich lauthals voranzustellen und großmütig zur Umkehr aufzurufen, wo ER es doch schon selbst tut. Man legte uns am Aschermittwoch mit diesen Worten (ebd.) das Aschekreuz auf und wir bedachten, das wir alle nur Sünder sind, die Buße tun wollen. Das ist es was wir tun, in diesen 40 Tagen, wir besinnen uns unserer Sündhaftigkeit, unserer Nichtigkeit und bekennen, das wir und von dieser abwenden wollen, wir wollen uns umkehren, in freudiger Vorausschau auf das Ostergeschehen, zum dem, der ohne Sünde ist, der all unsere Sünden auf sich nahm, zu Jesus Christus, unserem Herrn und Gott. Das Erkennen, das wir nur Staub sind &lt;span style=""&gt;und wieder zum Staub zurückkehren (vgl. Gen 3,19), geht einher mit dem erkennen der Größe und Herrlichkeit Gottes, denn wer sich selbst erniedrigt, seinen Blick nicht mehr auf sich richtet, sich nicht mehr selbst erhöht, sondern umkehrt und nur noch auf Christus schaut, erhöht damit Christus, und wird aber mit ihm erhöht (&lt;/span&gt;Mt 23,12)&lt;span style=""&gt;.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;           &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;Diese Niedrigkeit, die eine Umkehr zu Christus erfordert, soll dem Christen besonders in der Zeit hin zu Ostern bewusst werden, damit ihm ganz klar aufgehen kann, welche unfassbaren Ereignisse in der Kar- und Osterzeit selbst vor sich gingen, als Gott (!) sich un&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;ter uns Menschen erniedrigte und dadurch die Welt erlöst hat. Deshalb wird auch in der Fastenzeit besonders das bittere Leiden und Streben unseres Herrn betrachtet. Wir lernen dadurch &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;auch unseren e&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;igenen Lebensweg verstehen als ein gemeinsames Schicksal mit dem Herrn, der sein Kreuz getragen hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;„Auf ihn sollt ihr hören!“ (Mk 9,7), heißt es im heutigen Evangelium. Nicht nur jetzt, in der Fastenzeit sollen wir auf ihn hören, sondern immer, Christus soll unsere Richtschnur sein. Dies ist nicht einfach, denn das, was Christus sagt fordert ein aktives Christenleben. Wir sollten &lt;/span&gt;&lt;span style="color:black;"&gt;keine Geschenke erwarten, sondern vielmehr beschenken, nichts für unseren Glauben empfangen wollen, sondern gerade wegen unseres Glaubens geben wollen. Wir sollten es stets wissen und dies sei auch jedem Interessierten von vornherein gesagt: Diese Religion ist keine bzw. nicht nur eine "Wohlfühlreligion", sondern eine die den ganzen Menschen fordert.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Das der Glaube sehr wohl auch ein Wagnis ist bzw. sein muss, muss begriffen werden (vgl. J.H. Newman, „Die Wagnisse des Glaubens“). Wir müssen diese Welt für die nächste wagen. Wir müssen uns fragen, besonders als getaufte Christen, denn die Taufe ist auch als endgültiger Auftrag zu einem christusgerechten Leben zu verstehen ist, was setzte ich auf die Verheißung Christi hin ein, was habe ich gegeben, am Ende? Der Apostel sagt, wenn es die Auferstehung nicht gibt, wenn alles nur ein Hirngespinst wäre, dann „sind sie die &lt;span class="searchresulthighlight1"&gt;elend&lt;/span&gt;esten unter allen Menschen!“ (1Kor 15, 19). Kann ich das von mir auch sagen? Was wage ich?&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Christ-Sein ist anspruchsvoll und man wird stets versucht vom Glauben abzufallen und in diesem Bewusstsein ist sehr beachtlich und ungemein erfreulich, dass am 2. März im Wiener Stephansdom 16 junge Menschen auf die Frage von SE Christoph Kardinal Schönborn, ob sie bereit sind „die Sakramente unseres Herrn Jesus Christus, die Taufe, die Firmung&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;und die Eucharistie zu empfangen und als Glieder der Kirche aus dem christlichen Glauben zu leben?“ mit einem klaren „Ich bin bereit!“ antworten konnten und somit ihren Wunsch nach der Taufe bekräftigten. Vor der ganzen Gemeinde bezeugten Pfarrer und Paten das die Kandidaten würdig sind in die Kirche eingegliedert zu werden. Fortan wollen diese Menschen nur noch auf Christus hören, sich ganz nach ihm richten und somit ganz dies Leben, worauf wir uns in diesen Tagen der Fastenzeit wieder zu besinnen versuchen. Jenen gläubigen Brüdern und Schwestern die schon als Kinder getauft wurden, müsste beim Anblick dieser Täuflinge unweigerlich die Frage aufgehen „Würde ich mich heute taufen lassen?“&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Diese 16 wollen es und blicken dabei auf ganz unterschiedliche Lebensgeschichten und Motive&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/pre-20060302_038.1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/pre-20060302_038.1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; zurück. Und wenn der ein oder die Andere aus scheinbar ganz eigenen Gründen diesen Wunsch zur Taufe in sich tragen, so haben ihre Katecheten und andere Verantwortliche ihre Aufrichtigkeit und Würdigkeit bezeugt. Diesen zum einen vertrauend und zum anderen wissend das der Glaube „so etwas wie ein Lernprozess [ist], der aus Verkündigung, überdachten Erfahrungen, Anregungen, aus der Mystagogie lebt“ (J.H. Emminghaus, „Die Messe“), der nicht einfach fertig da ist, so kann man sich getrost und glücklich über neue Brüder und Schwestern freuen. Und wenn man sich fragt, ob sie in ihren Herzen wirklich schon vollständig umgekehrt sind, so richte man seinen Blick auf sich und erkenne das die Umkehr ebenso ein langer Prozess ist, ja das wir gar immer wieder aufs neue umkehren müssen, denn „der Ruf Christi zur Umkehr ergeht auch weiterhin im Leben der Getauften. Diese zweite Umkehr ist eine fortwährende Aufgabe für die ganze Kirche, die heilig ist, aber in ihrem Schoß Sünder umfasst.“ (KKK-K 299.).&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Die Gebrechlichkeit und Schwäche der menschlichen Natur [ist mit der Taufe] nicht behoben und auch nicht die Neigung zur Sünde“ (KKK 1426, weshalb wir auch das Sakrament der Buße, das auch Sakrament der Umkehr genannt wird, bedürfen, „denn es vollzieht sakramental die Umkehr, zu der Jesus aufruft, den Schritt der Rückkehr zum Vater, von dem man sich durch die Sünde entfernt hat.“ (KKK 1423). Doch um dieses Sakrament empfangen zu dürfen, um wahrhaft umkehren zu können, bedarf es die innere Umkehr, die innere Buße. Die Bekehrung des „zerknirschten Herzens“ (Ps 51,19)! Die Umkehr ist zunächst aber auch ein Gnadenwerk des barmherzigen Gottes, der uns immer wieder zu sich umkehren lässt, der sich uns zuwendet, wenn wir nur bitten: „Kehre uns, Herr, dir zu, dann können wir uns zu dir bekehren“ (Klgl 5,21).&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Das erneute Abwenden von der Sünde ist also der Kern dieser Bußzeit. Das abwenden von der Sünde, die Selbstliebe ist, denn „die Sünde sagt [nur]: ‚Ich, ich, ich’ – nicht Du.“ (Christoph Schönborn), ist zugleich ein Abwenden von sich selbst, weg von jedem egozentrischen Denken. In der Bußzeit sollen wir uns wieder Christus zuwenden, der uns in den Ärmsten und Geringsten unter uns begegnet: „&lt;span class="versetext"&gt;Was ihr für einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40), spricht der Herr. Aus diesem Grund spielt die „Caritas“ in dieser Zeit eine besondere Rolle. Die Caritas ist nämlich auch heute noch, als „praktizierte Nächstenliebe [...] ein entscheidendes Kennzeichen &lt;/span&gt;&lt;span class="versetext"&gt;der christlichen Gemeinde“, der Liebesdienst gehört zum Wesen der Kirche und „ist unverzichtbare Wesensausdruck ihrer selbst.“ &lt;/span&gt;&lt;span class="versetext"&gt;&lt;span style="" lang="FR"&gt;(Papst Benedikt XVI., „Deus Caritas est“). &lt;/span&gt;Aber nicht deshalb sollen wir den Dienst am Nächsten tun, sondern weil unser Innerstes, unser zu Christus umgewendetes Herz uns dazu drängt - &lt;/span&gt;,,Die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14). Sie ist es auch, welche die oben genannten 16 Menschen zur Taufe drängt und sie ist es, die uns zur Umkehr drängt, damit wir selbst Liebe werden können, mit Christus in unserem Herzen, der uns alle zur Heiligkeit berufen hat (&lt;span style="color:black;"&gt;1Thes 4,3&lt;/span&gt;)– &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/savold01.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/savold01.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;nichts weniger als dies, kann, um Christi Willen, eines jeden Christen Ziel sein.&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt;Wenn wir in Christus bleiben und er &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt;in uns bleibt, sind wir das Licht das Welt (vgl. Mt 5, 14-16), das in der Finsternis leuchtet und Hoffnung bringt. „KEHRT UM, und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15), seid Liebe, "Mache Dich auf, werde Licht!" (&lt;/span&gt;&lt;span style="white-space: nowrap;"&gt;Jes 60, 1)!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114225088070815570?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114225088070815570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114225088070815570&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114225088070815570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114225088070815570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/03/mache-dich-auf-werde-licht.html' title='&quot;Mache Dich auf, werde Licht!&quot;'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-114105287850419826</id><published>2006-02-27T15:57:00.000+01:00</published><updated>2006-02-27T16:07:58.523+01:00</updated><title type='text'>Taufe, Umkehr, Fastenzeit</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Am Donnerstagabend findet im Wiener Stephansdom die Zulassungsfeier für erwachsene Taufbewerber zur Taufe mit SE Christoph Kardinal Schönborn statt. Es ist immer wieder erfreulich wenn Menschen sich dazu Entschließen zu Glauben, gerade in dieser Zeit, wo sie doch sovielen anderen Versuchungen ausgetzt sind. Es stellt sich aber die Frage, warum Glauben sie? Wie sind sie dazu gekommen? Dies beschäftigt mich schon eine sehr lange Zeit und ich bin bis heute zu keinem klaren Ergebnis gekommen. Und ich frage nicht, warum sie jetzt, in diesem Moment an Gott glauben, sondern warum sie es einst nicht taten und nun doch. Die Beantwortung dieser Frage kann in vielerlei Hinsicht interessant sein, erlaubt sie uns doch nicht nur Rückschlüsse darauf, wie man möglicherweise ungläubige Menschen "bekehren" kann.Verblüffend finde ich besonders jene Fälle, die vorher nicht atheistisch waren, sondern vielmehr sogar areligiös - gewissermaßen gleichgültig bis antichristlich verwurzelt. Solche Fälle gibt es. Oft lassen sich die Menschen aus rein praktischen Gründen Taufen, wie ich erfahren durfte: der eine, weil er wiederum Taufpate bei einem Kind sein soll, die andere, weil ihr Ehemann eine katholische Hochzeit wünscht. Bei diesen Menschen, dass muss ich gestehen, fragte ich mich, ob sie wirklich vollkommen verstanden haben, was sie dort vorhaben. Keineswegs will ich büber sie urteilen, aber die Taufe ist ja kein gesellschaftlicher oder kultureller Ritus, sondern ein religöser, der die vollständige Umkehr des Geites bedeutet. Gerade bei jenen Menschen aber, bei denen man dies annnehmen kann, die sich ohne jeden Hintergedanken taufen lassen, lässt sich das "Warum" nicht so einfach beantworten. Sie können ihren Glauben oft garnicht genau herleiten und wissen nur das es ein Prozess war, in dem Gott selber eine entscheidene Rolle spielte, und dass sie nun Glauben. Wie ist es also: Warum Glauben Taufbewerber? Vielleicht kann es uns bei der Beantwortung dieser Frage helfen, wenn wir uns selbst fragen, "Warum Glauben wir?". Haben wir uns wirklich vollkommen umgewendet zu Christus? Oder liegt die Wurzel unseres Glaubens woanders, in der Erziehung, in der Tradition etc.? Die bald anbrechende Fasten- und Bußzeit gibt uns die Möglichkeit, sich zu besinnen und ist auch besonders für alle Taufbewerber eine wichtige Vorbeitungszeit, in der sie in die Tiefe ihres Herzens schauen und sich fragen sollten, "Bin ich wirklich bereit?". Denn die Taufe, die Eingliederung in den Leib Christi, ist nicht nur eine unglaubliche Gnade, sondern auch ein Auftrag. Alle Getauften sind zum Christusgerechten, ja, Christusgleichem Leben aufgerufen. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-114105287850419826?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/114105287850419826/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=114105287850419826&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114105287850419826'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/114105287850419826'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/02/taufe-umkehr-fastenzeit.html' title='Taufe, Umkehr, Fastenzeit'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113812207419656169</id><published>2006-01-24T17:22:00.000+01:00</published><updated>2006-01-24T18:04:28.036+01:00</updated><title type='text'>Franz von Sales (1567-1622)</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/06b_b.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/06b_b.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Trotz meiner wenigen Zeit will ich es nicht versäumen am Tag des heiligen Franz von Salves an diesen und sein Anliegen zu erinnern, das nicht weit von dem dieses Blogs entfernt ist. In seiner wohl berühmtesten Schrift "Philothea" der "Anleitung zum frommen Leben" (welche zu lesen oder wenigstens darin zu blättern uns dieser Tag wieder Anlaß sein sollte) sagt er es schon in seinem Vorwort:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;em&gt;Die vor mir über die Frömmigkeit schrieben, hatten fast ausnahmslos Leser im Auge, die ein Leben fern von weltlichen Geschäften führten, oder solche, die sie zur Weltflucht bewegen wollten. Ich dagegen will gerade jenen helfen, die in der Stadt, im Haushalt oder bei Hof leben und durch ihren Stand notwendigerweise oft mit anderen zusammenkommen. Bei ihnen findet man oft die irrige Ansicht, ihnen sei das Streben nach Frömmigkeit unmöglich; sie wollen daran also nicht einmal denken.&lt;/em&gt;"&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;All seine Anleitungen zur Frömmigkeit, alle Übungen haben im Grunde nur ein Ziel, nämlich Gott im Alltäglichen näher zu kommen, sich umzuwenden, zu Gott hin und ihm die Zeit einzuräumen die ihm zusteht. Franz von Sales ruft uns zur fortwährenden Umkehr auf, zur Buße und will uns so zeigen wie wir "&lt;em&gt;in der Welt leben können, ohne weltliches Wesen anzunehmen"&lt;/em&gt;. In diesem Sinne kann auch ich nur dazu Aufrufen, kehren wir um, jeden Tag und lieben Gott mehr als bisher. Seien wir also fromm, denn "&lt;em&gt;die Frömmigkeit [unterscheidet sich]von der Gottesliebe nicht anders, als die Flamme vom Feuer. Wenn das geistliche Feuer der Liebe hohe Flammen schlägt, dann heißt es Frömmigkeit. Die Frömmigkeit fügt zum Feuer der Liebe nur die lodernde Flamme froher Bereitschaft, Entschlossenheit und Sorgfalt nicht nur in der Beobachtung der göttlichen Gebote, sondern auch himmlischer Ratschläge und Einsprechungen.&lt;/em&gt;"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;em&gt;Die Frömmigkeit ist eine höhere Stufe der Liebe; darum läßt sie uns nicht nur die Gebote Gottes eifrig, entschlossen und gewissenhaft beobachten, sondern darüber hinaus noch in liebevollem Eifer viele gute Werke vollbringen, die nicht geboten, sondern nur empfohlen sind oder zu denen wir uns angetrieben fühlen.&lt;/em&gt; "&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Alle Zitate entnommen aus "Philothea" in: &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://www4.desales.edu/~salesian/resources/virtual/deutsch/philothea.htm"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;http://www4.desales.edu/~salesian/resources/virtual/deutsch/philothea.htm&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; ) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113812207419656169?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113812207419656169/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113812207419656169&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113812207419656169'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113812207419656169'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/franz-von-sales-1567-1622.html' title='Franz von Sales (1567-1622)'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113769083443773178</id><published>2006-01-19T18:12:00.000+01:00</published><updated>2006-12-06T00:10:48.470+01:00</updated><title type='text'>"Exsultate, jubilate" - Zum Beginn des Mozartjahres</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/mozart2.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/mozart2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Da wir nun inzwischen das Jahr 2006 haben, welches Wien kurzerhand zum Mozartjahr ausrief, und sich der 27. Jänner, Mozarts 250. Geburtstag, unweigerlich nähert, ist es wohl angemessen diesbezüglich einige Worte zu verlieren, denn selbst oder gar besonders die Kirche kann sich diesem Ereignis nicht entziehen, hat Mozart doch auch ein umfassendes sakrales Werk zurückgelassen. Folgerichtig bemüht sich die Erzdiözese Wien in ihren Kirchen alle sakralen Kompositionen dieses Musikgenies innerhalb dieses Jahres zu Gehör zu bringen. Sehr erfreulich ist dabei, so finde ich, dass diese Werke auch in jenem Rahmen aufgeführt werden sollen, für den sie geschaffen wurden, nämlich in der Liturgie. Das Mozart ein durchaus Gläubiger Mensch war, kann man seinem Wort entnehmen, dass man zurzeit vielerorts nachlesen kann, wenn es um Mozart und Kirche geht: „Ich habe Gott immer vor Augen. Ich erkenne Seine Allmacht; ich erkenne aber auch Seine Liebe, sein Mitleiden und Bramherzigkeit gegen seine Geschöpfe. Er wird Seine Diener niemals verlassen.“ Selbst der Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn konnte in seiner letzten Katechese Mozart nicht unerwähnt lassen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nun will ich aber einen dritten Schritt versuchen, der ein wenig mehr Licht auf die "fortdauernde Schöpfung" werfen kann. Wir stehen am Beginn des Mozartjahres. Sein schöpferisches Genie regt mich zu folgendem, vielleicht etwas heiteren Gedanken an, Ich suche seit langem Analogien, Vergleiche, die helfen, die unglaubliche Vielfalt der Schöpfung zu deuten. Woher diese schier grenzenlose, spielerische Vielfalt der Lebensformen, aber auch schon der Formen im Unbelebten? Alles nur "Zweckmäßigkeiten"? Wohl kaum. Vieles sicher. Aber es gibt mehr als nur Nutzen, es gibt - so ist der unwiderstehliche Eindruck, je besser die Natur erforscht wird - eine verschwenderische Lust am Vielgestaltigen, Schönen, aber auch Bizarren, Erschreckenden, Unheimlichen, das scheinbar keiner Zweckrationalität folgt. Mich beschleicht immer wieder der Gedanke, der Schöpfer habe auch einfach seine Freude am Spiel dieser Vielfalt gehabt. So wage ich den Gedanken: Warum soll es nicht Seinem unerschöpflichen Schöpfertum zu verdanken sein, dass es diese Vielfalt gibt?Dabei half mir der Blick auf Mozart. Alle seine Werke sind "kontingent", sie hätten auch nicht entstehen können - sehr zum Schaden der Menschheit. Sie sind durchaus meist mit bestimmten Absichten entstanden, als Aufträge, Bestellungen. Viele aber auch einfach aus genialer Kreativität, auch dann, wenn es Auftragswerke waren. Zweck und Schönheit gehen dabei nicht auseinander. Ein Kunstwerk mag einen Zweck haben, es ist aber mehr als sein Zweck. Kunstwerke schaffen nicht "von nichts aus" Neues, sie benützen Vorbilder, halten sich - im Falle der Musik - an vorgegebene Harmonien, musikalische Gesetze, sie greifen Themen und Melodien anderer auf, spielen mit Vorgaben, entwickeln sie weiter, und sind doch einmalig. Mir kam der Gedanke: Mozart hat die Musik weiterentwickelt, und hat doch einzigartiges geschaffen; keiner käme auf die Idee, diese Werke hätten sich selbst organisiert. Wir bewundern, lieben, verehren Mozart.&lt;br /&gt;Im Vergleich damit kommt mir der ideologische, verbissene, materialistische Evolutionismus recht trist und phantasielos vor. Täte es nicht gut, die Evolutionstheorie einmal im Licht der schöpferischen Kraft eines Mozarts zu betrachten? Kämen wir da dem Schöpfer nicht näher, wie Er seine unerschöpflichen Melodien in seiner Schöpfung spielt? (Quelle: www.stephanscom.at)&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Das erste große Highlight wird zweifelsohne Mozarts Krönungsmesse im Stephansdom am 27. Jänner unter der Leitung von Betrand de Billy sein. Es singen natürlich die Wiener Sängerknaben. Leider ist dieses Konzert, sowie die öffentliche Generalprobe aber schon ausverkauft.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Da darf man sicher schon mal ironisch nachfragen: Was wird sich wohl der „Mozart der Theologie“, wie Kardinal Meiser unseren geliebten Papst Benedikt XVI. kurz nach seiner Wahl nannte, zum Mozartjahr 2006 einfallen lassen?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113769083443773178?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113769083443773178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113769083443773178&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113769083443773178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113769083443773178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/exsultate-jubilate-zum-beginn-des.html' title='&quot;Exsultate, jubilate&quot; - Zum Beginn des Mozartjahres'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113769071406933373</id><published>2006-01-19T18:10:00.000+01:00</published><updated>2006-01-19T18:20:38.346+01:00</updated><title type='text'>"Worüber lacht der Papst?" - zur kurzweiligen Unterhaltung</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/papa4-klein.0.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/papa4-klein.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wo Bruder Paul an einer Stelle im "Kompendium" noch sagte, er könne uns aus dem Vatikan so manch private Anekdote über unseren Papst Benedikt XVI. berichten (es aber verständlicherweise nicht tat), tue ich es nun doch. Zugegeben, sie sind vermutlich weniger privat und noch weniger aktuell und selber erlebt habe ich sie natürlich (leider) auch nicht, aber seht selbst: In dieser Woche stieß ich in einer Buchhandlung auf ein witziges kleines Buch mit dem Titel "Worüber lacht der Papst", das gespickt ist mit vielen kleinen, lustigen Anekdoten aus dem Leben des Pontifex. Besonders amüsant fand ich jene, über die spontane Vergesslichkeit des vormaligen Kardinals Ratzinger, in der es sinngemäß hieß:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Einmal sollte der Kardinal eine Messe feiern und alles war soweit bereit. Man stand bereits vor dem Hochaltar, als einem Messdiener gerade noch rechtzeitig auffiel, dass Ratzinger nicht seine Kardinalskappe trug. Dieser lief darauf prompt schnell in die Sakristei zurück um sie zu holen. Die Gläubigen und die vor dem Altar Versammelten warteten...eine Minute, zwei Minuten, schließlich fünf Minuten. Ratzinger kam nicht zurück und alles wunderte sich, wo ihr Kardinal verblieben sei. Was ist geschehen:&lt;br /&gt;Als Kardinal Ratzinger in die Sakristei kam, legte sein Messgewand ab und sein Alltagsgewand an und ging in sein Büro, wo man ihn schließlich minutenspäter an seinem Schreibtisch arbeitend fand.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ebenso witzig fand ich, das der wohl nicht überragend fromme junge Theologiestudent Joseph Ratzinger in der Mensa bei der Essensausgabe regelmäßig laut und weithin hörbar ausrief: "&lt;em&gt;Habemus Kartoffelmus!"&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Weiteres werde ich hier nun aber lieber nicht rezitieren, damit ich keine Urheberrechtsprobleme mit dem Verlag bekomme, der das doch recht dünne Büchlein zu einem stolzen Preis verkauft, weshalb ich es mir (noch) nicht zulegte.Dennoch: Eine nette Idee, die auf amüsante Weise beim dem Versuch behilflich ist, gegen das "Großinquisitor-Image", welches Ratzinger hat(te), anzukämpfen und ihn auch Ratzinger-Hassern (die es tatsächlich noch geben soll) so ein wenig sympathischer zu machen. Im Grunde ist es aber ein Buch, dass keiner braucht - die Anekdoten in eine nette, schmale Biographie eingebunden hätte ich angenehmer gefunden.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113769071406933373?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113769071406933373/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113769071406933373&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113769071406933373'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113769071406933373'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/worber-lacht-der-papst-zur.html' title='&quot;Worüber lacht der Papst?&quot; - zur kurzweiligen Unterhaltung'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113769059269162709</id><published>2006-01-19T18:07:00.000+01:00</published><updated>2006-01-20T16:26:25.686+01:00</updated><title type='text'>"Domgespräche" - Andreas Unterberger über "Kirche, Medien, Öffentlichkeit"</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Am 10. Jänner fand das erste von fünf sogenannten "Domgesprächen" im neuen Jahr statt, dass zugleich auch die neue Vortrags- und Gesprächsreihe "II. Vaticanum: Was bleibt nach 40 Jahren" eröffnete. Zugegeben, dieses scheint ein wenig verspätete, erkannte auch Dompfarrer Anton Faber einleitend, da wir doch bereits am 8. Dezember "40 Jahre II. Vaticanum" feiern durften, dies kommt aber der Tatsache zu schulden, dass man schlicht jeweils die besten Referenten für dieses doch recht akademische Thema gewinnen wollte. So begann es auch gleich an diesem Dienstag mit dem renommierten Chefredakteur der "Wiener Zeitung" Dr. Andreas Unterberger, der sich des Tagesthemas "Inter Mirifica - Kirche, Medien, Öffentlichkeit" annahm. Was Herr Unterberger zu sagen hatte, war keineswegs uninteressant: Das das Dekret über die sozialen Kommunikationsmittel "Inter mirifica" nicht gerade zu den Glanzstücken des Konzils gehört, wird offensichtlich, wenn man sich es einmal zu Gemüte geführt hat, was sicher durch ein scheinbar mangelndes Wissen der Konzilsväter auf dem Gebiet der Medien- und Kommunikationswissenschaften begründet werden kann. Es geriet folglich fast nahezu in Vergessenheit. Stattdessen reformierte Papst Johannes Paul II. das Verhältnis der Kirche zu den Medien in seiner Amtszeit fast im Alleingang. Er prägte diese Beziehung nachhaltig und wird nicht ohne Grund weithin als "Medienpapst" beschrieben. Kein Papst vor ihm (und bisher auch nach ihm) verstand es so mit den Medien umzugehen und sie für sich zu nutzen wie dieser, was allein schon seine letzten Lebenstage zeigen. Papst Johannes Paul II. machte die Kirche durch seine "Auftritte" in den Medien (z.B. gegenüber dem Irak-Krieg u.ä.) im Bewusstsein der Öffentlichkeit immer wieder präsent, sicher nicht zuletzt auch durch Massenveranstaltungen oder seinen eigenen Gesundheitszustand. Bei alldem, war ihm sein schauspielerisches Talent sicher immer hilfreich; welche bedeutende Rolle die Medien in den Anliegen des Papstes wirklich spielten, zeigt allein die Tatsache, dass sein letztes, selbstverfasstes Dokument die Medien zum Thema hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was der Papst aber ihm Großen, für die Weltkirche schaffte, lässt im Kleinen zu wünschen übrig. (Im folgenden sprach Herr Unterberger natürlich vorwiegend über die Situation in Österreich.) Gerade hierzulande scheinen die Geistlichen, vom Pfarrer bis zum Bischof, nahezu Angst vor den Medien zu haben, eine Ausnahme scheint nur wieder der Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn zu sein, der sich wagemutig in die mediale Öffentlichkeit stürzt und so die Kirche wenigstens im Bewusstsein der Menschen hält. Einsam kämpft er, ohne jede Unterstützung, wie es aussieht zur Zeit in der Debatte um die Schöpfungslehre und ihr Verhältnis zur Naturwissenschaft. Kritisch betrachtete Unterberger aber zugleich auch das regelmäßige Kommentieren des Erzbischofs in einer Massenzeitung, die eher durch Klatsch und Tratsch bekannt ist als durch seriöse Berichterstattung und die ihr Geld wohl auch mit zweifelhaften Geschäften verdienen zu scheint. Worauf prompt der Einwurf aus dem Auditorium kam: "Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken.", woraufhin Unterberger erklärte, er sei theologisch nicht ausreichend gebildet, um auf dieser Ebene weiter  diskutieren zu können, betrachte das Vorgehen des Erzbischofs aber dennoch kritisch. Das er sich hier scheinbar wiedersprach, in dem er nämlich mutigere, an die Öffentlichkeit gehende Geistliche wünschte und zugleich aber dieses Vorgehen wieder relativierte, wenn die Geistlichkeit sich daraufhin in zwielichtigere Gesellschaften begibt, um ihren Glauben zu bezeugen, schien ihm nicht aufzufallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, es ist trotzdem so, das kaum ein Geistlicher auf die Medien zukommt und selbst wenn die Medien auf die Geistlichkeit, d.h. in der Regel auf die Bischöfe zukommen, um von ihnen einen Kommentar bezüglich eines aktuellen Ereignisses zu wünschen, verweigern diese nicht selten die Aussage. Die Angst vor Verfälschung o.ä. herrscht vor, was durchaus verständlich erscheinen kann, wenn man sich z.B. das nicht besonders positive Medienecho anschaut, das Dompfarrer Faber ertragen musste, als er im Sommer 2005 Verona Feldbusch im Stephansdom in den heiligen Stand der Ehe erhob. Aber auch Anton Faber lässt sich davon nicht abschrecken und sieht in den Medien weiterhin vielmehr eine Chance, als eine Gefahr für die Kirche. Bischöfe, Priester, ja, jeder Gläubige sollte stets bereits sein, sich als solcher zu aktuellen Themen öffentlich zu äußeren. Dies sei für die Kirche zum einem durchaus eine Chance den Glauben gegenüber einer breiten Öffentlichkeit zu bezeugen und auch zum anderen Aufmerksamkeit auf sich zulenken und sich in das aktuelle Tagesgeschehen einzumischen, die Kirche darf nicht Konfliktscheu sein und sollte auch auf Anstößiges in den Medien reagieren, resümierte Unterberger abschließend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bischöfe und andere Geistliche dürften nicht weiter Angst vor den Journalisten haben, denn diese, so gab er zu, wissen theologisch sehr sicher auch nicht mehr als der Klerus. Diesbezüglich berichtete er eine Anekdote, demzufolge eine Journalistin einen Bischof um ein Statement zu einem aktuellen Geschehen bat, worauf der Bischof antworten wollte: "Nun...die zehn Gebote sagen...", die Journalistin unterbrach in ganz aufgeregt und sagte: "Ach, sie haben als0 10 Gebote? Können sie mir die mal faxen?"&lt;br /&gt;Daran sehen wir, das es tatsächlich notwendig ist, wieder mehr an die Öffentlichkeit zu treten, denn offensichtlich wird die "Frohe Botschaft" immer mehr zur "Neuen Botschaft", wie der Erzbischof auch bei seinem letzten Jugendtreffen zu berichten wusste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiterhin forderte Unterberger, das die Kirche ein besseres Wissen um die Medien haben müsse und schlug daraufhin eine Art Weiterbildung für Priester vor, die ihnen u.a. den Umgang mit den Medien lehrt. Demzufolge wäre es keineswegs falsch, in Zukunft bereits in Priesterseminaren ähnliche Bildungsangebote in Angriff zu nehmen, ohne allerdings aus Priestern Schauspieler zu machen, es ist aber offensichtlich, dass in einer Welt, in der die Medien eine so (zunehmend) bedeutende Rolle spielen, sich die Kirche diesen nicht entziehen kann und sie vielmehr als Chance verstehen muss, wie der Dompfarrer und andere es heute schon tun.&lt;br /&gt;In der folgenden Diskussion ging Unterberger auch auf den Umstand ein, das im österreichischem Fernsehen eine Chance vertan wird, die seit Jahren im deutschen Fernsehen schon lange genutzt wird, nämlich die Möglichkeit zur Übertragung von sonntäglichen Gottesdiensten. Diese sogenannten "Fernsehgottesdienste" im ZDF seien nicht nur ein Quotenerfolg (zufälligerweise besonders jene Übertragungen die ca. dreimal im Jahr aus Österreich gesendet werden), sondern ermöglichen auch Kranken und Alten, die nicht mehr die Kirche selbst besuchen können, am sonntäglichen Gottesdienst teilzunehmen und darüber hinaus kann hierin auch eine Missionsmöglichkeit erkannt werden. Diese Idee fand bei der Zuhörerschaft, die schon zu Unterschriftenlisten aufrief sofort "stürmischen" Anklang, wurde in ihrer Euphorie aber zugleich wieder vom anwesenden Pressesprecher der Erzdiözese Wien Erich Leitenberger gebremst, der mitteilte, das es wohl vor über zwanzig Jahren einen Beschluss der Bischofskonferenz gab, die aus theologischen Gründen eine regelmäßige Fernsehübertragung von Gottesdiensten verbietet. Demzufolge würden hier auch keine Unterschriftenlisten helfen, sondern vielleicht eher ein Bischofs-Symposium, zusammen mit Medienvertreten, das durchaus diesbezüglich einmal angeregt werden könnte. Wir dürfen also in dieser Hinsicht gespannt sein. Welche theologischen Gründe übrigens vor zwanzig Jahren dazu führten, regelmäßige Fernsehübertragung von Gottesdiensten zu verbieten, konnte Herr Leitenberger allerdings nicht mitteilen. Möglicherweise, so meine Überlegung, hatte man Angst damit eine gewisse Bequemlichkeit zu fördern, welche die Gläubigen dazu veranlassen könnte die Gottesdienste nur noch über das Fernsehen zu verfolgen und das so die Kirchen sich zunehmend leeren, obwohl der Fernsehgottesdienst niemals ein Ersatz für eine tatsächliche Anwesenheit sein kann. Inwiefern eine solche Angst heute noch gerechtfertigt ist wird hoffentlich in Zukunft tatsächlich ein Symposium o.ä. zeigen. Erwähnt sei abschließend vielleicht noch, dass das Internet keine Erwähnung fand, was zeigt, das die Verantwortung hier vorerst wohl noch bei den Laien liegt. Den Laien kommt es zu, die lebendige Kirche nach Außen angemessen zu repräsentieren, auch wenn schon viele Diözesen und selbst der Vatikan durchaus ansehnliche Internetpräsentationen haben. In diesem Sinne: Seien wir friedlich und dienen dem Glauben!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113769059269162709?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113769059269162709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113769059269162709&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113769059269162709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113769059269162709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/domgesprche-andreas-unterberger-ber.html' title='&quot;Domgespräche&quot; - Andreas Unterberger über &quot;Kirche, Medien, Öffentlichkeit&quot;'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113699054249271298</id><published>2006-01-11T15:35:00.000+01:00</published><updated>2006-01-11T15:42:22.503+01:00</updated><title type='text'>Wir sind die Kerze, Christus die Flamme</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/kerze.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/kerze.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Christus ist das Licht der Welt, doch Christus sagt "Ihr seid das Licht der Welt." (Mt 5,14). Aber wir sind nicht das wahre Licht, denn der Herr allein ist "das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet" (Joh 1,9). Wir leuchten nicht aus uns selbst heraus, sondern nur durch Christus, wir können nur Licht werden, wenn wir IHM nachfolgen, wenn wir IHN in uns lassen. Wir sind wie der Mond in der Nacht, der von der Sonne, die wie Christus ist, angestrahlt wird - er leuchtet nicht von selbst, sondern reflektiert nur sein Licht. Hören wir denn Ruf Christi und öffnen unsere Herzen, lassen wir IHN in uns, lassen wir IHN walten. Geben wir uns ganz hin und finden den Mut zu sagen: " Nicht mehr ich lebe, Jesus lebt in mir!" (Gal 2,20).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hören wir den Ruf, seien wir wachsam, verschlafen wir ihn nicht, sondern richten uns ganz auf Christus aus! Am Montag, in der 18 Uhr-Messe im Stephansdom erzählte uns die Predigt dazu eine kleine Mär: Es war einmal eine Flamme und eine Kerze. Groß und weiß und Stolz ragte sie auf. Da wollte die Flamme die Kerze entzünden, doch diese wehrte sich erschrocken: "Nein, halt entzünde mich nicht. Was fällt dir ein? Ich will doch erhalten bleiben, groß und weiß hier stehen. Wenn du mich anzündest, dann sterbe ich, brenne hässlich herab bis auf einen Stumpf, den man dann wegwirft.", "Nagut", sagte darauf die Flamme, "ich entzünde dich nicht, aber wenn ich dich angezündet hätte, dann wärst du Licht geworden. Du hättest hell erstrahlt und das ganze Zimmer erleuchtet. Im Dunkeln hätte man sich nach dir richten und in der Kälte an deiner Flamme wärmen können. Aber du hättest es auch warm gemacht im Herzen und licht im Geiste. So nun aber, wenn ich dich nicht entzünde, wie du es willst, bleibst du erhalten. Ja, du bleibst ein Stück Fett mit einer Schnur drin. Und wenn die Zeit reif ist, stellt man dich weg und wirft dich in eine dunkle Lade. Und dort bleibst du einsam liegen und vergilbst uns vergammelst, bis das man dich wegwirft." Und gerade als die Flamme sich wieder erntfernen wollte sprach die Kerze noch schnell: "Oh, entschuldige bitte. Bitte, entzünde mich doch."Ja, lassen auch wir uns entzünden von der Flamme Christi und wachen und beten wir (wozu Jesus uns so oft ermahnt), dass wir seinen Ruf nicht überhören, gerade jetzt, wenn der Jahreskreis wieder beginnt, der Alltag zurückzukehren scheint und der Mensch sich von der Liebe, die ihn den Festtagen durchströmte ab- und seiner Arbeit wieder zuwendet. Gott ist immer bei uns, ist immer Liebe, doch sind wir immer bei ihm? Immerzu müssen wir überall Jesus suchen, so werden wir ihn auch überall finden. Wenn wir aber uns selbst suchen, so werden wir uns auch nur selbst überall finden. ... &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113699054249271298?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113699054249271298/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113699054249271298&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113699054249271298'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113699054249271298'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/wir-sind-die-kerze-christus-die-flamme.html' title='Wir sind die Kerze, Christus die Flamme'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113664561705492408</id><published>2006-01-07T15:44:00.000+01:00</published><updated>2006-01-07T15:53:37.056+01:00</updated><title type='text'>Die Taufe des Herrn - Weihnachten: Teil 3</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/traut01.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/traut01.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Kaum ist dieser Blog eröffnet worden, so muss er nun schon wieder circa zwei Wochen ohne mich auskommen, da ich leider verhindert sein werde. Ich werde aber mein Bestes tun, doch hin und wieder eine Eintragung machen zu können. Bis dahin sei dies, vorraus-&lt;br /&gt;schauend auf das morgige Fest der Taufe des Herrn noch kurz gesagt:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Mit der Taufe des Herrn am 8. Januar, zwei Wochen nach Weihnachten endet der Weihnachtsfestkreis mit einem weiteren Epiphaniegeschehen. Der sich offenbarende Gott leuchtet in den Worten "Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden." (Mk 1,11), welche die Stimme nach der Taufe seines Sohnes vom Himmel herabspricht, auf. Nach dreißig Jahren in Verborgenheit, nach einer unscheinbaren Geburt offebart sich nun der Christus der Öffentlichkeit. Mit der Taufe durch Johannes, der zur Umkehr und Busse aufruft, stellt sich Jesus in die Reihe der Sünder, mitten hinein in die Menschheit. „Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen.“ (Lk 3,21) Christus stellt sich ganz still mitten unter uns, ohne Aufsehen zu erregen, ganz verborgen und unerkannt."Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen." (Jes 42,2) Bleiben auch wir ganz Still und wenden uns nicht wieder von Christus ab, jetzt wo die Weihnachtszeit endet und der Alltag wieder beginnt. Bleiben wir bei IHM und erkennen, dass wir leise sein und uns klein machen müssen um ihn zu hören.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113664561705492408?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113664561705492408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113664561705492408&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113664561705492408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113664561705492408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/die-taufe-des-herrn-weihna_113664561705492408.html' title='Die Taufe des Herrn - Weihnachten: Teil 3'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113654722969414542</id><published>2006-01-06T12:30:00.000+01:00</published><updated>2006-01-06T15:09:56.340+01:00</updated><title type='text'>Epiphanias - Die Erscheinung des Herrn</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach meinem gestrigen Beitrag über Jesus Christus, den wahren Menschen, kam mir folgende Frage in den Sinn: Ist der Mensch nicht nur geschaffen worden, damit Jesus Christus geboren werden konnte? Denn wenn der dreieinige Gott ewig besteht, außerhalb der Zeit, so besteht natürlich mit ihm auch auf Ewig der Gott-Sohn Jesus Christus, der zugleich ganz Mensch und ganz Gott ist. Doch damit Jesus überhaupt existieren kann, muss es den Menschen geben, denn als solcher kam er in die Welt. Den Menschen gibt es also nur um Christi Willen, der Mensch ist nur bzw. auch notwendiges Material, ja, Wohnung für den Herrn - zum einem ist der Mensch nur "Beiwerk", dass sich um die Erscheinung des Herrn scharrt und zugleich muss es ihn geben, damit es Gott-Sohn geben kann. Mit seiner Geburt als Menschensohn ist er erst Existent und von da in die Ewigkeit hinein, über Raum und Zeit hinweg, in alle Vergangenheit und Zukunft; nur weil er auch als Mensch, als Christus geboren wird ist er auch Präexistent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/9410_11707-h.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/9410_11707-h.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Und damit macht Gott die Geburt Jesus Christi zum Zentrum der Welt, zum Mittelpunkt aller Geschichte, denn von hieraus entsteht sie erst und breitet sich in beide Richtungen aus. Alles ist auf Christus und seine Menschwerdung hin ausgerichtet, ohne Jesus gäbe es diese Welt nicht, denn ohne ihn wäre sie überflüssig, er ist Urspung, Ende und Mittelpunkt der Welt und ist somit auch der erste und der letzte Mensch, das Alpha und das Omega. In diesem Wissen muss es uns unbegreifbar erscheinen, wie bedeutend dieser Zeitpunkt für die gesamte Weltgeschichte ist und es ist zu vermuten, dass Maria und Josef nicht erahnten was dort gerade vor sich ging. (Und um so unglaublicher, zitternd und mit Tränen in den Augen wird uns bewußt, das dieses Ereigniss im Ostergeschehen noch steigerbar ist.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch betrachten wir das Geschehen staunend weiter: Weil wir um die Christozentrik wissen, um die Wichtigkeit dieses Momentes, welcher der eigentliche Anfang und Grund allen Seins ist, ist es um so unvorstellbarer, dass er so belanglos daher kommt und der übrigen Welt als völlig bedeutungslos erscheinen muss, denn, wir können kaum glauben was wir hören und lesen, Gott, in Jesus Christus, wird nicht als ein König sondern als Knecht, als ohmächtiges Kind in einem Stall, zwischen Tieren und Stroh und Mist geboren. Nicht stark, sondern zerbrechlich lag er dort, auf die Hilfe des Menschen angewiesen, liefert er sich uns aus, das Licht der Welt, der Herr unser Gott, unsere Hoffnung. Oh, wie können wir nur begreifen was hier geschah, was könnten wir mehr tun, als ihn nur immer dafür lieben. Und am heutigen Tage dürfen wir Glücklichen diesen Freudentag feiern, wo sich die Geschichte der Menschen umwendete, ja wo sie erst ihren Anfang nahm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Frage, die Joanna im &lt;a href="http://kompendium.blogspot.com/"&gt;"Kompendium"&lt;/a&gt; stellte: "Ist Weihnachten schon vorbei?" können wir besonders heute entschieden verneinen, denn heute feiern wir zum zweiten mal Weihnachten und wissen dabei, dass für die Ostkirchen heute sogar das eigentliche Weihnachtsfest ist. Die lateinische Kirche gedenkt heute eher der Reise der drei heidnischen Weisen aus dem Morgenland zum neugeborenen König der Juden. Ihnen offenbarte sich der Retter der Welt dem sie anbeteten, nachdem sie seinem Licht folgten. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Wir sind gekommen, um ihn anzubeten“&lt;/span&gt;, hieß es auch auf dem Weltjugendtag 2005 in Köln. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Wie oft haben wir dies gehört und wiederholt! Nun können wir es nicht hören, ohne geistlich zu diesem denkwürdigen Ereignis zurückzukehren, das eine echte ,Epiphanie’ war.“&lt;/span&gt;, sagte Papst Benedikt XVI. heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst erschien Christus den Armen und Schwachen seines Volkes, den Hirten, die des Nachts wachten. Und gleich darauf warfen sich die Heiden vor ihm nieder. Hilflos liegt er als Kind in der Krippe, wie er später hilflos am Kreuz hängen wird. Und wie er auf die Erde kam, in die Krippe, vor der alle niederfielen und ihn anbeteten, so kommt er auch heute alle Tage zu uns, hinab in das Brot, vor das wir kommen und knien um ihn anbeten. Das Wort ist Fleisch geworden, Licht ist es, welches uns im Finstern leuchtet. Folgen auch wir diesem Licht und geben uns ihm ganz dar, wie ihn auch einst die drei Weisen mit ihren Gaben, Gold, Weihrauch und Mürre priesen. Doch tun wir dies nicht nur an einem Tag oder an Zweien, für uns soll nicht nur einmal Weihnachten sein, nicht nur einmal sollen wir uns über die Menschwerdung Gottes freuen und uns ihm zuwenden, nein, immerzu müssen wir versuchen ihn vor uns zu sehen, zu folgen und zu loben, denn Christus ist das Licht der Welt!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113654722969414542?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113654722969414542/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113654722969414542&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113654722969414542'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113654722969414542'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/epiphanias-die-erscheinung-des-herrn.html' title='Epiphanias - Die Erscheinung des Herrn'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113647869393326151</id><published>2006-01-05T17:01:00.000+01:00</published><updated>2006-01-06T12:29:27.496+01:00</updated><title type='text'>Jesus Christus - Wahrer Mensch</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/3351026056.03.LZZZZZZZ.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/3351026056.03.LZZZZZZZ.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nun will ich keineswegs bestreiten, dass Johannes Paul II. ein großer und bedeutender Papst war, dem völlig gerechtfertig viel Verehrung zuteil wird. Auch ich verbinde einiges mit ihm, doch nach seinem Tod wird zunehmend ein Kult an den Tag gelegt, den ich nur kritisch betrachten kann. Besonders viel mir dies heute in einer Buchhandlung auf, wobei ich nicht die Anzahl der Bücher zu seiner Person meine, sondern einen konkreten Buchtitel, welcher mir sauer aufstieß und meines Erachtens nun doch allmählich an die Grenze zu gehen scheint. Das Buch trug den Titel "Johannes Paul II. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wahrer Mensch und wahrer Papst&lt;/span&gt;", was ohne Zweifel auf die geläufige Formulierung "Wahrer Mensch und wahrer Gott" für Jesus Christus anspielt. Ich halte eine solche Anspielung aufgrund des Assoziationspotential für problematisch, auch wenn Johannes Paul II. sehr wahrscheinlich wahrhaftig ein Mensch und auch Papst war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei man aber auch bedenken muss, was die Formulierung "wahrer Mensch" bedeutet: Ursprünglich auf Jesus Christus angewendet meint sie, das er allein "wahrer Mensch" war, denn Gott wurde in IHM Mensch und gab sich ihn Ihm ganz hin. Jesus Christus opferte sich ganz im Liebesdienst für die Menschen auf. Was er tat und sagte waren nicht "nur" Worte, nicht bloß Hüllen. Er selber ist Wort und Werk. Seine Botschaft und seine Person sind ein. Jesus Christus spricht nicht nur das Wort, er ist das Wort - er ist die Liebe. Und er lebt uns damit als einziger volkommen makelloser Mensch vor, wie wir sein sollen und ist darin folglich der "menschlichste Mensch überhaupt" (wie J. Ratzinger in seiner "Einführung in das Christentum" richtig formulierte), indem er ganz über sich selbst hinaus geht und nur für die anderen da ist. Allein Jesus Christus ist der wahre Mensch, und natürlich auch der wahre Gott. Wir müssen uns wieder dem menschgewordenem Gott, Jesus Christus zuwenden, dem echten, vollkommenen und neuen Menschen der unserer Vorbild sein will, dem wir nachfolgen sollen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113647869393326151?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113647869393326151/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113647869393326151&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113647869393326151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113647869393326151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/jesus-christus-wahrer-mensch.html' title='Jesus Christus - Wahrer Mensch'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20523566.post-113644485632845612</id><published>2006-01-05T07:35:00.000+01:00</published><updated>2006-01-06T15:14:42.353+01:00</updated><title type='text'>Noch ein katholischer Blog</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist eigentlich eine widerliche Angewohnheit unserer Zeit, zu glauben, sein Innerestes nach Außen, ja gar ins Äußerste kehren zu müssen. Denn derartig massenhaft schießen immer mehr und immer schneller sogenannte "Blogs" aus dem scheinbar fruchtbaren Datenboden des weltweiten Netzes, in denen zu oft sinnentleert die Autoren um sich selbst kreisen, dass einem kaum eben eine andere Formulierung als "widerlich" auf der Zunge liegen muss. Was treibt die Menschen dazu; ist es der Drang nach Anerkennung, ist es purer Egoismus oder sind es öffentliche Selbstfindungskurse? Oder sprechen wir hier schon von Andy Warhols berühmter Prophezeiung &lt;span style="font-size:100%;"&gt;über die "15 Minuten Ruhm", die ein jeder anstrebt? Allerdings ist beim Internet eine Besonderheit zu beachten die durchaus interessant ist: Es ist öffentlich wie kaum ein anderes Medium und zugleich (in der Regel) anonym. Wir sehen: Fragen über Fragen, die ich allerdings hier nicht beantworten will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde will ich damit nur sagen, dass ich kein Freund solcher öffentlichen Tagebücher bin (die scheinbar völlig sinnlos sind). Dennoch gibt es Einige, die selbst ich mit Interesse lese, was vermutlich daran liegt, dass ich wie jeder andere Mensch an einen gewissen, ganz natürlichen Grad an Voyeurismus "leide"&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;, ebenso wie die entsprechenden Autoren wo&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;hl an "Seelen-Ex&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;ibitionismus". Diese Blogs, zu denen u.a. das lobenswerte  &lt;a href="http://kompendium.blogspot.com/"&gt;"Kompendium"&lt;/a&gt; , &lt;a href="http://lumendelumine.blogspot.com/"&gt;"&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://lumendelumine.blogspot.com/"&gt;Lumen de Lumine&lt;/a&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://lumendelumine.blogspot.com/"&gt;" &lt;/a&gt;und der interessante &lt;a href="http://www.vaticarsten.de/"&gt;"Vaticarsten"&lt;/a&gt; gehören, und die vergangene Adventszeit, die uns immer wieder an Johannes den Täufer erinnert, der uns zur Umkehr aufruft, regten nun allerdings auch mich zu dieser unsäglichen Ausbreitung meiner Selbst an, d&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;er ich offensichtlich nicht w&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;iderstehen konnte. Wobei dies nicht ganz richtig ist, denn grundsätzlich geht es mir nicht darum mich selbst zu profilieren, dies machen schon genügend andere. Nein, denn zu erst muss festgestellt werden, dass es sich hierbei um einen katholischen Blog handelt, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;der die Absicht hat (wie es die eines jeden &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;katholischen Blogs sein sollte), den Glauben zu &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;stärken - zuerst den der Leser und zuletzt &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;sicher auch meinen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/Bild%200601.1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/320/Bild%200601.0.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Und wie der Name es schon erahnen läßt, lege ich dabei besonders Wer&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;t auf die Umkehr, auf das Umwenden zu Gott h&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;in, denn was ist nötiger, als das ständige Blicken auf Jesus Christus? Nur wenn wir auf ihn blicken und uns zu ihm wenden, uns ihm ganz anvertrauen, kann unserer Leben "funktionieren". Damit seien aber nicht nur Gläubige angesprochen, sondern eben gerade &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;auch die &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Nichtgläubigen und jene, di&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;e gerade d&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;abei sind, die Wahrheit zu erkennen. Dabei hoffe ich auf eine anregende und friedliche Kommunikation. Gelobt sei Jesus Christus!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20523566-113644485632845612?l=umkehr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://umkehr.blogspot.com/feeds/113644485632845612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20523566&amp;postID=113644485632845612&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113644485632845612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20523566/posts/default/113644485632845612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://umkehr.blogspot.com/2006/01/noch-ein-katholischer-blog.html' title='Noch ein katholischer Blog'/><author><name>Johannes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18050959504454297532</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/3573/2059/1600/11114.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
